Rathaus in Hann. Münden

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Die reich verzierte Schauseite des Hann. Mündener Rathauses
Das Rathaus in Hann. Münden

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Hann. Münden gehört der Marktplatz mit Weserrenaissance-Rathaus der Stadt.

Das Bauwerk wird besonders geprägt durch die Renaissancefassade aus dem Jahr 1603, das Glockenspiel und die prächtige Eingangstür.

Geschichte

Architektur der Weserrenaissance

Im Weserbergland entstand etwa zwischen 1520 und 1640 mit der sogenannten Weser-Renaissance eine eigene Architektur.

Zu Beginn waren es daher oft niederländische Bauleute, die im Auftrag der Landesherrn an die Weser kamen und dort dem gesteigerten Dekorationsbedürfnis mit ihren detaillierten Schmuckformen Rechnung trugen.

Aber auch das Bürgertum und die Räte der aufblühenden Handelsstädte waren damals selbstbewusst geworden, so dass sie sich die Schlösser des Adels zum Vorbild nahmen und mit den aktuellen Dekors aller Welt zeigten: Schaut her, wir sind auch wer!

Dies kam auch beim Umbau des Mündener Rathauses in den Jahren 1603 bis 1618 zum Ausdruck.

Das Mündener Rathaus

Der Urspungsbau des Rathauses wurde um 1200 errichtet. Bis 1618 erfolgte dann der Umbau im Stil der Weserrenaissance unter Georg Crossmann, wobei das Rathaus mit einer Schmuckfassade versehen wurde.

Figurengruppe des Glockenspiels

Bereits seit dem Mittelalter und bis zum heutigen Tag ist das Rathaus in Hann. Münden der Sitz der örtlichen Obrigkeit. Heute befinden sich hier Teile der Stadtverwaltung, das Standesamt und die Tourist-Information.

Das Rathaus wurde in den Jahren 1603 bis 1618 unter dem Baumeister Georg Crossmann aus Lemgo umgebaut und erhielt seine unverwechselbare Schmuckfassade. Die Reste eines Staffelgiebels aus dem 14. Jahrhundert sind an der Südseite des Gebäudes zu erkennen.

Zu entdecken gibt es am Rathaus aber auch Holzherzchen der Hochzeitspaare, Inschriften und Wappen, Hochwassermarken und die Elle neben dem Schmuckportal, die Maßeinheit zu Zeiten des früheren Markttreibens.

Aus dem 14. Jahrhundert stammt auch der sehenwerte gotischer Saalbau im Innern des Bauwerks.

Die untere Rathaushalle (ehemaliges "Koph-Hus") beheimatet Wandmalereien von 1927-29 mit Auszügen aus der Stadtgeschichte. In der oberen Rathaushalle, dem ehemaligen "Hochtiedshus" (Hochzeitshaus), finden heute Ausstellungen statt.

Glockenspiel

An der nördlichen Schmuckseite des Rathauses erklingt täglich um 12.00, 15.00 und 17.00 Uhr ein Glockenspiel mit einer Szene aus dem Leben des weltberühmten Doktor Johann Andreas Eisenbart.

Dazu erscheint ein Figurenumlauf mit einer Szene aus dem Wirken des Wanderarztes.[1]

Rathaus-Ansichten

Rathaus - Ansicht
Gestern: Dies ist eine der ältesten Aufnahmen des Mündener Rathauses. Das Foto ist um 1890 entstanden. Zu der Zeit befand sich die Ratsapotheke in einem der unteren Räume. (zpy) Foto: Sammlung Hartung
Heute: Das Rathaus in Hann. Münden - Aufnahme aus dem Jahr 2013

siehe auch

Weblinks und Quellen

Die untere Rathaushalle

Quellen

  1. Eisenbart-Infos auf der Homepage der Stadt Hann. Münden

Weblinks