Reinhardswald

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EcoPfad zum Ahlberg im Reinhardswald
Wegweiser im Reinhardswald

Der Reinhardswald ist ein über 200 km² großes und bis 472 m hohes waldreiches Mittelgebirge im Weserbergland in Nordhessen zwischen Kassel im Süden und Bad Karlshafen im Norden sowie Reinhardshagen im Osten und Hofgeismar im Westen.

Geografie

Etwa ab Wilhelmshausen erstreckt sich das Waldgebiet von der unteren Fulda und von Hann. Münden bis nach Bad Karlshafen auf einer Strecke von rund 40 km westlich der oberen Weser.

Mit mehr als 200 Quadratkilometern Fläche ist der Reinhardswald das größte zusammenhängende Waldgebiet in Hessen und Staatswald des Landes Hessen.

Die höchsten Erhebungen sind der Gahrenberg (nordöstlich von Holzhausen) und der Staufenberg (westlich von Veckerhagen) mit jeweils 472 m. Der Hahneberg zwischen Gottsbüren und Gieselwerder ist mit 461 m der dritthöchste Berg.

Mitten im Reinhardswald liegen die Sababurg und Beberbeck, eines der kleinsten Dörfer der Region mit dem ehemals kurfürstlichen Schloss. Die etwa 900 ha große Staatsdomäne betreibt Land- und Forstwirtschaft.

Der Reinhardswald hat keinen Rang als Naturpark. Einen entsprechenden Vorstoß des Landkreises Kassel hatte die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich im Mai 2011 abgelehnt. Der Reinhardswald enthalte zu wenige Flächen mit Landschaftsgebieten (LSG) und Naturschutzgebieten (NSG). [1]

Geschichte

Das "Schatzhaus der europäischen Wälder" bietet nicht nur 170-jährige Eichenpflanzwälder und eine 200-jährige Eichenallee. Auch mächtige alte Buchen, Birken und Lärchen kennzeichnen das typisches Bild des Reinhardswalds, mit weit mehr als 20.000 Hektar Hessens größtes geschlossenes Waldgebiet.

Hohlwege und Hügelgräber erinnern an eine Siedlungsgeschichte, die bis in die Bronzezeit zurückreicht und Eichen- und Buchenwälder im Reinhardswald erinnern an die Zeiten des Hutewaldes (der Waldweide).

Es gab einmal eine Zeit, da wurden Schweine und Rinder in den Wald statt auf die grüne Wiese getrieben, um sich satt zu fressen. Heute stehen oft Eichen und Buchen in Reih und Glied, umgeben von Adlerfarn. Auch mit Fichten wurde experimentiert, um die Bauern zufrieden zu stellen, die für einen Laubwald mit Mast kämpften, wogegen das Interesse des Forstes stand, schnell wachsendes Holz zu ernten. Die Lösung hieß: Fichtenklumps.

Im Reinhardswald liegt Beberbeck

An vorderster Stelle steht der Reinhardswald seit Jahrtausenden als Lebensraum. Sieht man genauer hin, fällt bis heute die grosse Artenvielfalt auf. Besondere Lebensräume sind im Urwald Sababurg und am Rande von Bachläufen entstanden. Naturbelassene Bachläufe und einige Natur- und Landschaftsschutzgebiete bieten dem Artenschutz gute Bedingungen.

Zahlreiche Hinweise auf frühe Siedlungsräume sind zu finden. So lassen etwa die Gräben und Wälle am Ahlberg auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die ihrerseits eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert. Weitere Zeugen aus der Siedlungsgeschichte des Waldgebiets sind die Spuren von Glashütten und Wüstungen, Grenzwällen und Schanzen, Eichelgärten und Hügelgräbern.

Der nördliche Reinhardswald war im Mittelalter von Ackerfluren (Wölbäcker) überzogen. Zur Bewirtschaftung dieser Äcker waren viele Menschen nötig. Sie wohnten in etwa 30 Siedlungen, verteilt über das gesamte Gebiet. [2]

1330, mit den einsetzenden Wallfahrten nach Gottsbüren (Hundesburen, Godesburen) verließen viele diese Siedlungen, um in Gottsbüren auf sehr viel leichtere Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die alten Siedlungen wurden "wüst", und von da an entstand langsam der heutige Wald.

Springende Hirsche auf der Steinzeichnung eines unbekannten Malers auf einem tonnenschweren, 30 Millionen alten Quarzit mitten im Reinhardswald. (Foto: Bogumil)

Schon seit vielen Jahrhunderten liefert der Reinhardswald wichtige Naturressourcen für den Menschen und bietet seit vielen Generationen Holz, Nahrung und Wasser, aber auch Ton, Sand, Steine oder Braunkohle als Lebensgrundlage. Zur Zeit des mittelalterlichen Feudalstaats nahmen die Landesherren die Wälder in Besitz, wodurch die freie Nutzung und auch das Recht zur freien Jagd eingeschränkt wurden. Für die Bauern wurde das Huterecht verbrieft, mit den auch im Reinhardswald bekannten Hute- und Streubezirken.

