Ehrlich, Paul

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Paul Ehrlich

Paul Ehrlich (* 14. März 1854 in Strehlen bei Breslau, † 20. August 1915 in Bad Homburg vor der Höhe) war ein deutscher Arzt und Serologe. Er war Nobelpreis-Träger für Physiologie und auswärtiges Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Zudem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen.

Leben und Werk

Durch seine Färbemethoden unterschied er verschiedene Arten von Blutzellen, wodurch die Diagnose zahlreicher Blutkrankheiten ermöglicht wurde. Als Erster entwickelte er eine medikamentöse Behandlung der Syphilis und begründete damit die Chemotherapie. Außerdem war er entscheidend an der Entwicklung des Heilserums gegen Diphtherie beteiligt, die üblicherweise Emil von Behring alleine zugeschrieben wird.

Als Direktor des Instituts für experimentelle Therapie arbeitete er die Methoden für die Standardisierung („Wertbestimmung“) von Sera aus. 1908 erhielt er zusammen mit Ilja Metschnikow für seine Beiträge zur Immunologie den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.[1]

1904 wird Ehrlich Auswärtiges Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und erhält die Ehrendoktorwürde der Georgia Augusta.

Von 1904 bis 1910 arbeitet er als Honorarprofessor an der Georg-August-Universität Göttingen.

Privates

Am 14. August 1883 heiratete Ehrlich in Oberschlesien Hedwig Pinkus (1864–1948), die Tochter eines schlesischen Textilfabrikanten. Seine Frau behandelte er in einem für die damalige Zeit ungewöhnlichen Maße als gleichberechtigte Lebenspartnerin. 1884 kam die älteste Tochter Stefanie, 1886 die Zweitgeborene Marianne zur Welt.[2]

Weblinks und Quellen

  1. Paul Ehrlich bei Wikipedia
  2. Aus dem Wikipedia-Artikel zu Paul Ehrlich