Petrus-Gemeinde Homberg

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Selbständige Evangelisch Lutherische Kirche

Die Petrus-Gemeinde in Homberg gehört zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Die SELK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und wird - unabhängig vom Staat - von den Gemeindemitgliedern durch freiwillige Beiträge finanziert. Sie entstand 1972 durch den Zusammenschluss verschiedener selbstständiger lutherischer Kirchen.

Geschichte

Die Gemeinden der Renitenten Kirche entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und waren eine Reaktion auf die unter dem Einfluss Preußens verfolgte Vereinigung der lutherischen und der reformierten Kirche. Lutherische Christen und ihre Gemeinden traten aus den evangelischen Landeskirchen aus und in Niederhessen entstand im Jahre 1873 die "Renitenz" anlässlich eines Missionsfestes in Melsungen, der sich 43 Pfarrer aus Niederhessen anschlossen, darunter an führender Stelle Wilhelm Vilmar aus Melsungen und Friedrich-Wilhelm Hoffmann aus Felsberg, der 1874 in Homberg und Umgebung eine kleine Gemeinde gegründete, die sich 1878 der Gemeinde der "Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in den hessischen Landen" (Hessen-Darmstadt) anschloss.

Jugendgästehaus

Im Jahr 1885 konnte die Gemeinde in Homberg das Haus in der Bergstr. 17 erwerben, wo 1985 das "Lutherisches Jugendgästehaus" entstand.

Das Lutherische Jugendgästehaus liegt am Rande von Homberg. Das denkmalgeschützten Gebäude am Fuß des Schlossbergs gehören zu den ältesten Häusern der Stadt.

Kirche

Altar in der Petruskirche

In den Jahren 1988/ 89 wurde die Homberger Kirche der "Petrus-Gemeinde" von Grund auf renoviert und erhielt Glasfenstern mit Szenen aus dem Leben des Apostels Petrus.

siehe dazu: Petrusgemeinde

Partnerschaft

Eng verbunden mit der Homberger Petrus-Gemeinde ist die Gemeinde in Verna (Ortsteil von Frielendorf).

siehe auch

Zehntscheune in der Homberger Bergstraße

  • Die Zehntscheune an der Bergstaße in Homberg ist mehr als 500 Jahre alt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gebaut, diente der kleine Speicher lange als Lager für den zehnten Teil der Ernte, den die Bauern an die Kirche abtreten mussten.
  • Nachdem kein Zehnt mehr gezahlt werden musste, verfiel die Scheune. Die Denkmalschutzbehörde verbot einen Abriss. Für eine Renovierung hatte der Evangelisch-Lutherische Jugendverein Homberg, dem das Gebäude gehört, kein Geld. In Vorbereitung auf den Hessentag 2008 wurde das Gebäude in das Förderprogramm Stadtumbau West aufgenommen und die Sanierung begann.
  • Nach drei Jahren Arbeit war die kleine Scheune 2011 fertig saniert. Sie hat einen einzigen großen Raum im ersten Stock. Sockelgeschoss und Dachboden dienen als Abstellräume. Im Inneren sind die Wände weiß gekalkt, die schiefen Balken liegen frei. Für Licht sorgen moderne Edelstahlleuchten.
  • Die Scheune steht nach der Sanierung dem Jugendverein und der Petrus-Gemeinde als Gruppen-, Sitzungs- und Veranstaltungsraum zur Verfügung. Allerdings nur während der warmen Monate. Im Winter wird es zu kalt in der Scheune. Das liegt daran, dass eine Heizung mit Wasserrohren aus Denkmalschutzgründen nicht eingebaut werden durfte.

Quelle: Artikel in HNA vom 25. Mai 2011: "Der Winzling kommt groß raus"

Weblinks