Ochshausen

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Forstfeldkarte 1859.jpg

Am 1. Dezember 1970 schlossen sich Lohfelden und Vollmarshausen zur neuen Großgemeinde Lohfelden zusammen; Ortsteile sind Crumbach und Ochshausen.

Lohfelden war bereits durch die Zusammenlegung der Ortsteile Crumbach und Ochshausen im Jahre 1941 entstanden und nach einer alten Flurbezeichnung benannt worden.

Geografie

Lohfelden liegt am Höhenzug der Söhre. Durch Ochshausen fließt die Wahle (der Wahlebach), ein Zufluss der Fulda.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Am 1. Juni 1941 wurden die beiden Gemeinden Crumbach und Ochshausen zur neuen Gemeinde Lohfelden zusammengeschlossen, deren Name auf die Flurbezeichnung "Auf dem Lohfeld" zurückgeht.

Im Zuge Gebietsreform in Hessen erfolgte am 1. Dezember 1970 der Zusammenschluss mit der Gemeinde Vollmarshausen zur Großgemeinde Lohfelden.

Eco-Pfad Kulturgeschichte

Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Lohfelden bietet auf etwa 10 km Länge Informationen auf dem Gebiet der Gemeinde von der späten Bronzezeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Er führt entlang am Rande des Kasseler Beckens und an den Ausläufern der Söhre.

Der Eco-Pfad „Kulturgeschichte“ wurde am 13. September 2010 eingeweiht und verbindet Plätze in Lohfelden, wo Menschen früher gebetet, gewohnt, gearbeitet und getrauert haben. Dieser Pfad ermöglicht eine Zeitreise von der späten Bronzezeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Auf eine Gesamtlänge von ca. 13 km führt der Weg ab dem Naherholungsgebiet „Lohfeldens Grüne Mitte“ vorbei am Hessischen Kutschen- und Wagenmuseum, dem einzigen in Hessen, zur Kirche von Crumbach mit einer interessanten Baugeschichte, über eine Arbeitersiedlung aus den 1940er Jahren bis zum „Lager Fernsicht“, in dem Zwangsarbeiter der Rüstungsindustrie leben mussten. Von dort geht es weiter über die Kirche Ochshausen, das bronzezeitliche Gräberfeld – einem der bedeutendsten in Mitteleuropa-, die Kirche Vollmarshausen bis zum mittelalterlichen Gerichtsplatz Schöppenstuhl an der Linde in Vollmarshausen und zur Obermühle.

In der Mitte zwischen Vollmarshausen, Crumbach und Ochshausen liegt das Naherholungsgebiet „Lohfeldens Grüne Mitte“ mit Aufenthalts-, Spiel- und Sportbereichen. Hierzu gehören Spielflächen für Kleinkinder, ein Sinnespfad und ein Fitness-Parcours. Mittelpunkt ist die weithin sichtbare Aussichtsplattform mit der „Tanz-Eiche“, die einen herrlichen Blick über die drei Ortsteile, das Kasseler Becken, die Söhre und den Kaufunger Wald bietet. Lohfelden, das darf mit Fug und Recht behauptet werden, bildet heute geographisch und optisch eine gelungene Einheit.

Kirche

Im Ort findet sich eine kleine Fachwerkkirche mit spätgotischem Kirchenschiff, die offenbar an der Stelle einer schon im Mittelalter vorhandenen Kirche errichtet wurde.

Sehenswert sind der romanische Taufstein und die farbig gestalteten Glasfenster des Künstlers Heinz Kreutz.

Literatur

  • Streifzüge durch 900 Jahre Ortsgeschichte Crumbach und Ochshausen 1102–2002, herausgegeben vom Gemeindevorstand der Gemeinde Lohfelden, 2001

siehe auch

Vereine

Die Akrobaten-Gruppe aus Ochshausen zeigt diese Postkarte aus den Jahren 1930 bis 1933, bis zum Verbot. Die Gruppe erfreute in jener Zeit viele Menschen in ganz Nordhessen. Mit dem Verkauf der Postkarte finanzierten die damaligen Sportler ihre angefallenen Kosten. Fast in jedem Haushalt in der damaligen Gemeinde Ochshausen fand man diese Aufnahme, die (von links) Fritz Werner, Jakob Berthel, Anna Gundlach, Hans Tillmann, Valentin Weißenborn, Anna Meyer, Hans Rasch und Karl Rasch zeigt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 schloss sich der ATSV 1892 Ochshausen dem TSV Crumbach an. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Verein 1945 aufgelöst und als Freie Sport- und Kulturgemeinde Lohfelden neu gegründet. 1946 entstand hieraus der heutige FSC Lohfelden.

Sportvereine

Weitere Vereine

Weblinks