Reinersen

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Reinersen ist eine Ortswüstung im Bereich des heutigen Ortsteils Mariendorf der Stadt Immenhausen und des Gutsbezirkes Reinhardswald. Der ehemals bedeutende Ort mit vielen Töpfereien und vermuteter Kirche (Ruine) lag in der Senke südlich des Ahlberges an der über Holzhausen kommenden mittelalterlichen Straße.

Geschichte

Schon 1019 und 1020 wird der Ort Reginhereshuson und Rechinherishusun genannt. Anfang des 12.Jahrhunderts heißt er Reinhardessun. Das Kloster Helmarshausen besaß dort sechs Hufen Land(WenckII, Urk.Buch S.62). 1440 wird die Gemarkung bereits als "in der Feldmargke zu Ymmenhusen" und als wüst bezeichnet. (Landau,Georg,Wüstungen,Kassel, 1858)

Im Jahr 1455 heißt es im Salbuch von Grebenstein: „"Dis ist nun ein wustunge genant Reinhardessenn.“

Historisch lag der Ort im Gericht Sababurg, nach Wüstlegung und Zugehörigkeit zu Immenhausen im Gericht Grebenstein.

Der kurz nach 1100 genannte Name Reinhardessun ist die erste Nennung dieses Namens im Gebiet des Reinhardswald. Die frühe Nennung vor der Gründung der Städte stellt einen Zusammenhang beider Namen her und lässt die Benennung des Reinhardswaldes nach dem Ort Reinhardessun erkennen.

Das Wort Wüstung steht für ehemalige Dörfer des Mittelalters, für kleinere und größere Ansiedlungen in der Größe von sechs bis zehn Höfen, die von den Bewohnern aus verschiedenen Gründen verlassen wurden und verfallen sind.

siehe auch

Weblinks und Quellen