Die schier endlosen Buchenwälder zur Weser hin prägen die Landschaft und die weitläufigen Eichen-Hutewälder und die kilometerlangen Eichenalleen erinnern an diese Zeiten der Waldweide. Mit Eicheln und Bucheckern wurden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur unzählige Schweine gemästet. Der Hutewald bot auch Weideplätze für viele andere Tiere, etwa tausende Schafe im Jahr. Das landgräfliche Hutereglement wies den Gemeinden ihre Weideplätze zu, wie alte Grenzsteine belegen.

Die Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel haben nach teilweise festen Routen die Residenzen des Landes aufgesucht. Im Reinhardswald war die Sababurg ein beliebtes Reiseziel, zu Beginn des 18. Jahrhunderts dann auch der nahe gelegene Hofgeismarer Gesundbrunnen. Auf der Sababurg stand die Jagd und der Tierpark im Mittelpunkt, im Bad Gesundbrunnen dann Trink- oder Badekuren, Konzerte, und Tanz.

An den Wald als Rohstofflieferanten und Wirtschaftsfaktor erinnern heute nicht nur zahlreiche erhaltene Fachwerkbauten in der Region, mit dem Holz aus dem Reinhardswald wurden auch Schiffe, Fässer, Möbel, Wagen oder Räder gefertigt. Und von etwa 60 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Waldglashütten im Reinhardswald ist die Rede. Später folgten die landgräfliche Eisenhütte in Veckerhagen oder der Eisenhammer in Lippoldsberg. Der Wald bot auch den Grundstoff für manch andere Handwerkszweige, etwa das bereits im Mittelalter nachgewiesene Töpferhandwerk im Reinhardswald.

Reinhardswald - Hutewaldgebiet

Über einen langen Zeitraum hinweg gehörte auch Braunkohle zu den verwerteten Rohstoffen, die im 19. Jahrhundert gleich in mehreren Bergwerken im südlichen Reinhardswald gewonnen wurde. Drei davon lagen am Gahrenberg, zwei weitere am Ahlberg und am Möncheberg. Längst ist das Braunkohlevorkommen im Reinhardswald noch nicht erschöpft, auch wenn der Abbau längst eingestellt wurde.

Noch immer beeindruckend sind die Zahlen der heutigen Forst- und Holzwirtschaft im Reinhardswald. Etwa 120.000 Kubikmeter Holz werden pro Jahr genutzt und jährlich werden hier rund 1.500 Stück Schalenwild erlegt. Längst ist die Kulturlandschaft Wald aber auch zu einem Tourismusfaktor geworden, was inzwischen etliche Einrichtungen im Reinhardswald belegen.

Im Süden des Reinhardswaldes ist auf einer Fläche von etwa 100 qkm seit dem Jahre 1867 das Waldgebiet eingezäunt und dient als nicht unumstrittenes Wildschutzgebiet und Staatsjagdrevier.

Nachdem im Dezember 2007 auch die 150 Hektar Wald des ehemaligen Pionierübungsplatzes oberhalb des Hann. Mündener Tierheims dem Land Hessen gehören, ist das Forstamt Reinhardshagen für eine Staatswaldfläche von etwa 22 300 Hektar zuständig und verfügt insgesamt über die größte Waldfläche aller hessischen Forstämter.

Literatur: Hermann-Josef Rapp[3], Der Reinhardswald - früher so wichtig wie heute, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 25 ff.

Höchste Erhebungen

Hahneberg
Foto: Th.Raue

Der Gahrenberg (nordöstlich von Holzhausen) ist mit 472 m - ebenso wie der gleich hohe Staufenberg (westlich von Veckerhagen) - der höchste Berg im Reinhardswald.

Mit 461 m ist der Hahneberg die dritthöchste Erhebung im Reinhardswald und liegt - ebenso wie der benachbarte Langenberg (434 m hoch) - zwischen Gottsbüren und Gieselwerder.

Weitere Berge im Reinhardswald sind der Junkernkopf (451,5 m), der Mühlenberg (439 m), der Kleine Staufenberg (421 m) - die Südkuppe des Staufenbergs, der Große Pinnacker (400 m) - ein östlicher Bergsporn des Hahnebergs, der Ahlberg (394,6 m), weiterhin Steinhäufe (391 m), Knotberg (388 m), Olbenberg (371 m), Papenköpfe (367,8 m), Steinkopf (353,2 m) westlich von Hilwartshausen, Sandkopf (340 m), Staufenküppel (333,8 m), Kuhberg (326 m), Grunewaldskopf (324,9 m), Kuhläger Kopf (290,5 m), Heegeberg (280, 2 m), Sieburg (274 m), Ischenberg (271,8 m), Steinkopf (271 m) östlich von Wülmersen, Klipsberg (242 m), Kleiner Pinnacker (197, 6 m) - ein südöstlicher Bergsporn des Hahnebergs oder der Moosberg (185 m).

