Otto von Bismarck

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Otto von Bismarck (seit 1865 Graf, seit 1871 Fürst von Bismarck, seit 1890 Herzog zu Lauenburg) wurde am 1. April 1815 in Schönhausen (Elbe) geboren. Er starb am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg.

Bismarck war langjähriger Ministerpräsident von Preußen (1862–1890), Kanzler des Norddeutschen Bundes (1867–1871) und erster Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs (1871–1890).

Am 11. April 1890 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Kassel verliehen.

Hoch über der Konrad-Adenauer-Straße in Kassel, auf der Höhe des Brasselsberg, wurde nach seinem Tod der Bismarckturm errichtet.

Bismarckturm in Kassel

Bismarckturm

Nach dem Tode des Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahre 1898, entstanden überall in Deutschland Denkmäler in Form von so genannten Bismarcktürmen. So auch in Kassel.

Der Kasseler Bismarckturm entstand in den Jahren 1903 bis 1904 im Rahmen einer Initiative der Deutschen Studentenschaft mit dem Ziel, das gesamte Reichsgebiet mit „gewaltigen granitenen Feuerträgern“ als „Sinnbild der Einheit Deutschlands“ zu überziehen (1898). Sieger des ausgelobten Wettbewerbs war der Dresdner Prof. Wilhelm Kreis mit 3 Entwürfen, von denen das Modell „Götterdämmerung“ etwa 50mal (mit jeweils kleinen Varianten), so auch in Kassel (mit 25,5 m am höchsten) ausgeführt wurde. Bauträger war der Kasseler Verschönerungsverein e.V. Kassel. Das Kasseler Bauunternehmen August Zahn führte die Bauarbeiten durch. Die Arbeiten am Fundament der „Bismarcksäule“, so sollte der Turm ursprünglich heißen, wurden von Februar bis August 1903 ausgeführt. Als Baumaterial für den Turm wurde Basalt- und Tuffstein verwendet, den man in der Nähe der Baustelle gewann und über eine etwa 1000 m lange Gleisanlage zur Baustelle heranfuhr.

Am 2. September 1904 fand die „Feier der Einweihung des Bismarckturmes auf dem Brasselsberg bei Cassel“ statt. Bereits Ende August kursierte eine Flugblatt in Kassel, in dem gegen den Namen des Turmes protestiert wurde: „In den nächsten Tagen wird auf einer Höhe des Habichtswaldes im Angesicht der alten Hauptstadt unseres Landes ein Turm eingeweiht werden, der nach der Absicht seiner Erbauer und derer, die durch ihre Gaben dem Bau ermöglicht haben, dazu dienen soll, durch alljährlich wiederkehrende Festlichkeiten das Andenken an den ersten Kanzler des Deutschen reiches, den Fürsten Bismarck, lebendig zu erhalten und die Gedanken und Gesinnungen, die ihn in seinem öffentlichen staatsmännischen Wirken bewegt geleitet haben, in den kommenden Geschlechtern zu wecken und zu bewahren.“ Das Protest-Flugblatt endete mit den Worten: „Deutschem Kaiser und Deutschem Reich alle gebührende Anerkennung Treue, aber nimmermehr auf dem Weg der Erniedrigung, wie sie für uns Hessen mit dem Namen Bismarck verknüpft ist.“

Mit diesem Flugblatt wurde auf die Ereignisse des Jahres 1866 hingewiesen, als Preußen sich Kurhessen einverleibte. Doch der Protest stieß auf Desinteresse, denn die Kurhessen waren inzwischen zu guten Preußen geworden.

siehe auch

Weblinks


Ehrenbürger Stadt Kassel

Maximilian Freiherr von Ditfurth | Carl Schomburg | Carl Wilhelm Wippermann | Louis Spohr | Bernhard Eberhard | Moritz von Baumbach | Johann Peter Heräus | Johann Daniel Wilhelm Ludwig Schwarzenberg | Karl Bernhardi | Friedrich Oetker | Eduard von Moeller | Franz von Werder | Heinrich Henkel | Graf Julius von Bose | August Albrecht | Otto von Bismarck | George André Lenoir | Gustav Adolf Hupfeld | Eduard von Magdeburg | Friedrich Endemann | Karl Pfeiffer | Josias von Heeringen | Paul von Hindenburg | Georg Seidler | Theodor Schröder | Wilhelm Kniest | Sara Nußbaum | Georg-August Zinn | August Bode | Georg Häring | Rudolf Freidhof | Fritz Catta | Willi Seidel | Karl Branner | Rolf Lucas | Elisabeth Selbert | Christine Brückner | Holger Börner | Max Danz | Richard Wurbs | Jochen Lengemann | Hans Krollmann