Quast

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kalkrücken zwischen Diemelstadt-Rhoden und Wethen, geographische Länge: 9° 2' 18", geographische Breite: 51° 30' 4", Höhe 220 bis 392 m über NN.

Muschelkalkgebiet, reich an Leitfossilien aus der Eiszeit. Überwiegend mit Laubwald bestanden, vorgelagerte Kalkmagerrasen. Standort von z.B. Seidelbast, Enzian, Türkenbund und mehrerer Arten Orchideen.

Daneben finden sich auf dem Quast die restlichen asphaltierten Flächen früherer Flugabwehrraketenstellungen der belgischen Streitkräfte und der Bundeswehr (geschlossen 1997).

Bericht über den Bau einer Aussichtsplattform

Der Aussichtspunkt Quastholle ist eine Plattform auf 397 m über NN. mit fantastischem Rundblick.

Schon als Kinder hatten Herbert Dinger und Friedrich Hübel auf dem „Quast” bei Rhoden gespielt. Als gestandene Männer haben die beiden nun einen Traum verwirklicht und an der höchsten Stelle im Stadtgebiet - 397 Meter über dem Meeresspiegel - eine Aussichtsplattform gebaut.

„Jeder, der hier oben war, war begeistert”, sagt Dinger. Doch außer den alt eingesessenen Rhodern weiß bisher kaum jemand, dass es einen solchen Aussichtspunkt mit phantastischer Fernsicht gibt.

Blick von der Aussichtsplattform in Richtung Rhoden

„30 Jahre bin ich gar nicht hier gewesen”, erinnert sich Friedrich Hübel. Von 1967 bis Anfang der 90er Jahre hatte zunächst die belgische Armee und später die Bundeswehr eine Raketenstellung auf dem Quast unterhalten. Nach dem Abzug der Soldaten stellte sich die Frage der künftigen Nutzung. Von Windrädern und einem Verkehrsübungsplatz war die Rede. Daraus wurde nichts.

Schon früh hatten auch Dinger und Hübel Interesse angemeldet. Sie dachten zunächst an einen Aussichtsturm. Nach zähen Verhandlungen hat die Domanialverwaltung schließlich dem Bau einer Aussichtsplattform zugestimmt. Dafür wurde eine fünf Meter hohe Plattform angeschüttet, ein Zuweg gebaut und ein Geländer angebracht. „Bei gutem Wetter kann man bis zum Brocken im Harz gucken”, sagt Dinger, der Baumaschinen seiner Firma zur Verfügung stellte.

Friedrich Hübel hat in Abstimmung mit Revierförster Rolf Henkel „einen Morgen Wald gerodet”, damit man die Aussicht in Richtung Rhoden genießen kann. Etwa 200 Stunden Arbeit und 3000 Euro haben Dinger und Hübel in die Plattform gesteckt. Ein Teil des Geldes stammt aus Spenden des Konfirmandenjahrgangs 1939/40. Der Weg zum Quast - von Rhoden in Richtung Wethen, hinter der Autobahnbrücke links hoch - lohnt sich. Allerdings muss man ein Stück laufen. Am Parkplatz steht nun eine Schranke. Das war eine Bedingung für die Genehmigung.

Weblinks