Holz für 225 Millionen Euro

aus HNA-online vom 21.3.2011 - HNA-Serie: Internationales Jahr der Wälder – Der Reinhardswald ist mit dabei

Mehr als wertvolle Heimat: Der Reinhardswald steckt voller Geheimnisse

... Innerhalb Hessens bildet der Reinhardswald mit seinen 23 000 Hektarn Fläche das größte in sich geschlossene Waldgebiet. Da er so gut wie unbewohnt ist, zählt er auch zu den am wenigsten besiedelten Regionen Deutschlands. Das in ihm wachsende Holz hat einen Verkaufswert von 225 Millionen Euro. Sein monetärer Wert entspricht somit der Summe, die in den Neubau des Caldener Flughafen investiert wird. Für die meisten Menschen dürfte die Bedeutung des Waldes aber weitaus größer und in Geld nicht aufzuwiegen sein. Denn er ist landschaftsprägend, er ist Heimat, Rückzugsort, aus ihm gewinnen sieben Gemeinden ihr Trinkwasser und er ist eine leistungsstarke Klimaanlage und versorgt die Menschen der Region mit sauberer Luft.

Auf 360 Kilometer markierten Wegen können Wanderer den Wald durchstreifen. Dabei kommen sie vorbei an 18 Naturschutzgebieten, elf geschützten Flora-Fauna-Habitaten und dem Naturwaldreservat Weserhänge, an vergessenen Dörfern und alten Abbaustätten von Bodenschätzen.

Wie Klemens Kahle vom Forstamt Reinhardshagen errechnet hat, vermehrt sich das Holz im Reinhardswald alle dreieinhalb Minuten um einen Erntefestmeter. Das entspricht einer Fichte von 24 Metern Länge und einem Stammdurchmesser von 23 Zentimetern, die alle 210 Sekunden aus dem Boden schnellt. ...

Literatur

  • Eduard Brauns, Die Sababurg und der Reinhardswald, Kassel 1981
  • Helmut Burmeister u. a., Beberbeck zwischen Sababurg und Gesundbrunnen, Eine Zeitreise durch die Region, Kassel 2006
  • Roland Henne, Waldglashütten des nördlichen Reinhardswaldes, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2002, S. 111 ff.
  • Gero Lenhardt, Mein Reinhardswald, Wandern - Kultur - Freizeit, Calden 2013
  • Hermann-Josef Rapp, Der Reinhardswald - früher so wichtig wie heute, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2007, S. 25 ff.
  • Hermann-Josef Rapp (Hrsg.), Reinhardswald - Eine Kulturgeschichte, Euregioverlag Kassel 2002
  • Hermann-Josef Rapp und Marcus Schmidt (Hrsg.), Baumriesen und Adlerfarn - Der "Urwald Sababurg" im Reinhardswald, euregioverlag Kassel 2006
  • Region Kassel Land e.V. (Hrsg.), "Unterwegs im Reinhardswald - 52 Wege und Ziele", Wolfhagen 2011
  • Günter Schumann/ Herwig Klemp, Reinhardswald und Diemel-Land - Unterwegs in Dornröschens Heimat, 2. Auflage, Wardenburg 2002

Märchen und Mythen

Die Sababurg im Reinhardswald

Nicht nur für die Tourismus-Werbung ist der Reinhardswald ein Märchenwald, wie man ihn schöner kaum träumen kann. Hier, zwischen Diemel und Weser und inmitten der deutschen Märchenstraße, schlief Dornröschen (auf der Sababurg), warf Rapunzel (auf der Burg Trendelburg) ihr Haar herab und trieben Riesen, Kobolde und Trolle ihr Unwesen.

Die Märchen der Gebrüder Grimm

Über 200 Kinder- und Hausmärchen trugen die Gebrüder Grimm zusammen. Unzählige Geschichten ranken sich um Natur und Kulturdenkmäler im Reinhardswald und vor allem dessen Ursprünglichkeit ließ viele Sagen und Erzählungen entstehen. Besonders jahrhundertealte Bäume, wie im "Urwald Sababurg", inspirieren zu Märchen und Mythen.

Märchenschloss Sababurg im Reinhardswald

Das wohl bekannteste Märchen ist das von Dornröschen. Ihm wurde von einer bösen Fee prophezeit, es werde sich an seinem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Und so geschah es, bis ihr Prinz kam und sie wach küsste.

Hundert Jahre soll Dornröschen nach dem Märchen der Gebrüder Grimm auf der Sababurg verschlafen haben, die inzwischen zu einem Hotel und Restaurant ausgebaut wurde.

