Richard Peters

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Richard Peters Repro: Stadt Northeim

Die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts war Richard Peters (16. Juli 1872 - 5. April 1956) Northeims Bürgermeister, er leitete vom 15. Oktober 1903 bis Juni 1933 die Geschicke der Stadt. Er wurde in Eschershausen geboren.

Ehrung zum Dienstjubiläum

Das ehemalige Stadtoberhaupt erhielt zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum im Jahr 1928 die Ehrung, dass die Bürgermeister-Peters-Straße nach ihm benannt wurde, mit deren Bebauung erst drei Jahre zuvor begonnen worden war. Ihr Namenspatron baute sich an ihr ein Haus, das er 1935 bezog.

Damals war Peters nicht mehr in Amt und Würden. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war er im Juni 1933 nach knapp 30-jähriger Amtszeit aus dem Amt gedrängt worden und trat am 1. April 1934 in den Ruhestand. Doch die NS-Machthaber wollten auch die Erinnerung an den verdienten Bürgermeister auslöschen. 1940 wurde seine Straße nach einem Werber für die Nazis in Karl-Dincklage-Straße umbenannt.

Northeim wächst

In der Amtszeit Peters wuchs Northeim beträchtlich. Die Einwohnerzahl stieg von etwa 7900 auf rund 11.000. Außerdem entstanden in dieser Zeit eine Reihe von wichtigen öffentlichen Gebäuden: das Gymnasium Corvinianum (1906), die Scharnhorstkaserne (1913-15), die ehemalige Warmbadeanstalt im Schaupenstiel (1926), die ehemalige "landwirtschaftliche Winterschule" in der Hindenburgstraße (1907), die Stadtsparkasse am Münster (die heutige KSN, 1929) und das Bergbad (1930).

Peters erlebte auch die Rückbenennung seiner Straße noch. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am 27. Mai 1945, wurde der Name des Nazi-Aktivisten Dincklage wieder von den Schildern getilgt. Die Straße erhielt den Namen Bürgermeister-Peters zurück.

Amt abgelehnt

Peters sollte damals noch einmal das Amt des Bürgermeisters übernehmen. Der damals 73-Jährige lehnte aber ab. Er starb am 5. April 1956.

Weblinks und Quellen

  • Artikel von Olaf Weiß aus der HNA-Serie Straßen und ihre Paten