Radler Partnerschaftstour von VIRE nach SANSE in Spanien

Aus Regiowiki

Von der Partnerstadt VIRE in Frankreich zur Partnerstadt SANSE in Spanien, Partnerstadt von Baunatal seit 28. August 1990.

Inhaltsverzeichnis

TOUR VIRE - SANSE

HNA Bericht 20.08.2009 v. Ingrid Jünemann
































Ausreißer auf Abwegen

Foto von Jean-Claude Leroy/nh

CHATEAUBRIANT. An die 30 Grad Hitze, aber ein bisschen Wind von vorn zum Kühlen, so beschreibt Wilfried Albrecht die Bedingungen der ersten Etappe der Baunataler Partnerschaftstour vom französischen Vire ins spanische Sanse. 154 Kilometer Strecke mit 1560 Höhenmetern hätten alle 22 Radler gut bewältigt, meldete der Cheforganisator per Handy. Allerdings: „Die ersten 25 Kilometer hatten es in sich" - die sehr hügelige Normandie war schuld. Auf diesem Teilstück eskortierten übrigens einige Kollegen vom Virer Verein V.C.B, die deutschen Fahrer. Diese fahren in zwei Leistungsgruppen, angeführt von Wolfgang Knatz (Breitenbach) und Ingo Koch (Großenritte.) Manchmal gibt es auch Ausreißer - so wie am ersten Tag Hans-Günter Jakob (Altenritte) und Wolfgang Weigand (Altenbauna). Die verfuhren sich prompt, kamen aber dennoch wohlbehalten im Hotel in Chateaubriant (Region Pays de la Loire) an. Dort ging es gestern auf den zweiten Ritt: 164 Kilometer und 1100 Höhenmeter bis in die Vendee. (ing)


Markttag beschert Umweg

FONTENAY / COCNAC. „Alle sind munter und gut drauf. Diese erfreuliche Botschaft schickte Initiator Wilfried Albrecht nach der zweiten Etappe der Tour de Jumelage 2009 einer Baunataler Radsportgruppe in die nordhessische Heimat. Auf der 1250 Kilometer langen Partnerschaftsfahrt von Vire (Frankreich) nach Sanse (Spanien) hatte das 22köpfige Fahrerfeld den längsten Tagesabschnitt zu ab solvieren. Das aus den 164 geplanten Kilometern von Chateaubriant nach Fontenay-sur-Comte schließlich 180 wurden, lag an zwei nicht einkalkulierten Umwegen. „Zunächst wollten unsere Navigationsgeräte nicht so funktionieren wie sie sollten. Wir kamen zu weit westlich vom eigentlichen Kurs ab", erklärte Albrecht. Schließlich, so der Baunataler Architekt weiter, bereitete die Überquerung des Flusses Loire einige Probleme, weil die Innenstadt von Ancenis wegen Wochenmarktes gesperrt war und umfahren werden musste. Dafür hatten die Fernfahrer das Wetter auf ihrer Seite. Die Hitze des Starttages war einem bewölktem Himmel gewichen, aus einige wenige Regentropfen auf die Radler herniedertröpfelten. Lediglich die vierköpfige Begleitmannschaft musste einmal vor einem plötzlichen Regenguss in ihre Kleinbusse flüchten.

Friedhelm Noll (Großenritte) plagte sich gestern auf dem dritten Teilstück mit einemdefekten Hinterrad herum. Für die anderen Teilnehmer war die Kurzetappe (108 km) in die berühmte Weinbrandstadt Cognac bei angenehmen 25 Grad und leichtem Wind eine reine Vergnügungsfahrt. Das wird sich allerdings wieder ändern. Spätestens wenn Montag die Pyrenäen erreicht werden, (wie)


Himmelsstürmer erobern Pyrenäen

„Das war schon hammerhart, aber ein tolles Erlebnis", erklärte Cheforganisator Wilfried Albrecht gestern am Tlefon. Gerade Albrecht hatte er gemeinsam mit Klaus Döring (auch Großenritte) und dem als „Auffänger" den Abschluss der Gruppe bildenden Spitzenfahrer Roland Berle (Guntershausen) den 1057 Meter hohen Pass von Ronceveaux erklommen.

Vom Jakobspilger-Ort St. Jean-Pied-de-Port (Frankreich) hatten die 22 Pedalritter aus Nordhessen auf ihrer sechsten Tagesetappe bei wolkenverhangenem Himmel eine 20 Kilometer lange Steigung mit rund 1000, Höhenmetern zu bezwingen. Nicht in der Gruppe, sondern allein für sich bewältigte jeder den gewaltigen Anstieg. Die Passhöhe selbst lag in dichtem Nebel. In Windjacken gehüllt jagte das Fahrerfeld dann in rasender Abfahrt dem Etappenziel Pamplona ent- Pamplona entgegen, das gestern alle Radler wohlbehalten gegen 16.30 Uhr erreichten.

