Raab-Katzenstein Flugzeugwerke

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Die Raab-Katzenstein-Flugzeugwerke GmbH, die in Kassel bis 1930 bestand, wurden von den Piloten Antonius Raab (geboren am 30. 4. 1897 in Neuss, gestorben am 13. 3. 1985 in Genua, Italien) und Kurt Katzenstein (geboren: 7.2.1895 in Kassel, gestorben: 6.12. 1984 in Afrika) gegründet.

Kurt Katzenstein war während des ersten Weltkrieges Pilot in der Richthofenstaffel. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wanderte er nach Palästina aus und wurde 1948 Chefpilot einer israelischen Fluggesellschaft.

Antonius Raab war Flugzeugbauer und sorgte im Jahre 1924 als Pilot für Schlagzeilen, als er mit einem Doppeldecker den Bogen der 1945 gesprengten Fuldabrücke in Kassel durchflog. Ab 1933 flüchtete er aus Deutschland und lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Italien.

Beide waren auch als Piloten bei der Eröffnung des Flugplatzes in Kassel-Waldau im Jahre 1924 beteiligt. Die Eröffnung des Kasseler Verkehrsflughafens war damals das lokale Großereignis in der Stadt. Schon mittags hatten sich am 24. August, einem regnerischen Sonntag, viele tausend Kasseler Bürger auf den Weg nach Waldau begeben. Trotz aufgeweichter Fußwege, drohender Regenschauer und langer Wartezeiten pilgerten die Menschen zum Fluggelände im Osten der Stadt, um den "Großflugtag" mitzuerleben. "Ganz Kassel war auf den Beinen und in Waldau!", berichtete die Kasseler Post über das Großereignis des Jahres 1924.

Während vormittags die offizielle Einweihung vorgenommen worden war, folgte der unterhaltsame Teil des Einweihungsfestes mit waghalsigen Flugvorführungen der Piloten Richard Dietrich, Antonius Raab und Kurt Katzenstein. "Es war ein herrlicher Anblick, die drei Apparate unter dem blauen Himmel ruhig ihre Bahn ziehen zu sehen. Kühnste Kunststückchen riefen nach atemloser Spannung die Begeisterung des Publikums hervor", beschrieb der Berichterstatter der Kasseler Post das Geschehen.

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