Remsfeld

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Remsfeld
Remsfeld.jpg
Blick auf Remsfeld
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Knüllwald
Einwohner: 1.178
Postleitzahl: 34593
Vorwahl: 05681
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 7
34593 Knüllwald
Stellv. Ortsvorsteher: Karl-Heinz Steuerwald

Remsfeld ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Knüllwald im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 1.200 Einwohnern.

In Remsfeld ist der Sitz der Gemeindeverwaltung.

Gemarkung und Lage

Die Gemarkung Remsfeld hat eine Fläche von rund 764 Hektar.

Remsfeld liegt beiderseits des Flusses Efze. Nordwestlich des Ortes liegt auf einer Anhöhe die Kirche mit Wehrkirchturm sowie der Friedhof.

Im Norden des Ortes führt die Bundesstraße 323 von Homberg nach Rotenburg. Von ihr zweigt die Landesstraße 3153 ab, die nach Süden durch Remsfeld hindurch führt und dann weiter nach Reddingshausen, Völkershain und Ellingshausen und dann nach Bad Hersfeld.

Geschichte

Remsfeld wurde im Jahr 1108 erstmals als "Rimegozesfelt" erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf ist mindestens seit 1248 Pfarrdorf.

Um 1350 ist das Dorf Remsfeld vom Landgraf an Simon von Homberg verpfändet worden.

1480 vernichtet ein Brand die Remsfelder Kirche und fast das gesamte Dorf. Daraufhin wurde die Kirche an ihrem heutigen Platz neu errichtet. Im Jahr 1490 werden in Remsfeld 16 "wehrhafte Männer" gezählt. Remsfeld gehört zum gleichnamigen Amt.

Ab 1510 gehört Remsfeld zum Amt Homberg und zum Gericht am Walde. Das Kirchepatronat haben 1523 die von Holzheim inne. Die Kirchen von Schellbach, Reddingshausen und Welferode sind 1525 Filiale der Kirche von Remsfeld. 1537 hat der Ort 40 Häuser. Als erster evangelischer Pfarrer wird Adam Gössel (1523-1538?) genannt. Ab 1569 habe die von Trott das Patronat für die Remsfelder Kirche inne. Die Kirche in Völkershain wird ab 1575 ein Filial der Kirche von Remsfeld. In den Jahren 1575 und 1585 werden in Remsfeld 64 Hausgesesse registriert.

Im Dreißigjährigen Krieg geht die Zahl der Bewohner durch die Kriegshandlungen stark zurück. So werden 1639 nur noch 29 Hausgesesse gezählt. Um 1697 hat der Obergrebe des Gerichts am Walde seinen Wohnsitz in Remsfeld.

Die Kirche in Remsfeld

1742 gibt es in Remsfeld 81 Häuser. Das Patronat für die Kirche geht ab 1747 an den Landgrafen über. Remsfeld hat 1773 376 Einwohner.

Während des Königreichs Westphalen gehört Remsfeld zum Kanton und Friedensgericht von Homberg. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums Hessen im Jahr 1814 erneut Zugehörigkeit zum Amt Homberg. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform von 1821 gehört Remsfeld dann zum Kreis und Justizamt Homberg. Im Jahr 1834 hat der Ort 549 Einwohner. Nach der Angliederung an Preußen ab 1867 gehört Remsfeld zum Kreis sowie Amtsgericht Homberg.

Am 20. Juni 1905 wird in Remsfeld von sieben Remsfelder Männern der "Turnverein Gut Heil 05 Remsfeld" gegründet. Aus ihm entwickelte sich später der heutige TSV 05 Remsfeld e.V.

Im Jahr 1932 werden die Kreise Fritzlar und Homberg zum Kreis Fritzlar-Homberg vereinigt. Die Gemeinde Remsfeld wird Teil des neuen Kreises. 1939 hat das Dorf 755 Einwohner.

Im Jahr 1961 werden in Remsfeld 1.119 Einwohner gezählt.

Ab dem 31. Dezember 1971 wird die Gemeinde Remsfeld aufgelöst und das Dorf wird ein Ortsteil der Gemeinde Knüllwald.

Ab dem 1. Januar 1974 gehört die Gemeinde Knüllwald und mit ihr Remsfeld zum neu gegründeten Schwalm-Eder-Kreis.

Kirche

  • Kirche in Remsfeld; gotische Kirche aus dem späten 15. Jahrhundert mit spätgotischem Chor, einem spätgotischen Wandtabernakel und einem Taufstein

siehe auch

Vereine

Wandern

Auf dem Lochbachpfad zum Wildpark

Wanderweg

Ein Wandervorschlag der Naturfreunde Kassel: Auf in den Knüll zur Ferdinand-Kesting-Hütte

Start ist beim Hotel „Tann-Eck“ im Burgweg in Knüllwald - Schellbach. Wir orientieren uns in der Straße Im Rot an der Markierung R. Es geht aufwärts zum Waldrand und wir passieren dabei den Aussichtspunkt „Pommerblick“. Nach Unterschreitung einer Hochspannungstraße geht es in den Wald. Beim Hohen Malstein (442 m) wird die Kreisstraße 37 gequert. Hier beginnt der 8,5 km lange Lochbachpfad mit dem rotem L auf weißem Grund als Markierung.

Zunächst auf breitem Forstweg, später auf einem schmalen Pfad, wandern wir zum Ebigköpfchen (426 m) hinauf. Unser Weg führt nun abwärts nach Südosten, und wir tangieren den Ortsrand von Wallenstein. Das Gasthaus „Zum Tanneneck“ bleibt links liegen und der Eingang zur Lochbachklamm wird erreicht. Der Weg folgt dem Lochbach aufwärts, wechselt dabei über zahlreiche Brücken ständig die Bachseite. Nach Verlassen des Bachlaufs folgen wir dem Radweg nach Hülsa. Im freien Feld angekommen schwenkt der Weg nach Norden. Wir wandern über die Wiesen weiter und passieren die Ferdinand-Kersting-Hütte. Erneut treten wir in den Wald ein und kommen wieder zum Hohen Malstein. Wir folgen dem Weg mit der Markierung +. Dieser Weg geht in nordwestlicher Richtung weiter. Unter einer Hochspannungsleitung verlassen wir für wenige Meter den Wald. Die Markierung + schwenkt nach rechts, wir setzen geradeaus die Wanderung auf dem Weg HR7 fort. Sie bringt uns zur Kreisstraße 39, auf der nach links folgend der „Wildpark Knüll“ erreicht wird.

Wir wechseln auf den Weg X 2. Er führt in nördlicher Richtung weiter. Nachdem wir zwischenzeitlich den Wald für etwa 500 m verlassen haben, treffen wir nach einem Kilometer wieder auf die Markierung +. Scharf nach rechts abbiegend, führt uns dieser Weg zum Ausgangspunkt.


Naturfreunde, Ortsgruppe Kassel: Peter Habermann, Tel. 05 61/ 82 19 18, Fax: 05 61/51 33 70. Aktuelle Wanderangebote erscheinen dienstags in der Rubrik „Vereine“. www.naturfreunde-hessen.de

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Knüllwald
Wappenknuellwald.jpg

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