Rothhelmshausen

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Rothhelmshausen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Fritzlar
Einwohner: ca. 245
Vorwahl: 05622
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
34560 Fritzlar
Bürgermeister: Hartmut Spogat (CDU)
Ortsvorsteher: Hans Mertens

Rothhelmshausen ist ein Stadtteil der nordhessischen Stadt Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis, mit rund 245 Einwohnern. In Rothhelmshausen gibt es sechs Vereine.

Lage und Gemarkung

Rothhelmshausen liegt im Tal des Ruppenbachs. Es gibt eine Straße zum nördlich gelegenen Nachbarort Ungedanken. Eine weitere Straßenverbindung führt im Nordosten des Dorfes auf die Bundesstraße 253 von Bad Wildungen nach Fritzlar bzw. Homberg.

Die Gemarkung Rothhelmshausen hat eine Fläche von ca. 123 Hektar.

Geschichte

Rothhelmshausen wird im Jahr 1209 erstmals als "Rothelmeshusen" im Güterverzeichnis des Stifts Fritzlar urkundlich erwähnt. Das Dorf gehört im 13. Jahrhundert zu mindestens drei Vierteln den Herren von Löwenstein.

1308 schenkt der Kantor Herman von Grune ein Viertel des Dorfes an das Stift Fritzlar. Die Schenkung wird im Jahr 1309 von Werner von Löwenstein-Schweinsberg bestätigt. Im Jahr 1324 verkaufen die von Löwenstein sämtliche Erträge, Güter und Gefälle an das Stift Fritzlar. Damit gehört Rothhelmshausen zum Amt Fritzlar des Erzbistums Mainz.

1520 wird das Dorf an den Grafen Philipp von Waldeck verpfändet. 1537 geht die Pfandschaft auf 10 Jahre an den Stiftskanoniker Burchard von Hanstein über. Ab 1547 ist wieder das Fritzlarer Peterstift Besitzer des Dorfes. 1597 verkaufen die von Löwenstein ihre letzten Besitzungen in Rothhelmshausen, nämlich zwei Gehöfte, an das Petersstift. Damit ist das Fritzlarer Stift Alleinbesitzer des Dorfes.

Im Königreich Westphalen bilden die Franzosen von 1807 bis 1813 das Kanton Wabern, das zum Distrikt Cassel zählt. Hierzu gehört auch Rothhelmshausen. Nach der Wiedererrichtung des Kurfürstentums werden 1814 die bisherigen Ämter neu eingerichtet und Rothhelmshausen dem Amt Fritzlar zugeordnet. 1821 wird im Rahmen der Kurhessischen Verwaltungsreform in Fritzlar ein Justizamt eingerichtet, zu dem auch Rothhelmshausen gehört. Außerdem ist das Dorf seitdem Teil des neuen Kreises Fritzlar. 1834 hat das Dorf 129 Einwohner. Ab 1867 gehört Rothhelmshausen zum Amtsgericht Fritzlar. Im Jahr 1885 leben in Rothhelmshausen 181 Menschen.

1932 gehört Rothhelmshausen zu dem, aus dem Kreis Fritzlar und dem Kreis Homberg gebildeten Kreis Fritzlar-Homberg. Im Jahr 1939 leben in Rothelmshausen 164 Menschen.

Im Jahr 1961 hat Rothhelmshausen 185 Einwohner.

Am 31. Dezember 1971 verliert die Gemeinde Rothhelmshausen ihre Selbständigkeit und das Dorf wird ein Stadtteil von Fritzlar. Am 1. Januar 1974 werden die Kreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain zum neuen Schwalm-Eder-Kreis zusammen gelegt, zu dem auch die Stadt Fritzlar und mit ihr Rothhelmshausen gehört.

Wandern

Wussten Sie schon, dass ... ?

  • ... im Fritzlarer Stadtteil Rothhelmshausen, der bereits seine 800-Jahr Feier beging, im Jahre 1908 mit dem Bau einer Wasserleitung begonnen wurde und 13 Jahre später (1921) das elektrische Licht Einzug in das Dorf hielt? In einer Veröffentlichung aus den „Fritzlarer Heimatgrüßen“ aus dem Jahre 1943 ist zu entnehmen, dass die erste Quelle, von der aus die Rohre in das damalige Dörfchen Rothhelmshausen gelegt wurden, sich auf den Bäumerwiesen im Hinterwald (links des Weges nach Wenzigerode fast am Waldrand) befunden hat.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Weblinks


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