Prinzenquelle

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Die Prinzenquelle ist die westlichste und stärkste der drei Quellen zu Kirchditmold, südlich eines Muschelkalkfelssporns des Lindenberges. Ihr ursprünglicher Name war Oberster Diedich oder "Oberster Diedichsborn" (Diedich von Dieth = (altsächs./ahd.) Thiet = Volk).

Oberhalb des Felsspornes (nördl.) lag nach der Überlieferung ehemals eine Gerichtsstätte der Cent (Hundertschaft, "Zentgrafschaft" Diethmelle) (vgl. H. Heinemann, 1950).

Die Quelle befindet sich im Bereich der Südbiegung der Ochsenallee, dort unmittelbar nördlich, die Einfassung - errichtet vor 1900 - südlich der Wassertretstelle.

Die Quelle mit starkem Wasseraufkommen flißt im Bachlauf parallel der Ochsenallee dem "Neuen Wasserfallgraben" zu.

Der "neue" Name "Prinzenquelle" erklärt sich durch die Lage der Quelle am Rande des Areals des ehemaligen Herrschaftlichen Meierhofes zu Weißenstein/Wilhelmshöhe(Gutshof Wilhelmshöhe), das früher zum Schlossbezirk gehörte.

Die (Kur-)Fürstlichen Prinzen des landgräflichen Hauses Hessen-Kassel hielten nach der Überlieferung bei ihren Ausritten regelmäßig an der Prinzenquelle Rast und tränkten die Pferde.

Heiner Range

Nach anderer Lesart geht der Name auf die Nutzung dieser Quelle für die Wasserzufuhr des Prinzenpalais Bellevue an der Schönen Aussicht zurück .

Gasthaus Prinzenquelle

Eine andere Auslegung der Namensgebung:

Die Prinzenquelle ist ein beliebtes Gasthaus im Kasseler Westen, in der Schanzenstraße. Der Name dieser Gastwirtschaft bezieht sich auf eine in der Nähe befindlichen und gefassten Quelle.

Nach Umfrage, über die Entstehung des Namens dieser Quelle, in meinem Bekanntenkreis, wurde ich nicht fündig, so befragte ich den Wirt des o.g. Gasthauses der mir folgenden Auskunft erteilte (so entstehen Legenden):

In der Zeit als Kassel von der französischen Besatzungsmacht, unter Napoleon regiert wurde, wohnte auch ein so genannter Hofstaat (Bedienstete am Hof) mit Familien in Kassel Wilhelmshöhe. Die Kinder der Familien sind dem Stande nach Prinzen gewesen und spielten natürlich in der gesunden Luft, nahe der Quelle. Aus diesem Anlaß wurde die damals namenlose Quelle, im Volksmund, Prinzenquelle genannt.

H. Kratzenberg