Reinhard Kahl

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Reinhard Kahl

Reinhard Kahl ist SPD-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Frankenberg/ Bad Wildungen.

Kurzbiografie

1967 Abitur an der Edertalschule Frankenberg, von 1967 bis 1971 Studium an der Justus- Liebig- Universität Gießen (Fächer: Politik, Mathematik, Pädagogik), von 1972 bis 1983 Realschullehrer und Konrektor.

Seit 1967 Mitglied der SPD.

Langjähriger Vorsitzender des SPD- Ortsvereins Allendorf/Eder. Von 1972 bis 1993 und seit 2001 Mitglied des Kreistags Waldeck- Frankenberg, von 1980 bis 1991 und seit 2001 Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion.

Mitglied der 10. Bundesversammlung.

Abgeordneter seit 25. September 1983; seit 5. April 1999 finanzpolitischer Sprecher der SPD- Fraktion, seit 5. April 1999 haushaltspolitischer Sprecher der SPD- Fraktion, seit 11. Februar 2003 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD- Fraktion, von 5. April 1999 bis 11. Februar 2003 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD- Fraktion; von 28. April 1995 bis 4. April 1999 Vorsitzender des Unterausschusses für die Stellenpläne.

Seit 2003 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD- Landtagsfraktion.

Ein Portait

Er ist schon da. Egal, welcher Festakt im Landkreis begangen wird: Reinhard Kahl steht am Rednerpult oder sitzt zumindest in den Zuschauerreihen. Und dabei bleibt der SPD-Mann meist nicht nur die obligatorischen 15 Politiker-Minuten. Volksnah ist ein Attribut, das auf den gebürtigen Allendorfer, der in Herzhausen wohnt, zutrifft wie auf kaum einen zweiten in der regionalen Politikerriege.

Wenn Andrea Ypsilanti Anfang November zur Ministerpräsidentin gewählt wird, soll Reinhard Kahl Finanzminister werden. Seine Arbeit sieht Kahl als Dienst für die Menschen in der Region. Und die müsse man eben da abholen, wo sie sind, lautet ein Leitsatz des Sozialdemokraten.

In mehr als 30 Vereinen ist Kahl im Landkreis Mitglied. Früher, da hat er aktiv in Allendorf-Eder gekickt. Später, als Jugendtrainer, dem heutigen Bürgermeister Claus Junghenn die Finessen des Fußballspiels beigebracht. Auf seinen alljährlichen Sommertouren – mittlerweile eines seiner Markenzeichen – tourt er durch Orte, besucht Firmen, spricht mit den Menschen. Und das nicht nur in Wahljahren. Wenn er einmal nicht in Sachen Politik unterwegs ist, erkundet er das Waldeck-Frankenberger Land gerne mit dem Fahrrad. Oder er geht mit seiner Frau Annette Westmeier-Kahl am Edersee spazieren. Dann genießt er die Ruhe und die Schönheit der hiesigen Landschaft.

Politisch ist er oft um Ausgleich bemüht. „Ich benutze nicht die Brechstange, ich suche den Kompromiss“, hat er unserer Zeitung mal in einem Gespräch gesagt. Politik, das hieße für ihn, auch dicke Bretter zu bohren. Dabei muss er auch Rückschläge einstecken. Bei der Landtagswahl 2003 verlor Kahl nach zwei Jahrzehnten als Dauersieger sein Direktmandat an die CDU-Abgeordnete Claudia Ravensburg. Über die Landesliste rettete er sich in den Landtag.

Ruhiger ist es um ihn seither nicht geworden. Ob Kreisthemen wie die Bahnstrecke von Frankenberg nach Korbach oder die Fusion der dortigen Krankenhäuser – Kahl mischt mit und kann bei solchen Themen unverrückbar an einer Position festhalten. Das kommt bei der Basis offensichtlich an. Reinhard Kahl gilt in Waldeck-Frankenberg als „Mister 100 Prozent“: Bereits seit sechs Amtszeiten Mitglied des Landtages, bekam er zuletzt im Februar vergangenen Jahres 100 Prozent der Stimmen für die Nominierung des SPD-Landtagskandidaten im Wahlkreis 6 Bad Wildungen/Frankenberg. Und den hat er dann wieder direkt gewonnen.

Quelle: Matthias Müller, HNA Frankenberg

siehe auch

Weblinks

Reinhard Kahl im Internet