Reiner Finkeldey

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prof. Reiner Finkeldey

Prof. Reiner Finkeldey (*1962 in Minden) ist der Präsident der Universität Kassel.

Werdegang

Finkeldey studierte Forstwissenschaften in Göttingen und schloss sein Studium mit Diplomprüfungen in Forstwissenschaft der gemäßigten Breiten und tropischer/subtropischer Forstwissenschaft ab. Für seine Dissertation zur Erhaltung forstgenetischer Ressourcen untersuchte er genetische Variationsmuster bei Baumarten auf Taiwan (1988-1989) und in Deutschland. Nach Abschluss der Promotion arbeitete er für zwei Jahre in einem Projekt der FAO mit Sitz in Los Baños, Philippinen, über die Züchtung von Bäumen in Asien.

Als Habilitationsstipendiat der DFG untersuchte er das Paarungssystem von Teak in Thailand mit Forschungsaufenthalten in Bangkok, Umeå, Schweden, und Göttingen.

Von 1997 bis 2001 war Finkeldey als Populationsgenetiker an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf (Schweiz) tätig, bevor er einen Ruf an die Universität Göttingen auf die Professur für Forstgenetik und Forstpflanzenzüchtung annahm.

Das Angebot auf einen Lehrstuhl (Chair) für Plant Biology an das University College Cork (Irland) lehnte Finkeldey 2011 ab.

An der Uni Göttingen war er Vizepräsident, Dekan der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie sowie Mitglied des Senats der Universität.

Forschungsschwerpunkte

  • anpassungsrelevante genetische Variation bei Waldbäumen an Umweltveränderungen
  • Zusammenhänge von genetischer Variation mit Artendiversität und Ökosystemmanagement
  • genetische Variation bei Pflanzen der Tropen

Vizepräsident der Universität Göttingen

Seit dem 1. April 2013 war Finkeldey Vizepräsident der Universität Göttingen. Der Senat der Universität hat ihn am 14. November 2012 für eine Amtszeit bis zum 31. März 2015 gewählt. Da seine Amtszeit als Uni-Präsident offiziell erst im Oktober 2015 begann, kam es nicht zu einer Überschneidung dieser Tätigkeiten.[1]

Wahl zum Uni-Präsidenten in Kassel

Am 28. Januar 2015 setzte sich der damals 52-jährige Finkeldey im vierten Wahlgang gegen seinen Konkurrenten Prof. Winfried Speitkamp, der zu diesem Zeitpunkt Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften an der Universität Kassel war, durch.[2] Finkeldey erhielt in der entscheidenden Wahlrunde im erweiterten Senat 25 von 33 Stimmen. Es gab sechs Gegenstimmen, zwei Stimmzettel waren ungültig abgegeben worden. Damit trat er die Nachfolge von Prof. Rolf-Dieter Postlep an, der insgesamt 15 Jahre lang an der Spitze der Kasseler Hochschule stand.

Die Wahlprozedur im Kasseler Gießhaus zog sich mehr als zwei Stunden lang hin. In den ersten drei Wahlgängen hatte keiner der beiden Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit (18 Stimmen) bekommen. Weil auf Finkeldey mehr Stimmen entfielen als auf Speitkamp, ging der Göttinger den Wahlregeln zufolge allein in den vierten Wahlgang. Dann klappte es auf Anhieb mit einer deutlichen Mehrheit.[3]

Privatleben

Finkeldey ist verheiratet und lebt in Göttingen.[4]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Finkeldey als Vizepräsident an der Universität Göttingen
  2. Aus goettinger-tageblatt.de vom 29. Januar 2015: Göttinger Forstgenetiker Finkeldey wird Präsident der Universität Kassel
  3. Aus HNA.de vom 28. Januar 2015: Neuer Präsident der Uni Kassel kommt aus Göttingen
  4. Aus HNA.de vom 29. Janaur 2015: Präsidentenwahl der Uni Kassel: Zitterpartie bis zum Schluss