Pierre Héritier

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Die Kirche in Gewissenruh

Pierre Héritier wurde am 8. März 1688 in La Clée, einem kleinen Gebirgsdorf im Val Cluson (Cottische Alpen) geboren. Er starb am 22. Juli 1761 in Gewissenruh im Alter von 73 Jahren.

Leben und Wirken

Aufgrund ihres evangelisch-reformierten Bekenntnisses musste die Familie von Pierre Héritier ihre Heimat 1698 verlassen und fand nach Zwischenaufenthalten in der Schweiz und Arheilgen/Darmstadt zunächst Zuflucht im Herzogtum Württemberg. Eine 1720 geplante Ansiedlung von etwa 400 Waldenser in Ostpreußen scheitert und Pierre Héritier, inzwischen 32 Jahre alt, kam über Berlin und Dänemark an die Oberweser. 1722 gründete er hier zusammen mit elf weiteren Waldenserfamilien die Kolonie Gewissenruh, wurde erster Grebe (Bürgermeister) des „Franzosendorfes“ und übernahm das Amt des Kirchenältesten. Am 1. April 1723 heiratete er in der benachbarten Waldensersiedlung Gottstreu Isabeau Rivoir. Mit ihr hatte er sieben Kinder. Die Aufbauphase der Waldensersiedlung hat Pierre Héritier, der nicht nur als Landwirt, sondern auch als Zimmermann tätig war, zusammen mit seinem Nachbarn, dem Zimmermeister Jean Jouvenal, wesentlich geprägt. [1]

Pierre-Héritier-Platz

An den verdienten ersten Bürgermeister der 1722 gegründeten Waldenserkolonie Gewissenruh an der Oberweser erinnert heute der Pierre-Héritier-Platz am Ort.

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. aus HNA-onlie vom 31.8.2013: Waldensersiedlung Gewissenruh - Platz nach Pierre Héritier benannt

Weblinks