Rudolf Freidhof

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Rudolf Freidhof (23. September 1888 - 25. Dezember 1983) war ein SPD-Politiker und Kasseler Ehrenbürger. Er wurde in Gerlachsheim im Süden Baden-Württembergs geboren und starb in Kassel.

Leben und Wirken

Freidhof war gelernter Kaufmann. Seit dem Jahr 1930 machte er sich als Gegner des Nationalsozialismus einen Namen. Sein Werk Die faschistische Gegenrevolution erschien 1931 in Kassel.

Der Stadtverordnete und Anwalt Georg August Zinn verteidigte unter anderem Freidhof, der wegen "Gräuelpropaganda" angeklagt wurde, weil er auf Missstände durch die Misshandlungen der SA (die Sturmabteilung der Nazis) hingewiesen hatte. Am 19. April 1933 nahmen die Nazis Freidhof in Schutzhaft. Von Ende Juni bis Ende Juli 1933 war der Politiker im KZ Breitenau. Freidhof hatte alle Unterlagen der Partei für Kassel, Mitgliederlisten, Kassenbücher und Briefe vernichtet - um deren Mitglieder zu schützen. Zinn ließ die durch die SA misshandelten Bürger in ihren Betten fotografieren und legte die Bilder dem Staatsanwalt vor, sodass das Verfahren gegen Freidhof eingestellt wurde. Im Sommer 1944 (nach dem Attentat auf Hitler) wurde Freidhof bis Oktober 1944 in das KZ in Sachsenhausen gebracht.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Freidhof als Mitglied der SPD Abgeordneter der Verfassungberatenden Landesversammlung von Hessen. 1946 bis 1949 war er Mitglied des Hessischen Landtags. Von 1946 bis 1947 war er der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Freidhof war von 1949 bis 1957 Bundestagsabgeordneter. Am 26. Mai 1946 fanden die ersten freien Kommunalwahlen nach der Nazi-Herrschaft in Kassel statt. Die SPD erreichte 51,6 Prozent und mit 40 Sitzen die absolute Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Erster Fraktionsvorsitzender der SPD nach dem Krieg wurde Rudolf Freidhof. Bis 1964 blieb er Stadtverordneter in Kassel.[1]

Auszeichnungen

Am 16. November 1964 wurde der SPD-Mann zum Ehrenbürger der Stadt Kassel erklärt.

Weblinks und Quellen

  1. pdf zum Thema 100 Jahre SPD-Fraktion Kassel
Ehrenbürger Stadt Kassel

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