Penone-Baum

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Der Penone-Baum ist ein Beitrag des Italienischen Bildhauers und Konzeptkünstlers Giuseppe Penone zur Kunstausstellung documenta 13 in Kassel. Der Bronze-Abguss eines abgestorbenen Haselnussbaumes, in dessen Krone ein drei Tonnen schwerer Findling ruht, gehörte zu den Lieblingskunstwerken der Kasseler Bevölkerung. Nach dem Ende der documenta 13 wurde eine Spendenaktion zum dauerhaften Erhalt des Kunstwerks in Kassel gestartet.

Werk

Penone-Baum
Der Bronzebaum war das erste Kunstwerk der documenta 13. Er wurde am 20. Juni 2010 durch Dokumenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev auf der Rasenfläche zwischen der Gustav-Mahler-Treppe und dem Ehrenmal in der Karlsaue eingeweiht.

Das Kunstwerk besteht aus Bronze-Abguss eines abgestorbenen Haselnuss-Baums, in dessen Krone ein drei Tonnen schwerer Findling ruht. Die Arbeit war zuvor schon auf der Sydney-Biennale 2008 ausgestellt gewesen. Giuseppe Penone erläuterte sein Kustwerk folgendermaßen: Ziel und Sinn der Malerei sei, zu bedecken (englisch cover), Ziel der Skulptur hingegen, aufzudecken (discover), etwas ans Licht zu bringen. Die Malerei unterliege der Schwerkraft, während die Skulptur die Kraft ausdrücke, die der Schwerkraft entgegen wirkt, die ihr entflieht: „eine Kraft des Lichts“. Die Welt der Pflanzen entfliehe ebenfalls der Schwerkraft, sie sei vom Licht bestimmt, lebe und wachse aufgrund des Lichts: „Das Licht zieht das Gewicht der Zweige und Blätter an.“ Deshalb gebe es keinen besseren Zeitpunkt für die Einweihung als den Tag der Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres, an dem die Sonne am höchsten stehe. Die Sonne selbst ließ sich allerdings am gestrigen kühlen Mittag nicht blicken. [1] Der Peneone-Baum wurde in einer Abstimmung von den Lesern der HNA zum dokumenta-Lieblingskunstwerk gewählt. [2]

Spendenaktion

Am 30. August 2012 wurde bekannt, dass die Ankaufkommission für documenta-Kunstwerke sich gegen den Kauf des Penone-Baums entschieden hat. [3] Daraufhin führte documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld Gespräche mit Sponsoren, die den Kauf des Kunstwerkes und damit den Verbleib in Kassel ermöglichen sollten. Um den Preis nicht in die Höhe zu treiben, wurden die Sponsoren zunächst geheimgehalten. [4] Am 3. Oktober 2012 wurde schließlich ein öffentlicher Spendenaufruf für den Erhalt des Baumes gestartet.[5] Am 15. November 2012 wurde schließlich bekannt, dass das Kunstwerk endgültig in Kassel bleiben kann. 70.000 Euro waren in den Wochen zuvor bei der Spendenaktion zusammengekommen. Bis zum Frühjahr 2013 soll der Baum in der Karlsaue stehen bleiben. Die Museumslandschaft Hessen Kassel, lehnte einen dauerhaften Verbleib dort bisher ab. [6]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus HNA.de vom 21. Juni 2010: Einweihung der documenta-Skulptur von Giuseppe Penone zieht Publikum an
  2. Aus HNA.de vom 3. August 2012: Lieblingskunstwerk der HNA-Leser muss weg - MHK: Karlsaue wird geräumt
  3. Aus HNA.de vom 30. August 2012: Penone-Baum wird nicht gekauft
  4. Aus mydocumenta.de vom 25. September 2012:Sponsoren gesucht: Penone-Baum soll bleiben
  5. Aus HNA.de vom 3. Oktober 2012: Kauf des Penone-Baums: 70.000 Euro fehlen noch
  6. Aus HNA.de vom 15. November 2011:Penone-Baum bleibt endgültig in Kassel