Dass die Tour bis dahin noch manchen Tropfen Schweiß fordern würde, wurde den Fernfahrern beim Abschied aus der Weinbrand-Metropole Cognac schnell deutlich. „Die Sonne bretterte uns bei Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad gewaltig auf die Köpfe", schilderte Fahrtleiter Albrecht die Hitzeschlacht der vierten Etappe (145 km) durch die Weinberge um Bordeaux. Die Fahrt durch den berühmten Weinort Saint Emilion wurde dem nordhessischen Fahrerfeld allerdings von der Polizei verwehrt - zu viele Touristen im Ort! Also raus aus dem Sattel und Ortsbesichtigung per pedes. In Richtung Etappenziel Langen erfolgte darin alle 20 Kilometer ein kurzer Stopp, um frisches, kälteres Trinkwasser zu fassen. „War schon grenzwertig"

Zu Beginn des fünften Abschnitts von Langen nach Salies de Bearn (153 km) legte der Baunatal-Express auf den ersten 110 Kilometern mit einem 28er-Schnitt ein zügiges Tempo vor. Das dann allerdings in der Schlussphase durch zwei steile Anstiege stark gebremst wurde. „Das war schon grenzwertig, was uns da abverlangt wurde", erklärte Albrecht zur Tortur auf der Tour. Aber selbst vier platte Reifen konnten die gute Stimmung im Team nicht drücken.

Albrecht:

„Wir sind alle happy. Die Landschaft ist schöner und die Straßen besser als auf der Fahrt nach Vire im vergangenen Jahr."

Und das galt es zwischendurch gebührend zu feiern. In Cognac. Und womit? Natürlich mit einem Gläschen des berühmten gleichnamigen Weinbrands. Na, dann Prosit -auf eine gutes Gelingen! (wie)


Mächtig in Fahrt vor Härtetest

AGREDA (SPANIEN).

„Habt ihr denn alle Elektromotoren an euren Rädern?" So witzelte Ausdauerspezialist Wolfgang Weigand (Altenbauna) über das flotte Tempo, das seine Weigand 21 Mitstreiter auf der siebten Tagesetappe von Pamplona nach Agreda (125 km/1290 Höhenmeter) vorlegten. Zwei steile Hügel „Bis zu Kilometer 70 fuhren wir einen Schnitt zwischen 35 und 40 Stundenkilometern", erklärte Fahrtleiter Wilfried Albrecht (Großenritte) per Handy aus Spanien. Erst im letzten Drittel des Tagesabschnitts wurde das Nordhessen-Team gebremst, als sich zwei steile Hügel und der gewaltige Schlussanstieg (vier Kilometer mit 250 Höhenmetern) noch einmal als echter Härtetest erwiesen. Weniger das Wetter, das zunächst recht kühl war, später dann zu schwülwarm wechselte, machten den in zwei Leistungsklassen fahrenden Sattelhelden zu schaffen. Dafür aber die Lastwagen, die auf der Nationalstraße 120 in geringem Abstand an den Radfahrern vorbeidonnerten. Doch bis auf kleine technische Probleme verlief alles glatt. Die Schauenburger Rudi Schotte (Hoof) und Bodo Peter (Elgershausen) mussten jeweils platte Reifen wechseln. Wilfried Austrup (Altenbauna) beklagte ein defektes Vorderrad, (wie)


Harte Arbeit in 1000 Meter Höhe

SIGÜENZA (SPANIEN). Die Radsport-Karawane aus Baunatal rollte auch am achten Tag unbeirrt ihrem Ziel entgegen, das jetzt nur noch 130 Kilometer entfernt ist. Auf ihrer Städtefreundschaftstour von Vire (Frankreich) nach Sanse (Spanien) haben die nordhessischen Ausdauersportler schon über 1000 Kilometer absolviert. Heute, Donnerstag, werden sie vor dem Rathaus der Partnerstadt San Sebastian de los Reyes (Sanse) vor den Toren der Hauptstadt Madrid am Ziel ihrer Träume sein.

Die Etappe von Agreda in der Provinz Navarra nach Sigüenza (126 km) hatte es aber noch einmal in sich. Denn mit dem ersten Anstieg des Tages musste das Dach der Fernfahrt erklommen werden. Bis auf die Höhe von 1198 Metern führte der Anstieg die beiden Leistungsgruppen hinauf auf den La-Carrasca-Pass. Selbst in den Pyrenäen ging es nicht so hoch hinaus. Aber alle schafften auch diesen letzten Kraftakt mit Bravour.

„Das war noch einmal ein hartes Stück Arbeit, denn wir hielten uns die ganze Fahrt über in der Höhe von 1000 Metern auf, erklärte Ingo Koch, Leitwolf der zweiten Leistungsgruppe. Der Radsport-Routinier aus Großenritte schilderte am Telefon die Besonderheiten der spanischen Landschaft: „Man fühlt sich in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt.

Die Dörfer, die sehr weit auseinander liegen, vermitteln mit ihren sehr alten Gebäuden einen etwas zurückgebliebenen, ärmlichen Eindruck." Doch auf den Straßen geht es modern zu. Viel Verkehr und Baustellen. Koch: „Einmal wurden wir vor einer Baustelle von der Polizei gestoppt, weil erst die Lkw auf der einzigen Spur durchgelassen wurden."

Ansonsten lief fast alles nach Plan. Zwei Reifenplatzer in der Führungsgruppe von Wolfgang Knatz (Breitenbach) - kein Problem. Ein Fahrer musste wegen Kreislaufproblemen eine kurze Auszeit im Begleitbus nehmen. Doch auch er meldete sich bald wieder fit und wird heute die letzten Kilometer dem Ziel entgegenrollen, (wie)


Letzter Schweiß vor Triumph

HNA Bericht am 28.08.2009 von Ingrid Jünemann und Rolf Wiesemann
Fotos v. Flohr
































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