Reitstall (Kassel)

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Der Reitstall im Kasseler Stadtteil Wesertor an der Ihringshäuser Straße wurde 1905, andere Quellen schreiben "um 1910", erbaut als Train-Kaserne - dort wurden Pferde untergebracht und vor Geschütze gespannt. Von 1959 bis 1976 wurde das Gebäude dann als Reitstall genutzt.

Geschichte

1977 erfolgte der Umbau zum sozialem Selbsthilfezentrum. Im Jahr 1983 überlegte der Magistrat der Stadt Kassel, im Reitstall ein Technikmuseum einzurichten. Daraus wurde allerdings nichts. Seit 1984 stand der Reitstall unter Denkmalschutz.

1992 wurde ein Bauantrag für eine Wohnanlage gestellt. Insgesamt gab es zwischen 1959 und 1998 über 40 Anträge bei der Stadt, Nutzungsideen umsetzen zu dürfen. Immer wieder stand das Gebäude leer.

Die Studentin Ina Asselborn vom Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel hat sich in ihrer Diplomarbeit damit beschäftigt. Danach plante die Stadt Kassel auf dem Gelände 1989 eine Wohnbebauung. Im Zweiten Weltkrieg wird der Kasernenkomplex zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde der Reitstall als Versammlungsraum, die Stallungen wurden für gewerbliche Zwecke genutzt.

Nach dem Versuch, den Reitstall als Reitschule zu nutzen, zog der Waldauer Reitverein 1976 aus. Für die weitere Nutzung als Jugendzentrum wurde ein Verein gegründet. 1978 scheiterte das Projekt. Der Arbeiter-Samariter-Bund wollte den Reitstall zur Rettungsstation umbauen, beendete das Projekt aber 1982. Danach wechselten die Besitzer mit unterschiedlichen Ideen immer wieder: Kinderreitclub, Autohaus, Wohnbebauung, muslimisches Hochzeitshaus und Kulturzentrum. Seit 2004 ist der Reitstall an Autoverkäufer untervermietet worden.

Abriss

Nachdem die Untere Bauaufsichtsbehörde der Stadt Kassel nach einer Begehung Mitte Juni 2010 die Gefahr eines Einsturzes nicht mehr ausschließen konnte wurde einen Monat später mit dem Abriss des Gebäudekomplexes begonnen.

siehe auch

Weblinks und Quellen