Parkanlagen und Gärten in Nordhessen

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Der nachfolgende Artikel bietet einen Überblick über einige schöne und bedeutende Parkanlagen und Gärten in Nordhessen, die teilweise auch zur Route des Europäischen Gartennetzwerkes (EGHN) gehören.

Eine Auswahl nordhessischer Parks und Gärten

Bergpark Wilhelmshöhe

Der Bergpark Wilhelmshöhe mit den berühmten Wasserspielen und der Großskulptur des Herkules zählt zu den schönsten und größten Bergparks in Europa. Er entstand zur Zeit von Landgraf Karl Anfang des 18. Jahrhunderts und besteht aus der Verbindung einer Barockanlage mit einem großräumigen Landschaftsgarten.

Dornröschenschloss Sababurg

Der kleine Burggarten der Sababurg steht in der Tradition des historischen Burggartens um 1650.

Und an Dornröschen erinnern nicht zuletzt die wilden Rosen, die auf der Sababurg wachsen, etwa die historischen Sorten Ayshire Queen, Malvina oder Duchesse de Bragance.

Karlsaue

Der heutige Staatspark Karlsaue präsentiert sich als Barockpark mit Orangerie und Insel Siebenbergen und entstand ab 1680 unterhalb des alten Residenzschlosses der Landgrafen von Hessen-Kassel.

Die Parkanlage, die auf dem flachen Gelände einer ehemaligen Fuldainsel zwischen der "kleinen Fulda" und der Fulda angelegt wurde, beinhaltet künstlich angelegte Gewässer, wie Teiche, Seen und Gräben, die die barocke Grundkonzeption der Anlage heute noch veranschaulichen.

Kurpark Bad Wildungen

Es heisst der Kurpark Bad Wildungen sei der grösste Europas.

Der Park erstreckt sich - um das Landesgartenschau-Gelände erweitert - von dem historischen Teil mit Konzertmuscheln und Wandelhalle in Bad Wildungen über die Kurparkbrücke nach Reinhardshausen mit Schwahnenteich und eigener Wandelhalle.

Park der Jahreszeiten in Bad Hersfeld

Schloss Escheberg

Der Gutspark Escheberg entstand um den Hof und das Herrenhaus ab 1790 als großzügiger Landschaftsgarten, der auch als Treffpunkt von Künstlern der Romantik im 19. Jahrhundert bekannt geworden ist.

Die Anlage am Escheberg bei Zierenberg war im 19. Jahrhundert zur Zeit von Ernst Otto und Karl von der Malsburg Treffpunkt für Dichter und Künstler, darunter auch Louis Spohr und Emanuel Geibel, die von den Gutsbesitzern hierher eingeladen wurden.

Schloss Haydau

Nach der Reformation wurde das ehemalige Kloster Haydau als Jagdschloss genutzt und zu diesem Zweck zu Beginn des 17. Jahrhunderts umgebaut, erneut dann zum Ende des Jahrhunderts.

Unter Landgraf Karl entstand ab 1685 rund um das ehemalige Kloster ein Barockgarten mit Terrassen und einer hohen Umfassungsmauer, von deren Nischen an einigen Stellen Ausblicke in die Landschaft der Fuldaaue möglich waren.

Schloss Riede

Der Schlosspark Riede rund um das Rieder Schloss entstand im 16. Jahrhundert zunächst im Renaissancestil.

Die Umgestaltung der Anlage Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte nach dem Vorbild des Bergparks Wilhelmshöhe mit Kaskaden, Teichen und exotischem Baumbestand unter Schloßherr Heinrich von Meysenbug.

Schloss Wilhelmsthal

Sowohl beim Bau des Rokoko-Schlosses als auch der Anlage des Parks ab 1743 wirkten herausragende Künstler des 18. Jahrhunderts mit.

Die Gartenanlage wurde als fächerförmiges Dreiachsensystem geplant und um das Jahr 1800 zu einem Landschaftspark weiterentwickelt, wobei auch ein neogotischer Aussichtsturm enstand. Aus der Anfangsphase ist heute noch die Grotte mit dem vorgelagerten Kanal erhalten.

Schlösschen Schönburg

Unter Landgraf Wilhelm IX., dem späteren Kurfürsten Wilhelm I., wurden während der Errichtung des Schlösschens Schönburg die Gartenanlagen des Gesundbrunnens in Hofgeismar erweitert und im englischen Landschaftsgartenstil gestaltet.

Allein 40 Eichen aus dem Reinhardswald wurden 1794 eingepflanzt. Ebenso gehörte ein „natürliches“ Gewässer unmittelbar vor dem Schlösschen zur neuen Parkanlage, die bis heute als Ort der Erholung in Hofgeismar erhalten ist.

siehe auch

Weblinks