Roseninsel

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Schlossteich (Lac)

Durch seinen Hofgärtner Daniel August Schwarzkopf ließ 1767 Landgraf Friedrich II. den Park Weißenstein zu einem Landschaftspark umgestalten und eine Rosensammlung anlegen.

Landgraf Wilhelm IX. ließ das ehemalige Schloss Weißenstein dann im Zuge des Neubaus von Schloss Wilhelmshöhe (Weißensteinflügel 1786 - 90, Kirchflügel 1787 - 92, Mitteltrakt 1791 - 98), um 1798 abreißen und die Trümmer im Lac versenken. Sie bildeten die Roseninsel, eine Halbinsel, auf der heute eine der ältesten Rosensammlungen Deutschlands zu sehen ist.

Ein noch späterer Herrscher, Kaiser Wilhelm II., ließ auf der Roseninsel im Bergpark Wilhelmshöhe seinen Lieblingsdackel "Erdmann" begraben.

Heute hat es sich der "Verein Roseninsel im Park Wilhelmshöhe" zur Aufgabe gemacht, die Rosensammlung im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe zu pflegen und zu erhalten.

Verein Roseninsel im Park Wilhelmshöhe

Zusammen mit seiner Frau gründete Dr. Wernt Grimm im Jahr 1977 den Verein Roseninsel im Park Wilhelmshöhe. Das Paar hatte wesentlichen Anteil daran, dass Wilhelmshöhe schon zur Bundesgartenschau 1981 in Kassel als Attraktion für Rosenfreunde galt. Bis heute nehmen Roseninsel und Bergpark Wilhelmshöhe eine herausragende Stellung ein, denn dort sind die Rosen als Gehölze unter Gehölzen eingebunden.

Wie zwischen Verein und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten vereinbart, richteten sich die Rosenfreunde unter Grimms Führung streng nach den Vorgaben des Landschaftsparks. Man pflegte nicht nur nur die vorhandenen, teils über 200 Jahre alten Rosen, sondern pflanzte auch nur neue Strauchrosen, die den Plänen des Landschaftsparks entsprachen. Dass Kassel damit über eine in der Welt einmalige Rosensammlung verfügt, ist ein Verdienst von Wernt Grimm.

Der erforschte die historische Gartenkunst Kassel mit dem ältesten deutschen Rosarium, das Landgraf Friedrich II. 1767 hatte anlegen lassen. Stieß auf Rosengemälde von Salomon Pinhas, dem Hofmaler des Landgrafen und entdeckte dabei die über Jahrhunderte verschollene „Perle von Weißenstein”.

siehe auch

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