Die Sage vom Reinhardswald

Schon die Geschichte der Entstehung des Reinhardswaldes ist unglaublich. So wird berichtet, der Bischof von Paderborn und Graf Reinhard hätten um dessen Besitztümer gewürfelt.

Blick in den "Nassen Wolkenbruch"

Graf Reinhard, ein leidenschaftlicher Spieler, besaß riesige Ländereien. Der Bischof gewann und der Graf verlor sein Land. Aber er sann auf einen Ausweg: Er bat um die Gnade, noch einmal säen und ernten zu dürfen. Die Bitte wurde ihm gewährt. Graf Reinhard säte Eicheln anstelle von Getreide. Bis diese Früchte trugen, die man ernten konnte, vergingen viele, viele Jahre. Der Bischof kapitulierte vor so viel List und der Reinhardswald kam zu seinen Eichen und seinem Namen.

Die Eichen wuchsen und gediehen, wurden groß, stattlich und alt. Neue Geschichten entstanden. Viele handeln von verirrten Wanderern, die von Elfen den Weg gewiesen bekamen. Aber es gibt auch bedrohliche Erzählungen, von Wanderern, die in der Abenddämmerung noch immer im Wald herumirrten und von bösartigen Fabelwesen das Leben schwer gemacht bekamen.

Die Sage vom Brama, Saba und Trendula

Namensgeberin der nahen Burg Trendelburg ist in der Märchenwelt die Riesin „Trendula“, die der Sage nach von einem Blitz auf freiem Feld erschlagen wurde, nachdem sie ihren Schwestern Saba (mit Sitz auf der Sababurg) und Brama (von der Bramburg) stark zugesetzt hatte. Alle drei sollen im übrigen von der nahegelegenen Burg des Riesen Kruko, der Krukenburg stammen. Mit etwas Phantasie sind noch heute die Spuren des Blitzes in der Nähe von Trendelburg zu sehen. Aber auch weniger phantasievolle Zeitgenossen empfinden den „Nassen Wolkenbruch“ zwischen Trendelburg und Friedrichsfeld als durchaus beeindruckenden, allerdings nur schwer zugänglichen Trichter mit einem See in 45 m Tiefe, den der Besucher auf einem Pfad umrunden kann.

Schwarzerle im Naturschutzgebiet „Bruchwald am Gahrenberg“ (Foto: Bogumil)

Strufus

"Niemanden Herr und niemanden Knecht, so war auch Strufus Art, ein hoher Sinn für Freiheit und Recht, mit hilfreichem Herzen gepaart!", heißt es in einer Inschrift über dem Dorfgemeinschaftshaus im Hofgeismarer Stadtteil Hombressen. Bis heute rankt sich manche Geschichte um den Wilddieb Strufus, der in alter Zeit armen und hungrigen Hombresser Waldbauern auch schon einmal ein Stück Wild vor die Haustür gelegt haben soll. Ihm zu Ehren wurde das steinerne Stufuskreuz im Lempetal errichtet, an der Stelle, wo der Wilddieb sein Leben ließ.

Naturpark Reinhardswald

Verschiedene Anrainerstädte und Gemeinden des Reinhardswaldes setzen sich gemeinsam für die Schaffung eines Naturparks Reinhardswald ein, nachdem es diesen nach dem Willen der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich nicht geben soll. Die Ministerin hatte die Initiative des Landkreises Kassel, einen Naturpark einzurichten, mit der Begründung abgelehnt, der Reinhardswald enthalte zu wenig Flächen mit Landschafts- und Naturschutzgebieten. Mit einer Unterschriftenaktion warb dagegen das Aktionsbündnis Jagdfreie Natur, vertreten durch die Anti-Jagd-Allianz aus Hofgeismar, für die Einrichtung des Naturparks.

siehe dazu:

NVV

Herbstlicher Reinhardswald - Blick von der Sababurg

Die Buslinie 190 ist ca. alle zwei Stunden auf der Strecke zwischen Hann. Münden und Hofgeismar über Reinhardshagen unterwegs. In Hofgeismar und Hann. Münden ist die Linie mit dem Bahnnetz verknüpft.

Die Linie 190 verbindet die Radwanderwege von Esse und Diemel mit der Weser. Außerdem ist der Tierpark Sababurg, das Dornröschenschloss, der Friedwald und der Reinhardswald mit weiteren Haltestellen dabei.

Vom 1. April bis 3. Oktober 2012 ist der AusflugsBus 190 zwischen Hann. Münden und Hofgeismar mit Fahrradanhänger unterwegs und bietet ein regelmäßiges Angebot am Wochenende und an Feiertagen.

siehe auch:

Sehenswürdigkeiten

Eco-Museum

Auf der Sababurg

Sababurg

Ursprünglich diente die Sababurg insbesondere dem Schutz des nahen Wallfahrtsorts Gottsbüren, nachdem hier in den Jahren 1330/ 1331 eine Wallfahrtskirche entstanden war. Mit dem Bau der Sababurg wurde am 19. April des Jahres 1334 begonnen, zur Zeit der Herrschaft des Erzbischofs von Mainz. Die Burg entstand allerdings gegen den erheblichen Protest des damaligen Landgrafen von Hessen, des Herzogs von Braunschweig und des Bischofs von Paderborn, auf deren Boden der Bau errichtet worden war.

