Otto Braun

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Otto Braun

Otto Braun (* 9.5. 1904 in Melsungen † 1. Dezember 1986) war ein hessischer Unternehmer und Politiker.

In den Jahren 1954 bis 1958 war er Mitglied des Hessischen Landtags. [1]

Geschichte

Im Jahre 1929 stirbt Carl Braun und sein Sohn Otto Braun übernimmt die Leitung des Unternehmens. Zur Erinnerung an Carl Braun wird die Carl-Braun-Gedächtnisunterstützungskasse gegründet. Sie unterstützt Mitarbeiter der Firma B. Braun die in Not geraten sind.

1930 wird bei B. Braun Melsungen die modifizierte Tyrodelösung Sterofundin entwickelt. Sie bildet die Basis für alle später entwickelten Infusionslösungen. Ab 1935 wird mit der Produktion von Synthofil A, einem unresorbierbaren synthetischen Nahtmaterial begonnen. 1936 tritt der jüngste Sohn von Carl Braun, Dr. Bernd Braun, als wissenschaftlicher Leiter in das Unternehmen ein. 1939 feiert das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten bei B. Braun ca. 500 Menschen.

1949 wird Supramid-Braun, ein chirurgisches Nahtmaterial auf Nylonbasis, entwickelt.

Otto Braun trat während der Zeit des Nationalsozialismus in die NSDAP ein. [2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitglied der FDP und für seine Partei von 1952 bis 1960 und von 1964 bis 1969 Stadtverordneter in Melsungen. Im Stadtparlament war er von 1952 bis 1956 Stadtverordnetenvorsteher. Von 1952 bis 1972 war er auch Mitglied des Kreistags Melsungen, wo er von 1952 bis 1956 Vorsitzender der FDP-Fraktion war. Vom 1. Dezember 1954 bis zum 30. November 1958 war er Mitglied des Hessischen Landtags.

Von 1950 bis 1966 war er der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Kassel und von 1967 bis zum 31. Mai 1974 deren Präsident. [3]

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Lengemann; Hessenparlament, Seite 220
  2. Ulrich Viehöver, Die EinflussReichen, Frankfurt am Main 2006, Seite 145 (Google books)
  3. Informationen auf wikipedia.org

Weblinks