Riede

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Schloss Riede, von Osten fotografiert.
Alte Postkarte mit Motiven von Riede.

Riede ist ein Ortsteil von Bad Emstal - südwestlich von Kassel gelegen - mit etwa 320 Einwohnern.

Der Ort liegt am Fuße des Klauskopfs im Naturpark Habichtswald.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

In Urkunden des Klosters Hasungen wird Riede schon 1074 erstmals erwähnt.

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts stand der Ort im Besitz des Adelsgeschlechts von Meysenbug und vermutlich wurde seinerzeit auch mit dem Bau von Schloss Riede begonnen, das anschließend noch zahlreiche Umbauten erfuhr. Der letzte Spross der Familie, Heinrich von Meysenbug, war bis zum Jahre 1810 Landrat in Kassel, wo er auf dem Weg zur Ständeversammlung am Friedrichsplatz verstarb.

Eine jüdische Gemeinde bestand in Riede seit dem 18. Jahrhundert, etwa ab dem Jahr 1845 auch eine Synagogengemeinde mit einer jüdischen Schule. Mit der Zeit des Nationalsozialismus endete die Geschichte der jüdischen Gemeinde gewaltsam und Rieder Mitbürger verloren ihr Leben in Konzentrationslagern.

Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschafthaus in Riede stammt aus dem Jahr 1959. Seit dem 1. Januar 1972 bilden die vier Orte Balhorn, Merxhausen, Riede und Sand die Großgemeinde Bad Emstal.

Eco-Pfad

Von Merxhausen durch den Wald, im Tal der Ems nach Riede und zurück verläuft der Eco Pfad Friedenspädagogik Bad Emstal mit insgesamt ca. 10 km Länge.

Stationen sind die Kriegsgräberstätte Bad Emstal (der 1958 eingeweihte Friedhof ist die letzte Ruhestätte von 242 Menschen, die durch Gewaltherrschaft oder Kriegseinwirkungen gestorben sind), die Synagoge in Riede (Haus an der Elbenberger Str. 3) oder der UNRRA/IRO-Friedhof Merxhausen (der 2011 neu gestaltete Friedhof ist die letzte Ruhestätte von 63 Displaced Persons (DPs), die in der Landesheilanstalt Merxhausen zwischen 1946 und 1949 infolge der menschenunwürdigen Lebensbedingungen tödlich erkrankten oder entkräftet starben).

Wussten Sie schon, dass ...

Persönlichkeiten

Politik

Kommunalpolitische Gremien

In Riede gibt es keinen Ortsvorsteher und keinen Ortsbeirat. In den Bad Emstaler kommunalpolitischen Gremien sind im Jahr 2011 jedoch fünf Rieder Bürger vertreten.

Parteien

Sehenswürdigkeiten

  • Am Rande des Orts liegt das mittelalterliche Schloss Riede und eine Waldparkanlage,
  • östlich des Orts liegt die Weißenthalsmühle,
  • auf dem nahen Klauskopf befindet sich ein Aussichtsturm.

siehe auch

Vereine

Es gibt im Ort derzeit sechs Vereine:

  • Sportverein SV Riede: 2010 blicken die Mitglieder auf das 30-jährige Bestehen des Vereins zurück. Als sich die Gelb-Schwarzen 1980 gründeten, wurde dieser Schritt rundum nur müde belächelt. Aufgrund der nach Riede gekommenen auswärtigen Fußballspieler hatte der Verein sofort den Spitznamen Cosmos Riede weg. Inzwischen sind die SV-Kicker nicht nur ein Fundament der örtlichen Gemeinschaft, sondern auch ein fester Bestandteil im Fußballkreis Hofgeismar/Wolfhagen. Sie bauten schuldenfrei einen Sportplatz mit Flutlichtanlage sowie ein modernes Klubhaus. 2011 machten sich die Gelb-Schwarzen nachträglich das schönste Geburtstagsgeschenk: als B-Liga-Meister den Aufstieg in die A-Liga.
  • Schützenverein
  • Landfrauen
  • Freiwillige Feuerwehr Riede: Da Mädchen und Jungen erst ab dem zehnten Lebensjahr in der Jugendfeuerwehr aktiv sein dürfeb, hat die Freiwillige Feuerwehr Riede als eine der ersten Wehren im Wolfhager Land eine Kinderfeuerwehr aus der Taufe gehoben.
  • Posaunenchor
  • Dart-Club

Wandern

Wirtschaft

Im Ort gibt es keinerlei Einkaufsmöglichkeiten, lediglich die Gaststätte „Alte Schmiede“ und ein Elektro-Handwerksbetrieb sind vorhanden.

Weblinks


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