Die heutige Sababurg entstand auf den Ruinen der 1334 erbauten "Zapfenburg" und wurde von Landgraf Wilhelm II. zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Jagdschloss im Reinhardswald wieder errichtet. Die Burg erhebt sich auf einem 346 m hohen Basaltkegel etwa 4 km östlich von Beberbeck und nahe der Stadt Hofgeismar.

Nach dem Siebenjährigen Krieg (bis 1763) verfiel das Jagdschloss, 1826 wurden drei Flügel der Burg abgerissen. 1959 wurde dann die Ruine zu einem Hotel umgebaut. Erhalten geblieben sind die Wallgräben, der östliche Treppenturm sowie Teile der Ringmauern mit den Flankentürmen.

Tierpark Sababurg

Gedenktafel am Tierpark Sababurg

Bereits im Jahre 1571 gründete Landgraf Wilhelm IV. am Fuße der Sababurg mitten im Reinhardswald auf über 130 ha Fläche einen Tierpark, einen der ersten in Europa.

1971 wurde der Tierpark durch den damaligen Kreis Hofgeismar wieder eingerichtet.

Auf dem Gelände des Tierparks befindet sich seit Anfang der 1980-er Jahre auch das Forst- und Jagdmuseum, das in einem diemelsächsischen Fachwerkhaus aus dem frühen 17. Jahrhundert untergebracht wurde, das ursprünglich im benachbarten Gottsbüren stand, abgetragen und wieder errichtet worden ist.

Urwald Sababurg

Der Urwald Sababurg ist ein ehemaliger Hutewald und heute ein etwa 92 ha großes, von alten Eichen dominiertes Naturschutzgebiet im Reinhardswald nahe der Sababurg.

Zu den Initiatoren des nordhessischen Naturschutzgebietes Urwald Sababurg gehörte der Maler Theodor Rocholl, der schon in seiner Jugend im Reinhardswald künstlerisch gearbeitet hatte.

Naturschutzgebiet
"Urwald Sababurg"

Aufgrund seines Engagements entstand ab 1907 in der Nähe der Sababurg der Urwald mit alten Eichen- und Buchenbeständen. Neben den unterhalb der Sababurg weidenden Pferden des Gestüts Beberbeck oder den Bildern aus dem bäuerlichen Milieu der Gegend rund um die Stadt Hofgeismar, gehören Bilder aus den geheimnisvollen Buchen-, Eichen- und Farnwäldern des Reinhardswalds zu den bevorzugten Motiven des Malers.

Mehr als 50000 Besucher im Jahr treffen heute auf eine unbewirtschaftete Waldfläche und auf bizarre Gebilde an Bäumen, Wurzeln und Totholz. Das Bild des ehemaligen Hutewalds (Weidewalds) hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert.

Wo in früheren Jahren auf dem "Kuhberg bei der Sababurg" Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen aus den umliegenden Dörfern in den Hutewald getrieben wurden, prägen heute mächtige alte Eichen und Buchen, Hainbuchen, Erlen und Birken, aber auch riesige Adlerfarnfelder und Pfeifengrasbestände die Flora. Wo früher das Vieh die jungen Bäume kurz hielt und Schweine im Wald mit Eicheln gemästet wurden, entstand ein Wald, der diesen Namen verdient und in dem sich insbesondere die Buche stark verbreiten konnte.

Schmale Wege führen heute durch die ehemalige Waldweide-Landschaft und vorbei an Adlerfarn-Feldern. Die Waldlandschaft verwandelte sich im Laufe der Zeit in ein Gebiet, in dem auch knorrige, teilweise 800-jährige Eichen und faszinierende Totholzstrukturen zu finden sind, die auch die ökologische Bedeutung des „Urwalds“ belegen.

Auf dem Wanderweg ins Donnebachtal kurz hinter dem Parkplatz Urwald (Reinhardswald bei Sababurg)

Weitere Sehenswürdigkeiten

Tierwelt

Tierwelt von besonderer Klasse

Vom Hirschkäfer bis zum Luchs haben viele seltene Arten im Reinhardswald ihren Lebensraum gefunden

König der Nacht: Der Uhu.
FOTO: BOGUMIL

Artikel aus HNA-online vom 9.10.09

Reinhardshagen/ Hofgeismar . Das "Besondere am Reinhardswald ist die Konzentration von vielen besonderen Arten", sagt Dr. Norbert Teuwsen, Leiter des Forstamtes Reinhardshagen, und zieht stolz Bilanz. Dass die Tierwelt in Hessens größtem Waldgebiet nicht nur vielfältig ist, sondern auch unter den Insekten, Vögeln und Säugern zahlreiche seltene und höchst schützenswerte Arten vorzuweisen hat, spreche für den intakten Wohn- und Lebensraum. So sei der nachtaktive Uhu hier ebenso beheimatet wie der Wanderfalke, der unter den Falken als besonders edel gelte.

