Rosenthal

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Rosenthal
Rathaus in Rosenthal - 0307.jpg
Das Rathaus von Rosenthal
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 294 m
Fläche: 51,54 km²
Einwohner: 2.168 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 35119
Vorwahl: 06458
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 2
Website: www.rosenthaler.de
Bürgermeister: Hans Waßmuth (CDU)

Rosenthal ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen mit etwa 2.300 Einwohnern.

Geografie

Lage

Rosenthal liegt im Burgwald und südöstlich von Frankenberg.

Nachbarorte sind im Norden Burgwald, im Osten Gemünden (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Südosten Wohratal, im Süden Wetter und im Westen Münchhausen (alle im Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Stadtteile

Geschichte

Rosenthal wurde im Jahre 1327 als kurmainzische Stadt gegründet. Deutlich sichtbar ist dies bis heute im Stadtwappen: das Mainzer Rad umrahmt von vier roten Rosen.

Nach der „Mainzer Stiftsfehde“ im Jahr 1464 wurde das Städtchen hessisch.

Die kleine Stadt im nördlichen Burgwald verfügt über gut erhaltene Fachwerkbauten, darunter das in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtete Rathaus (1654).

Deutlich früher entstand die gotische Kirche mit Chor aus dem 14. Jahrhundert, die wiederholt das Opfer von Bränden wurde.

Traurige Berühmtheit erlangte Rosenthal durch die letzten Hexenverbrennungen in Hessen. Noch im Jahre 1688 wurden Else Thiele und Katharina Rauschin verbrannt.

Als Städtchen im Kurfürstentum Hessen wurde Rosenthal nach der Annexion von Kurhessen im Jahre 1866 zum Königreich Preußen.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen zu Beginn der 1970-er Jahre kamen die Gemeinden Roda und Willershausen zu Rosenthal und bildeten damals mit etwas mehr als 2000 Einwohnern die kleinste selbstständige Stadt in Hessen.

Kirche

Der Chor der heutigen Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Das Kirchengebäude war wiederholt von Bränden betroffen. Das Kirchenschiff in seiner heutigen Gestalt nebst dem spitzen Turm wurden 1518 erbaut. Nach einem erneuten Brand während des Dreißigjährigen Kriegs wurde dann 1655 der Wiederaufbau der Kirche vollendet, wofür sich der damlige Pfarrer Nicolaus Hilgermann sehr eingesetzt hatte.

Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert mit dreiseitig geschlossenem Chor und Schiff errichtet, der Westturm stammt von 1518 und erhielt 1888 ein Turmhelm. Beim Wiederaufbau der Kirche (ab 1646) wurden eine Flachdecke eingebaut und es entstand das nördliche Seitenschiff mit Sakristei.

Oberhalb der Kirche lag die ehemalige Burg, die im 19. Jahrhundert zu Schule und Amthaus umgebaut wurde.

Literatur

Politik

Wahlkreise

MdB: Dr. Edgar Franke

MdL: Günter Rudolph

Sehenswürdigkeiten

Die ev. Kirche in Rosenthal

siehe auch

Tradition und Brauchtum

  • Rosenthaler Heimatfest (am 2. Wochenende im Juli) gefeiert.
  • Seegerteichfest des Wandervereins bei der Wanderhütte am Seegerteich (am 3. Wochenende im Juni)
  • Frühlingskonzert des Männergesangvereins Rosenthal (am 2. Wochenende im März)
  • Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Rosenthal-Willershausen (am letzten Wochenende im Juli)
  • Backhausfest im Stadtteil Willershausen (am 3. Sonntag im September)

Wandern und Radwandern

  • Zahlreiche Rundwanderwege und ein Premiumweg zu den Franzosenwiesen bieten eine Vielfalt an Wan-

dermöglichkeiten, ebenso der Burgwald.

siehe auch:

Wussten Sie schon ...

  • ...dass Rosenthal 1327 als kurmainzische Stadt gegründet worden ist? Sie ist eine der kleinsten selbstständigen Städte in Hessen, in deren Wappen noch immer das Mainzer Rad zu erkennen ist. Eine Sage versucht den Ortsnamen auf den üppigen Rosenbewuchs um Burg und Ansiedlung zurückzuführen.
    Arndt Böttcher, Frankenberg
  • ...dass Roda - heute Stadtteil von Rosenthal - erstmals 1343 erwähnt wurde? Und zwar gleich doppelt: In einem Güterverzeichnis des Siegfried Friling von Frankenberg und in einer Urkunde aus dem gleichen Jahr mit dem Ortsnamen „Rodahe“, d.h. Rodenbach, aber im Sinne von „Roten Wasser“. Dabei läge eine Ableitung von „Roden, Rodung“ nahe, denn vermutlich ist Roda in der Siedlungsperiode zwischen 1000 und 1300 in den Burgwald hineingerodet worden.
    Arndt Böttcher, Frankenberg
  • ... dass das Rathaus der Stadt Rosenthal im Jahre 1651 erbaut worden ist? Seitdem erlebte dieser prächtige Fachwerkbau drei größere Umbauten. Erst im Zuge des letzten Umbaus 1922/23 konnten die Verschandelungen aus dem 19. Jahrhundert beseitigt werden. Gleichzeitig wurde im alten hölzernen Portalschmuck über dem Eingang an der Südseite das Wappen von Rosenthal mit schmückendem Schnitzwerk und dem Gründungsjahr 1380 eingearbeitet.
    Arndt Böttcher, Frankenberg
  • ... dass nach einem alten Brauch in Rosenthal an Gründonnerstag vor der Predigt die Mägde des Pfarrers und des Opfermanns von Haus zu Haus gingen und die "Gründonnerstagseier" für ihre Dienstherren einsammelten? Die Eiabgabe gehörte zur Pfarrkompentenz; im Jahr 1885 beispielsweise betrug die Lieferung 273 Stück.
    Horst Hecker, Frankenberg
  • ... dass ein Spottvers der Umgebung lautet: Rosenthal; Wiesen schmal, Äcker kahl, oh du armes Rosenthal ?

siehe dazu auch:

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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