Palais Reichenbach

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Palais Reichenbach war ein fürstliches Palais an der Oberen Königsstraße in Kassel.

Der 2006 abgerissene Gebäudekomplex (heute: Obere Königsstraße 30) wurde 1772 zwischen dem späteren Weißen Palais und dem Palais Hessen-Rotenburg erbaut.

Bauherr war der kurhessische Generalmajor, Direktor des landgräflichen Baudepartments und Staatsminister Johann Wilhelm von Gohr (daher hieß es ursprünglich auch „Palais Gohr“ oder „Haus Gohr“).

Nachdem 1821 Kurfürst Wilhelm II. das Weiße Palais zur kurfürstlichen Residenz ausgebaut hatte, lebte hier seine Geliebte Gräfin Reichenbach.

Johann Conrad Bromeis baute das Palais um und fügte ein neues Treppenhaus sowie einen Saalbau an. An der Karlsstraße befanden sich Nebengebäude. Nach Wilhelms II. faktischer Abdankung 1831 und dem Rückzug des Paares nach Hanau diente das Palais Reichenbach der Gemahlin des Kurprinzen und Mitregenten als Wohnsitz und wurde nun als „Kleines Palais“ oder „Palais Hanau“ bezeichnet. Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 wurden die Türen zwischen dem Weißen Palais und dem Palais Hanau im Jahre 1870 zugemauert und das Palais 1881 schließlich verkauft.

siehe auch

Weblinks


Burgen und Schlösser in Kassel

Palais Bellevue | Chattenburg | Palais Hessen-Rotenburg | Löwenburg | Burgstall Niederzwehren | Burg Nordshausen | Orangerie | Palais Reichenbach | Rotes Palais | Schloss Schönfeld | Stadtschloss | Wasserburg Waldau | Weißes Palais | Schloss Wilhelmshöhe