Oskar-von-Miller-Schule

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Die Oskar-von-Miller-Schule ist eine Berufsbildende Schule und bildet mit der Max-Eyth-Schule das 2. Berufsbildungszentrum der Stadt Kassel. Seit dem 1. Januar 2015 ist die Oskar-von-Miller-Schule eine rechtlich selbstständige berufliche Schule (RSBS) in Kassel.

Namensgebung

Die Schule ist nach dem Bauingenieur Oskar von Miller (* 7. Mai 1855 in München; † 9. April 1934) benannt. Er wurde als Wasserkraftpionier und Begründer des Deutschen Museums in München bekannt.

Geschichte

  • 1962: Die Berufsschule für Elektrotechnik entstand durch Teilung der Max-Eyth-Schule. Schul­standort für beide Schulen wurde die Wimmelstraße in Kassel. 2068 Schülerinnen und Schüler wurden der neuen Schule zugeteilt.
  • 1964: Einweihung des ersten Neubau-Abschnittes an der Weserstraße 7 – Der Neubau entstand zwischen den Trümmern der Artilleriekaserne.
  • 1968: Die zweijährige Berufsfachschule für metallgewerbliche und elektrotechnische Berufe wurde eingerichtet.
  • 1969: Die Schule wurde von Berufsschule für Elektrotechnik umbenannt in Oskar-von-Miller-Schule – Gewerbliche Berufs- und Berufsfachschule der Stadt Kassel. Die Zustimmung gab der Sohn Oskar von Millers.
  • 1973: Wegen der großen Schülerzahl (2613) wurde der Schule eine weitere Abteilungsleiterstelle zugeteilt. Fortan bestanden vier Abteilungen: Energietechnik, Nachrichtentechnik, Kraftfahrzeugtechnik; Gas-, Wasser- und Heizungstechnik sowie Tankwarte.
  • 1983: Die Einrichtung der Fachschule für Technik mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik erfolgte. Zudem wurde der „Verein der Ehemaligen, der Freunde und Förderer der Oskar-von-Miller-Schule“ gegründet.
  • 1996: Der Ausbau des Schulzentrums II erfolgt, zudem wurde das Richtfest für den Erweiterungsbau gefeiert.
  • 1998: Der Beruf des Informationselektronikers wurde erstmals an der Schule ausgebildet.
  • 2011: Die IT-Akademie wurde eröffnet.

Lehrbereiche

  • Berufsschule: Elektro-, Informations-, Fahrzeug-, Anlagen- und Versorgungstechnik, Veranstaltungstechnik sowie Schutz und Sicherheit
  • Zweij. Berufsfachschule: Metalltechnik, Mechatronik, Fahrzeugtechnik und Elektrotechnik (BFS)
  • Zweij. Höhere Berufsfachschule (baut auf den mittleren Bildungsabschluss auf): Fachrichtung Informationstechnik (BFI), Staatl. gepr. Assistent(in) für Informationstechnik
  • Fachschule für Technik: Schwerpunkte: Computersystem- und Netzwerktechnik, Energietechnik und Prozessautomatisierung, Gebäudesystemtechnik (staatlich geprüfter Techniker)
  • Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung
  • Zusatzangebote: Fachhochschulreife für Berufsschüler

Schüler

Die Oskar-von-Miller-Schule in Kassel hatte im Jahr 2015 insgesamt etwa 2300 Schüler. Viele der an der Oskar-von-Miller-Schule ausgebildeten Berufe haben eine große Nähe zu den erneuerbaren Energien. Sie werden z.B. in der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und der Elektrotechnik ausgebildet. Auch in der Kfz- und Informationstechnik werden diese Themen aufgegriffen und behandelt.

Modellprojekt

Neue Lernwelten

Die Oskar-von-Miller-Schule nahm als eine von fünf beruflichen Schulen in Hessen am Modellprojekt Virtuelles Lernen in Berufsschulen (ViLBe) teil. Zielsetzung des Projektes war es, dass Schüler im Bereich der Berufsschule Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien erwerben, um den veränderten Anforderungen der Arbeitswelt nachhaltig gerecht zu werden.

OskarSiL-Projekt

Mit dem Projekt OskarSiL sollten die Vorraussetzungen, die zur Umsetzung Selbstorganisierten, individuellen Lernens erforderlich werden, geschaffen werden. Im Einzelnen bedeutet dies, dass die Lernenden kooperativ an gemeinsamen Lernarrangements arbeiten, sowie individuell an selbst gewählten und selbst organisierten Aufgabenstellungen innerhalb dieser Arrangements. Die Lernbegleitung durch die Lehrenden erfolgt durch Coaching. Der Unterricht findet als Blended Learning in den Phasen Präsenzunterricht, WBT und Onlinekommunikation statt. Zur Unterstützung dient ein internetbasiertes Lernmanagementsystem (LMS).

Hessencampus

Die Oskar-von-Miller-Schule ist in der Steuerungsgruppe des Hessencampus Region Kassel vertreten, einer von der Hessischen Landesregierung geförderten Initiative, die sich mit der Thematik des lebensbegleitenden Lernens beschäftigt. Ziel ist es, Wissen und Kompetenzen von Beruflichen Schulen, Schulen für Erwachsene, Volkshochschulen und anderen Institutionen zusammenzuführen, den Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Bildungsangebote zu eröffnen und durch die neue Zusammenarbeit Doppelstrukturen zu vermeiden.

Auszeichnungen der Oskar-von-Miller-Schule

  • Das Hessische Kultusministerium und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) haben am 3. November 2008 in Schloss Biebrich den Innovationspreis Berufliche Schulen 2008 zum Thema „Bildung braucht Innovation“ verliehen. Die Oskar-von-Miller-Schule war eine der Preisträgerinnen mit dem Konzept „OskarSil“.
  • Am 14. November 2008 wurden die Lehrer Heinz-Dieter Hirth und Jan Schulze auf dem D-21 Jahreskongress in Berlin im D21-Projekt “Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!” zu Gewinnern gekürt. In Workshops wurden Referendare und Junglehrkräfte auf die gezielte Vermittlung von Medienkompetenz und pädagogisch innovativen Lehrmethoden sowie Schulorganisation geschult. Die dabei erarbeiteteten besten Vorschläge für Schule und Unterricht wurden mit Reisen zum PISA-Gewinner Finnland prämiert.

Weitere Auszeichnungen konnten u. a. beim Ideenmacherwettbewerb der ThyssenKrupp AG und der Bildungsinitiative der Städtischen Werke AG Kassel erworben werden.

Bei der Aktion „Jugend-will-sich-er-leben”, einem Wettbewerb, der von Arbeitskreisen, die bei den Landesverbänden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung angesiedelt sind ausgerichtet wird, befindet sich die Schule regelmäßig unter den Gewinnern.[1]

Zertifizierungen der Oskar-von-Miller-Schule

Die Oskar-von-Miller-Schule trägt seit dem 23. September 2008 das Qualitätssiegel - Geprüfte Weiterbildungeinrichtung - des Vereins Weiterbildung Hessen e. V.[2]

Die Oskar-von-Miller-Schule erhielt als erste Schule in Hessen am 19. August 2008 einen bedarfsorientierten Energieausweis für Nichtwohngebäude des Fraunhofer Instituts für Bauphysik. Der Primärenergiebedarf "Gesamtenergieeffizienz" des Gebäudes liegt bei 233,7 kWh (m²*a). Ein für die Schule am 30. Juli 2008 durch die Stadt Kassel als Schulträger erstellter verbrauchsorientierter Energieausweis, zeigt einen Heizenergieverbrauchskennwert von 85,2 kWh/(m²*a) und einen Stromverbrauchskennwert von 16,3 kWh/(m²*a).[3]

Schulpartnerschaften, Lernortkooperationen, Lernpartnerschaften, Mitgliedschaften

Seit dem 24. November 2012 sind die Oskar-von-Miller-Schule und die Otomotiv Endüstrisi İhracatçıları Birliği Teknik ve Endüstri Meslek Lisesi in Bursa/Türkei, kurz OIB, Schulpartner.[4]


Es bestehen Lernortkooperationen und Lernpartnerschaften der Oskar-von-MIller-Schule mit folgenden Institutionen, Schulen:


Die Oskar-von-Miller-Schule ist Mitglied in folgenden Institutionen:

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. www.jwsl.de
  2. www.weiterbildunghessen.de
  3. http://www.kassel.de/cms01/aktuelles/rathauswoche/infos/12040/index_print.html www.kassel.de
  4. www.oibtekniklise.k12.tr
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