Beide sind Felsbrüter und allgemein in ihrem Bestand hochgefährdet, ebenso übrigens wie der kleine, unauffällige Baumfalke oder der Schwarzstorch, der bereits seit zehn Jahren in der Region als Brutvogel zu Gast und auch dieses Jahr wieder gesichtet worden sei. Nicht zu vergessen der Kolkrabe, der zwar vielerorts vorkomme, aber dennoch eine Bereicherung der Vogelwelt darstelle sowie die Hohltaube, die in Höhlen alter Bäume zu Hause sei. Die Vögel präsentierten sich höchst unterschiedlich im Wirtschaftswald sowie im Urwald des Waldgebietes.

Gute Lebensbedingungen
Während im Ersteren eine Fülle an Singvögeln anzutreffen sei, beherberge der Urwald höchst seltene Vogelarten. "Nicht nur die Artenvielfalt ist entscheidend, sondern auch das Konzentrat an prominenten Vögeln macht das bunte Gesicht des Reinhardwaldes aus", betont Dr. Teuwsen.

Bezüglich der Insekten weist der Experte auf das Vorkommen des Hirschkäfers mit seinem imposanten Geweih hin. Auch sei der Nashornkäfer hier zu Hause ebenso wie der höchst seltene Eremit, die beide starke, alte Bäume wie beispielsweise die Solitäreichen als Lebensraum benötigten und deshalb im Reinhardswald gute Lebensbedingungen vorfänden. Aktuell sei auch eine nordische Libelle gesichtet worden, die in so vergleichsweise südlichen Gefilden äußerst selten anzutreffen sei.

Die Präsenz der Säuger prägten natürlich zum einen die Hirsche, die im deutschlandweiten Vergleich hier in besonders großer Anzahl vertreten seien, sowie die Wildschweine.

Fuchs, Waschbär, Hase, Marder und Iltis zählten zum üblichen Bestand.

Außergewöhnlich ist laut Dr. Teuwsen dagegen, dass im Reinhardswald schon seit vielen Jahren schätzungsweise 40 bis 50 Wildkatzen lebten, sich hier gut etabliert hätten und aktuell auch im Fokus von Forschungsprojekten der Universitäten Kassels und Göttingens stehen.

Seit Mitte der 90er Jahre scheinen auch Luchse im Reinhardswald zu leben. Fotos gebe es von den Nachtjägern zwar nicht, dafür sei eine Fähe mit zwei Jungen gesichtet und auch die signifikanten Paarungsrufe immer wieder gehört worden. (zch)

Männliche Wildkatze beim täglichen Pirschgang durch den Reinhardswald.
Foto: Bogumil

Tiere im Reinhardswald

Eine Auswahl:

siehe auch:

Tillyschanze

Die Tillyschanze, ein 25 m hoher Aussichtsturm, liegt am Osthang des Reinhardswalds. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt Hann. Münden.

Der Turm wurde in den Jahren 1881 - 1885 errichtet und soll an die Belagerung der Stadt durch den Feldherrn Tilly während des Dreißigjährigen Kriegs im Jahr 1626 erinnern.

Ergänzung:
In der Tat, die Anlage der Tillyschanze wurde seinerzeit an einem historischem Ort erbaut. Schon 1305 interessierte sich der hessische Landgraf Heinrich für diesen Bergvorsprung. Als er den damals bis an Münden heranreichenden Reinhardswald in Besitz nahm, hatte er nichts Eiligeres zu tun, als über dieser braunschweigischen Stadt, deren Stapelrecht ihm ein Dorn im Auge war, wohl am Ort der heutigen Tillyschanze die Hesseburg anzulegen. Das gab auf der anderen Seite der Grenze erheblichen Ärger.

Um den Streit nicht eskalieren zu lassen, traf sich 1306 in Fulda der braunschweigische Herzog Albrecht II. mit dem hessischen Landgrafen. Beide verhandelten in Gegenwart des Königs. Beschlossen wurde, die Hesseburg innerhalb von 14 Tagen wieder abzureißen. Dies geschah wohl auch. Geblieben ist der mächtige Graben, der noch heute um die Aussichtsanlage herumläuft.

Der Name Tillyschanze hat wahrscheinlich mit dem Feldherrn Tilly nichts zu tun. Genannt wird diese Bezeichnung 1719 und 1720 auf Landkarten als Tillischanze und Dillischanze.

Diese Formulierungen könnten sich sehr wohl von dem niederdeutschen deile beziehungsweise deelen ableiten, was hochdeutsch teilen bedeutet. Mit einem solchen Ausdruck wurden vor dem 16. Jahrhundert Grenzen bezeichnet.

