Römer

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nachweise in der Region:

Entdeckungen am Harzhorn

Die Römer im Chattengau

Der Feldzug des Germanicus 15 n. Chr.

Der im Herzen Nordhessens gelegene Chattengau war seit dem Feldzug des römischen Feldherrn Drusus, 9 v. Chr. von Mainz über Hedemünden bis zur Elbe Durchmarsch- und Kampfgebiet für römische Legionen. Wenige Jahre nach der Varus-Schlacht 9 nach Chr. führte Drusus‘ Sohn Germanicus bzw. seine Legaten in den Jahren 15 und 16 nach Chr. zehntausende Legionäre ins Chattenland. Tacitus berichtet in seinen „Annalen“, dass im Zuge dieser Rachefeldzüge die Eder/adrana überschritten und das chattische Siedlungs- und Kultzentrum mattium zerstört wurde. Am Ende dieses Feldzugs evakuierte Germanicus den von seinem verhassten Schwiegersohn Arminius belagerten römerfreundlichen Cheruskerfürsten Segestes mitsamt seiner Gefolgschaft nach Gallien, später nach Rom. Noch immer stellen sich Fragen: Wo wurde Segestes belagert? War er auf der Sieburg? Welche Marschwege und Logistiktrassen nutzten die römischen Legionen zwischen Lahn und Ohm, Eder und Fulda, Diemel und Weser? Bis heute ist dieser spannende Abschnitt hessischer Frühgeschichte kaum erforscht und harrt historisch/archäologischer Aufklärung. [1]

Literatur

  • Udo Schlitzberger, Klaus Fröhlich, Die Römer im Chattenland - Spuren römischer Präsenz in Nordhessen, Kassel 2017

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Text aus dem Veranstaltungsprogramm 2014 des ECOMUSEUMs REINHARDSWALD - EIN MUSEUM WEITGEHEND IM FREIEN

Weblinks