Raabes Felsenkeller

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Bis 1913 fanden die Maifeiern der Kasseler Gewerkschaften in Raabes Felsenkeller in Wolfsanger statt. In der Stadt Kassel war es damals verboten, den 1. Mai (Tag der Arbeit) mit Umzügen und Demonstrationen zu begehen. Aus allen Teilen Kassels zogen daher Arbeiter zunächst bis zur Stadtgrenze, entrollten hier ihre Transparente entrollten und marschierten mit Musik durch Wolfsanger zu Raabes Felsenkeller, einem bis zur Zerstörung im II. Weltkrieg populären Ausflugslokal.

Das Lokal lag oberhalb von Wolfsanger, zwischen Höheweg und Bossental. Durch den Landwirt und Brauereibesitzer Gustav Otto Raabe, der von 1884 bis 1892 auch Bürgermeister in Wolfsanger war, entstand ein Felsenkeller zum Erhalt des im Winter gewonnenen Eises und eine Gastwirtschaft. Von Raabes Felsenkeller ging der Blick über Heiligenrode, Kassel und das Fuldatal, den Habichtswald bis hin zum Dörnberg.

Ein Bombentreffer zerstörte am 3. Oktober 1943 das Wirtshaus.

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