Rosenhang in der Karlsaue (Kassel)

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Der Zweite Weltkrieg war vorbei und die Kasseler Innenstadt lag in Schutt und Asche. Irgendwann ging’s dann ans Aufräumen. Wohin aber mit den Trümmern? Ganz einfach, kippen wir sie unterhalb der Schönen Aussicht in die Karlsaue, da ist Platz. Gesagt, getan. Etwa eine Million Kubikmeter Trümmerschutt wurden dort abgelagert, wo sonst hätte man ihn auch hinbringen können? Es sah nicht gerade toll aus dort am Auerand, war aber eine Lösung.

1955 richtete die Stadt Kassel die Bundesgartenschau aus. Professor Hermann Mattern lieferte das Konzept, und das bezog den Schutthaufen mit in seine Gestaltungsüberlegungen ein. Hermann Mattern legte dort, wo bis dahin Trümmer lagen, Gartenterrassen mit einem Rosenhang mittendrin an. Seine Idee war genial, das Ergebnis großartig. Niemand, der es nicht weiß, vermutet, dass das Leben am Rosenhang tatsächlich jedes Jahr aus Ruinenresten erblüht. Besser hätte man das Problem kaum lösen können.

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag