Otto Bock

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Otto-Bock-Firmengruppe ist ein Hersteller und Dienstleister im Bereich der Prothetik. Der größte Produktionsstandort ist Duderstadt.

Geschichte

Seit 1990 wird das Familienunternehmen in dritter Generation von Hans Georg Näder geführt. Er übernahm im alter von 28 Jahren die Leitung der Otto Bock HealthCare. 2003 erhielt Hans Georg Näder die Auszeichnung als Deutschlands Entrepreneur des Jahres in der Kategorie "Industrie". 2005 erhielt er für sein gesellschaftliches Engagement den Niedersächsischen Staatspreis verliehen.

Zum 90-jährigen Bestehen feierte das Unternehmen mit 300 Ehrengästen im Duderstädter Rathaus.

Otto-Bock-Stiftung

1987 gründete Max Näder die firmenunabhängige Otto-Bock-Stiftung. Ihr Ziel ist es, die Forschung und Entwicklung der Technischen Orthopädie zu fördern und interdisziplinäre Fortbildungen für Ärzte, Ingenieure und Orthopädie-Techniker zu organisieren. 2002 folgte die Erweiterung der Stiftungssatzung um „Tätigkeiten im mildtätigen Bereich“.

Sommer 2002: Spendenaktion „Hoffnung geben – Hoffnung leben“ (500.000 Euro für Flutopfer)

Unterstützung der Stiftung „Kinder von Tschernobyl”

Tsunami 2004: Nur wenige Tage nach der Tsunami-Katastrophe 2004 startete die „Hilfe für Khao Lak“ in Thailand.

Die Aktion „Kinder von Beslan“ organisierte 2004/2005 finanzielle und medizinische Hilfe für schwerstverletzte Opfer der Geiselnahme einer ganzen Schule. Vier Kinder wurden nach Göttingen geflogen und in der dortigen Universitätsklinik operiert und therapiert.

Geschäftsbereiche

Orthobionic Im Bereich der Orthobionic stellt die Firmengruppe Otto Bock Prothesen her, die fehlende Körperteile möglichst funktional ersetzen. Im Bereich der Orthetik sollen Körperfunktionen therapeutisch oder prophylaktisch unterstützt werden.

Bionicmobility Das Programm umfasst elektrisch und manuell angetriebene Rollstühle und Produkte für die Kinder-Rehabilitation.

AciGait Zudem werden bei Otto Bock Neuro-Implantate hergestellt. AciGait erhielt im September 2006 die Zulassung für den europäischen Markt.

Umsatz und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2011 erreichte die Otto Bock HealthCare einen Umsatz von 583,2 Mio. Euro mit mehr als 5000 Mitarbeitern weltweit.

Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2005 erreichte die Otto Bock HealthCare einen Umsatz von 434,2 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Orthobionic erwirtschaftete in diesem Zeitraum ein Wachstum von 6,8 Prozent, der Geschäftsbereich Bionicmobility einen Zuwachs um 8,9 Prozent. Die Produktfamilie Modulare Hüft- und Kniegelenke sowie die C-Leg-Produktlinie erreichten mit 22,3Prozent bzw. 19,1 Prozent die höchsten Zuwachsraten des geschäftsbereichs Orthobionic. Im Geschäftsbereich Bionicmobility erzielten die Elektrorollstühle einen Zuwachs von 25,4 Prozent. Als Folge der Akquisition von OrthoRehab hat der Anteil des Geschäftsbereichs Bionicmobility am Konzernumsatz um 6,0 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent zugenommen.

Zum Jahresende 2005 waren weltweit 3.592 Mitarbeiter beschäftigt, was einem Anstieg von 13,7 Prozent entspricht. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 432 Personen, wovon 325 Beschäftigte als Folge von Akquisitionen übernommen wurden. Im Jahresdurchschnitt 2005 wurden 3.536 Personen beschäftigt, nach 3.109 in 2004. Ferner werden 87 junge Personen ausgebildet.

Standorte

Weltweit beschäftigte Otto Bock im Jahr 2011 in den beiden Geschäftsfeldern Orthobionic und Bionicmobility über 5000 Mitarbeiter in 36 Ländern mit eigenem Vertriebs und Service-Gesellschaften. Exportkontakte bestehen in über 140 Länder. Organisatorisch werden die weltweiten Aktivitäten in die vier Regionen Western Europe, Eastern Europe/Middle East/Africa (EEMEA), Americas und Asia/Pacific geteilt.

Für rund 18 Millionen Euro ist in Duderstadt ein Logistikzentrum mit vollautomatisiertem Hochregallager entstanden. 2006 wurden in Duderstadt weitere 4,2 Millionen Euro in Aus- und Umbauten investiert.

Ein neues Logistikzentrum ging Anfang 2006 auch in Königsee/Thüringen in Betrieb. Gleichzeitig wurden die Montagehallen erweitert. Im Zuge der Neu- und Ausbauten, in die Otto Bock 7,2 Millionen Euro investiert hat, entstanden ferner Schulungsräume für die Otto Bock Academy. Zum Abschluss der Bauphase in Königsee wurde im Sommer 2006 ein Rollstuhl-Testparcours eingeweiht.

Ottobock hat 2013 seinen Standort in Brasilien erweitert: Rund 7 Millionen Euro investierte das Unternehmen in seine lateinamerikanische Zentrale in Valinhos in der Provinz Sao Paolo. Ende November 2013 wurden die neuen Gebäude in Betrieb genommen.[1]

Auszeichnungen

1999: iF design Award Winner

2000: iF design Award Winner

2002: Top Job

2003: Reddot Design Award

2003: Entrepreneur des Jahres

2004: Reddot Design Award

2005: Reddot Design Award

2006: Designpreis Silver

Siehe auch

Weblinks und Quellen

Otto Bock im Internet

  1. Aus HNA.de vom 19. November 2013: Ottobock investiert 7 Mio Euro in Standort in Brasilien