So gesehen, war die Tillyschanze eine an einer Grenze liegende Schanze. Dies trifft ohne Zweifel für die verbliebene Grabenanlage der Hesseburg zu, die seit vielen Jahrhunderten unmittelbar an der hier verlaufenden wichtigen Grenze zwischen Braunschweig und Hessen lag. Es ist dem Flumamenexperten Günther Kaerger zu verdanken, hier die Heimatforschung auf die richtige Spur gesetzt zu haben. Übrigens haben die Bezeichnungen Dielengraben und Thilebach die gleiche Ableitung.

Helmut Saehrendt, Kassel

Unterwegs im Reinhardswald

Sitzgruppe am Kraterrand des Nassen Wolkenbruchs

Wandern und Radwandern

Radwandern

Märchenland-Radrundweg

Der 103 km lange Märchenland-Radrundweg wurde am 14. April 2013 mit einer kleinen Feier am Rothenkühler Teich zwischen Burguffeln und Immenhausen offiziell eröffnet. Zwei Jahre nach Baubeginn wurde der Rad-Rundweg um den Reinhardswald bis auf wenige Stellen durchgehend asphaltiert.

Reinhardswald-Radweg

Der Reinhardswaldradweg verläuft von Kassel über Vellmar, Espenau, Immenhausen (mit dem Glasmuseum), vorbei am Kaiserteich im Reinhardswald, an Hombressen, am Tierpark Sababurg, über Gottsbüren bis zum Trendelburger Ortsteil Wülmersen.

Ab hier führt der Diemel-Radweg weiter bis nach Bad Karlshafen.

Wandern

Archäologisches Denkmal Ahlberg

Bushaltestelle Ahlberg

Etwa zwei Kilometer östlich der Ortsmitte Mariendorfs erhebt sich der 394,6 Meter hohe Ahlberg, an dessen Westflanke die kleine Ahlberg-Siedlung liegt. Der Ahlberg liegt am Westrand des großen Waldgebietes des Gutsbezirkes Reinhardswald. Sein Plateau hat eine Größe von 1,25 Hektar und ist nach allen Seiten befestigt. Es wird von einem Wall mit vor gelagertem Graben umschlossen, der an der Nord- und Ostseite fast gradlinig, an der Süd- und Westseite jedoch leicht bogenförmig verläuft. An der Südwestseite befand sich früher eine Tongrube, deren Zufahrt Graben und Wall unterbricht. Einige andere muldenförmige Vertiefungen im Bereich um das Plateau sind ebenfalls auf diese Materialgewinnung zurückzuführen. Im Südost- und Ostverlauf sind Wall und Graben gut sichtbar erhalten.

Als ursprünglicher Aufbau der heute als Wälle sichtbaren Befestigung ist Mauerwerk anzunehmen, da an einigen Stellen der Außenseite des Walls erkennbare Steine auf eine Mauerfront hin deuten. Form und Ausführung der Gräben und Wälle lassen auf Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung schließen, die eine ältere eisenzeitliche Anlage überlagert, was Funde aus dieser Zeit bezeugen. Inmitten der frühmittelalterlichen Wehranlage wurde im Spätmittelalter an der höchsten Stelle ein Wartturm, wahrscheinlich als Pendant zur in Sichtweite befindlichen Udenhausener Warte, errichtet. Vom Ahlberger Wartturm sind noch Teile eines mächtigen Mauerfundaments erhalten. Reste einer Ringmauer, die um den Turm herum eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern umschloss, sind im Gelände erkennbar.

Am Ahlberg wurde, ähnlich dem Gahrenberg, vom 18. Jahrhundert an bis 1925 Braunkohle untertage mit Hilfe eines Schrägstollens abgebaut. Von diesen Aktivitäten zeugen nur noch wenige Relikte, so ein Natursteinfundament mit vier eingelassenen Gewindestangen und der aus Backstein errichtete, etwa sieben Meter hohe Be- und Entlüftungsschacht an der Hauptstraße der Ahlberg-Siedlung.

Seit Herbst 2007 führt ein weiterer Rundweg des EcoMuseums Reinhardswald unter der Bezeichnung „EcoPfad Ahlberg-Mariendorf“ über den Ahlberg.

Zwei Schautafeln erläutern die geologischen und archäologischen Besonderheiten des Ahlbergs. Der Weg ist von der Bushaltestelle Ahlberg aus gut beschildert und problemlos begehbar.

Märchenlandweg

Etappe 25 des Märchenlandwegs verläuft von Hofgeismar über Schöneberg, Carlsdorf und Hombressen zur Sababurg im Reinhardswald.

