Richter Maschinenfabrik AG

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Richter Maschinenfabrik AG
Unternehmensform: nicht börsennotiert
Sitz: Hessisch Lichtenau
Leitung: Axel Richter
Mitarbeiterzahl: ca. 100
Branche: Maschinen- und Anlagenbau, Schweißkonstruktionen
Homepage: www.richter-ag.de

Die Richter Maschinenfabrik AG war ein deutsches Privatunternehmen mit Sitz in Hessisch Lichtenau, das Maschinen- und Anlagenkomponenten sowie Schweißkonstruktionen fertigte.

Am 27. Mai 2015 verkündete Firmenchef Axel Richter bei einer Betriebsversammlung, dass allen Mitarbeitern des Unternehmens gekündigt wurde. Ende Juni wurde der Schweißbetrieb eingestellt, Ende September folgte die Mechanik. Am 30. September wurde die Firma endgültig geschlossen.

Der Konzern

Die Richter Maschinenfabrik AG war ein unabhängiges deutsches Privatunternehmen, dass Maschinen- und Anlagenkomponenten sowie Schweißkonstruktionen fertigte. Seinen Sitz hatte das Unternehmen in Hessisch Lichtenau. Der Betrieb wurde 1945 gegründet und beschäftigte bis zur Schließung 106 Mitarbeiter. Die Richter Maschinenfabrik AG fertigte keine eigenen Produkte, sondern führte Kundenaufträge aus.

Geschichte

Die Jahre nach der Gründung

Die Richter Maschinenfabrik AG wurde 1945 gegründet und stand schon damals für Maschinen- und Anlagenbau. In den ersten Jahren stellte das Unternehmen mechanische Pressen her, die vor allem in der Automobilindustrie verwendet wurden.

Die 1980er

Durch auffallend gute Qualität hatte sich der Maschinen- und Anlagenbauer einen guten Namen gemacht. Daher wurde das Unternehmen umstrukturiert und fungierte ab den 80ern als kundenorientierter Systemlieferant. Da der Betrieb langjährige Erfahrung im Pressenbau vorweisen konnte, bearbeitete er auch Aufträge zur mechanischen Bearbeitung von Gussteilen und Schweißkonstruktionen in der neu geschaffenen Großmechanik.

Die 1990er

Das Schweißen von Anlagen- und Maschinenbaugruppen wurde in das Sortiment der Richter Maschinenfabrik AG aufgenommen. Der anhaltende technologische Fortschritt führte dazu, dass die Arbeit an den Schweißkonstruktionen anspruchsvoller wurden.

Die 2000er

Bis zur Schließung des Unternehmens im Jahr 2015 wurden die hergestellten Maschinen- und Anlagenkomponenten immer schwerer. Teilweise hatten die Konstruktionen ein Stückgewicht von bis zu 300 Tonnen.[1]

Schließung des Unternehmens

Am 27. Mai 2015 verkündete Firmenchef Axel Richter bei einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung, dass allen 106 Mitarbeitern des Unternehmens gekündigt wurde. Der Schweißbetrieb wurde Ende Juni eingestellt, Ende September folgte die Mechanik.

Als Grund dafür nannte Richter die Tatsache, dass die Firma kein Geld mehr hatte, um Material vorzufinanzieren. Dadurch konnte die Richter Maschinenfabrik AG keine weiteren Aufträge mehr annehmen.

Auslöser der Misere soll unter anderem Ärger mit einem der vier Kreditgeber Richters, der Kasseler Bank, gewesen sein. Laut eigenen Angaben hatte der Firmenchef dort ein Guthabenkonto mit 2,3 Millionen Euro sowie einen Geschäftskredit in halber Höhe. Als das Geld abgehoben werden sollte, um fällige Verbindlichkeiten bei der Sparkasse Werra-Meißner zu begleichen, habe die Kasseler Bank dies verweigert und mit der Kündigung des über eine Grundschuld abgesicherten Darlehens gedroht.

Trotz dieser Querelen gaben beide Seiten zu, dass es auch vorher im Unternehmen nicht mehr rund lief. Richter bestätigte, dass das Geschäft schlecht lief, seit Mai machte der Betrieb nur noch Kurzarbeit. Außerdem brachen viele Aufträge weg oder verzögerten sich.[2]

siehe auch

Hessisch Lichtenau

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. Homepage Richter Maschinenfabrik AG - Historie
  2. HNA.de vom 27. Mai - Maschinenfabrik Richter stellt Betrieb ein: Alle 106 Mitarbeiter verlieren Job

Quellen

Weblinks