Quartier Kulturbahnhof

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Grafik: HNA
Juli 2010: Große Pläne für die Kreativwirtschaft im Quartier rund um den Kasseler Kulturbahnhof: Die Nachrichtenmeisterei will sich vergrößern und hat Hallen im Nordbereich des Bahnhofsgeländes im Blick. Bisher hatte die Organisation von Kreativschaffenden einen Standort im Südbereich des Kulturbahnhofs. Damit könnte Leben in viele leer stehende Gebäude kommen.

Außerdem soll die zum Verkauf stehende ehemalige Textilfabrik Brandt an der Rothenditmolder Straße zu einem neuen Ort für Kulturschaffende werden. Die Pläne dazu stellten die Nachrichtenmeisterei, das Architekturbüro Sprengwerk sowie die Betreiber von ARM und Lolita-Bar vor.

Inwiefern sich die Pläne verwirklichen lassen, hängt entscheidend von der Deutschen Bahn und ihre verbundenen Firmen als Vermieter ab.

Platz soll auch einige Meter an der Wolfhager Straße entstehen. Dort will eine Initiative die Textilfabrik Brandt neu nutzen. An deren Spitze stehen Matthias Tunnemann vom Architekturbüro Sprengwerk und Ralph Raabe, Betreiber des Clubs ARM. Sie wollen eine Firma gründen, die das Gelände kaufen möchte. Leckerbissen sei das Hochregallager, das der Skate-Verein Mister Wilson bereits als neue Halle wünscht.

Über die Modalitäten des Kaufs stehe man derzeit in Verhandlung mit dem jetzigen Eigentümer. Die Ahlers AG aus Herford stehe dem geplanten Konzept offen gegenüber und wolle Tunnemann und Raabe die nötige Zeit zur Gründung der neuen Eigentümergesellschaft einräumen.

Tunnemann betonte, dass das Kunsthaus Brandt – so der Arbeitstitel – keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten werden solle. „Wir stimmen uns ab und entwickeln die Projekte gemeinsam.“ Derlei Befürchtungen äußerten Elfi und Pitze Eckhart, die das Atelier- und Logierhaus „Fenster zum Hof“ an der Erzberger Straße betreiben.


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