Wandertipp 3

Weitere Wandertipps

  1. Auf dem Westweg durch den Reinhardswald - siehe auch: Reinhardswald Westweg
  2. Auf den Spuren des Bergbaus: Der Wandertipp führt von Reinhardshagen (Ortsteil Veckerhagen) zum Gahrenberg und zur ehemaligen Braunkohlenzeche Gahrenberg im Reinhardswald.
  3. Durch Wald und Elsterbachtal: die Rundwanderung beginnt und endet in Wilhelmshausen, einem Ortsteil von Fuldatal, an der Fulda gelegen.
  4. Vom Tierpark Sababurg durch den Reinhardswald
  5. Wandern am Rand des Reinhardswaldes: der Ausflugstipp des Rhönklubs Kassel startet auf dem Fuldauferweg in Wilhelmshausen und führt nach Simmershausen.

siehe auch:

Wasser bergauf

An der Landesstraße 763 zwischen Gieselwerder und Gottsbüren beschreibt ein Gedicht den vermeintlich wundersamen Anblick eines Wasserlaufs im Reinhardswald. Seit 2011 findet sich hier eine neue Hinweistafel:
Beim Wandern durch den Reinhardswald
macht man an einem Bächlein halt.
Ein Wunder nimmt hier seinen Lauf,
es fließt tatsächlich das "Wasser bergauf ...".

Tatsächlich fließt der kleine Bach hier nur scheinbar bergauf und das Phänomen beruht auf einer sehenswerten optischen Täuschung. Der nahezu waagerechte Mühlengraben, der hier für den Betrachter hangaufwärts zu fließen scheint, führt zur Mühle Quentin. Nachdem die Besitzer der Mühle das Wasserrecht für die Stromerzeugung aufgegeben hatten, nahmen sich die Gemeinde Oberweser und der Heimat- und Verkehrsverein der Sache an und nach einer umfangreichen Abstimmung mit der Oberen Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Kassel (wegen des Wasserrechts), dem Landesbetrieb Hessen-Forst und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel sowie der Kreisverwaltung konnte die Gemeinde Oberweser das Wasserrecht für 500 Meter Mühlengraben beidseits der L 763 übernehmen.

Wildgatter und Jagd

Bei der Jagd im Reinhardswald
(Foto: BOGUMIL)

Wildschutzgebiet

Nicht unumstritten ist das im Süden des Reinhardswaldes auf einer Fläche von etwa 100 qkm - seit dem Jahre 1867 - eingezäunte Waldgebiet, das als Wildschutzgebiet und Staatsjagdrevier dient.

Ein 76 Kilometer langes Gatter verläuft rund um dieses Wildschutzgebiet und sorgt unter anderem dafür, dass sich das Rotwild hier stärker vermehrt als sonst in freier Wildbahn.

Während sich besonders Jäger, aber auch Naturbeobachter über die stattliche Wilddichte freuen, sprechen sich Kritiker für die Beseitigung des Zauns aus.

Inzwischen wurde beschlossen, 15 Kilometer des Gatters zwischen Hann. Münden und der Sababurg zu erneuern.

Ein wenig erinnert das Gatter an die ehemaligen Jagdgebiete der Landgrafen von Hessen-Kassel. Mancher Wald wurde damals als Hochwildgatter für die Parforcejagden genutzt und war damit vor Rodung geschützt.

Übrigens: heutzutage ist die Jagd keineswegs reine Männersache. Jägerinnen sind längst keine Exotinnen mehr. Bei den Jägerlehrgängen in der Region stellen Frauen bereits über ein Drittel aller Teilnehmer.


Der dem Wolf ins Auge blickte

aus: HNA-online vom 20.5.2008

Jochen Dörbecker hat das Foto geschossen, das die Existenz des Wolfes im Reinhardswald beweist

Trendelburg. Der Tag, an dem Jochen Dörbecker ein Foto schoss, dessen Motiv bei Fachleuten und in den Medien als sensationell eingestuft wurde, begann wie jeder andere Tag, an dem der pensionierte Lehrer aus Trendelburg auf die Jagd geht - früh aufstehen, Gewehr, Rucksack sowie Kamera nehmen und ab in den Reinhardswald. Am Mittwoch, den 7. Mai 2008, um 7 Uhr 15 gelang Dörbecker im größten Waldgebiet der Nordspitze Hessens ein einzigartiger "Schuss". Er fotografierte aus geschätzten 50 Metern Entfernung einen Wolf.

Das scheue Wildtier wurde zuletzt vor 150 Jahren in der Region gesichtet. ... (ziv)

siehe auch

Foto von einem Ausstellungsplakat


Weblinks und Quellen

Weblinks

Quellen

  1. HNA.de vom 10.5.11: Wiesbaden erteilt Naturpark Reinhardswald eine klare Absage
  2. HNA-online vom 5.12.2014: Reinhardswald - Mittelalter hat sich im Waldboden erhalten
  3. HNA-online vom 14.5.13: Hermann-Josef Rapp begeisterte tausende Menschen für den Reinhardswald