Rudolf Siegmund

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Der Malers Prof. Rudolf Siegmund (* 16.04.1881 in Bürgel bei Jena + 17.11.1973 in Idstein-Oberrod) war ein Schüler von Ludwig von Hofmann an der Weimarer Kunstschule. Ab dem Jahr 1914 war er Kunstlehrer an der Kunstakademie Kassel.

Um 1935 wurde er in Speele an der Fulda ansässig, heute ein Ortsteil von Staufenberg.

Zu seinen Werken gehören besonders Bilder aus dem dörflichen Leben, so die Gemälde "Winterabend im Dorf" oder "Sommerliche Erntelandschaft" aus dem Jahr 1935.

In mehreren Dorfkirchen der heutigen Gemeinde Staufenberg sind Werke von ihm vorhanden, so in der Benteröder Kirche oder der Friedenskirche in Speele (Gethsemane und Gefangennahme Jesu). Von ihm stammen auch die Emporengemälde in der Johanniskirche in Uschlag.

Bildbetrachtung in der Benteröder Kirche

Lamm, Grablegung Christi und Stange mit eherner Schlange: Das zeigen die drei Gemälde am Altar der evangelisch-lutherischen Kirche in Benterode. Prof. Rudolf Siegmund hat sie geschaffen.

Die Botschaft im Bild gibt Zuversicht

Die Botschaft ist es, die Pastorin Ulrike Watschke, an den drei Gemälden am Altar der evangelischen Kirche in Benterode begeistert. Professor Rudolf Siegmund, Lehrer der Kunstakademie in Kassel, hat sie geschaffen. Die biblischen Texte, die der Künstler mit seinen Pinselstrichen ausdrückt, ermunterten die Menschen, auf Jesus Christus zu sehen, der ihnen neue Zuversicht schenke.

Das Gemälde auf der linken Seite des Altars, so beschreibt es Benterodes Ortsheimatpfleger Reginald Krüger, zeigt einen Engel, der ein Schild hält, auf dem ein Lamm mit Fahne abgebildet ist.

Das Lamm sei das Symbol für Jesus. Im Johannesevangelium heiße es: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt“. Die Fahne mit dem Lamm, so Krüger, erinnere an die Auferstehung Jesu. Sie sei ein Zeichen des Sieges über den Tod.

Das mittlere Gemälde zeige die Grablegung Christi und stamme aus der Kirche in Uschlag. Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre habe das Bild weichen müssen, nachdem die Empore in der Uschlager Kirche verkürzt wurde, erläutert Pastorin Watschke. Das Kunstwerk fand in dem Benteröder Gotteshaus mit seinen hohen Fenstern, die viel Licht hineinlassen, einen würdigen Platz.

Kreuz als Zeichen der Hoffnung und Rettung

Das rechte Gemälde von Prof. Rudolf Siegmund, schreibt Ortsheimatpfleger Krüger, stelle eine Szene dar, die im 4. Buch Mose, Kapitel 21, Vers 4-9 im Alten Testament geschildert ist. Darin heißt es unter anderem: „Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.“

Das Johannesevangelium (3,14f), so Krüger weiter, habe die Geschichte von der ehernen Schlange aufgenommen: „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss des Menschen Sohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ Die Stange mit der ehernen (eisernen) Schlange sei in Verbindung zum Kreuz Jesu zu sehen, das für die Christen Zeichen der Hoffnung und Rettung ist. (kri)