Oberkaufungen

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Die Stiftskirche in Oberkaufungen

Oberkaufungen ist ein Ortsteil der Großgemeinde Kaufungen, östlich der Stadt Kassel. Im Jahre 1970 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Oberkaufungen und Niederkaufungen zur Großgemeinde Kaufungen zusammen.

Geschichte

Das Ritterliche Stift in Oberkaufungen ist die älteste Stiftung in Stadt und Landkreis Kassel.

Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde stifteten einst das Kloster, nachdem die Kaiserin ein Gelübde abgelegt hatte: bei einem Besuch der Kaufunger Pfalz war sie erkrankt und rang mit dem Leben. Sollte sie jemals wieder genesen, so gelobte die fromme Frau, so würde sie an dieser Stelle ein Kloster stiften. Bereits ein Jahr später, 1018, wurde mit dem Bau der Klosterkirche begonnen. Mit der Schenkungsurkunde übergab der Kaiser dem Kloster unter anderem auch die Dörfer Oberkaufungen (Overencoufunga) und Niederkaufungen (Nederencoufunga).

Stift Kaufungen - Ansicht

1025 ist die Stiftskirche des Heiligen Kreuzes schließlich geweiht worden. Seit der Übergabe des Stiftes an die hessische Ritterschaft im Jahr 1532 pflegt das Ritterschaftliche Stift Kaufungen die religiöse Tradition dieser Stätte.

Als Stiftung des Kaisers Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde wurde sowohl das Kloster der Benediktinerinnen als auch die Stiftskirche zum Heiligen Kreuz, zunächst als dreischiffige Basilika, in den Jahren 1018 - 1025 errichtet.

Die Kirche wurde bereits im 13. Jahrhundert in eine Hallenkirche umgestaltet, im 15. Jahrhundert wurde dann die Apsis des Chores errichet. In den Jahren 1969 - 1973 ist diese bedeutende Kirche grundlegend erneuert und umgestaltet worden.

Das Stiftsareal in Oberkaufungen, insbesondere der Stiftshof neben der Stiftskirche ist im Rahmen des Kaufunger Stiftssommers alljährlich Schauplatz zahlreicher Open-Air-Veranstaltungen.

Aus dem Meyerschen Konversationslexikon (4. Auflage, 1885 – 1892):

„Oberkaufungen, Dorf im preuß. Regierungsbezirk und Landkreis Kassel, an der Losse und der Linie Kassel-Waldkappel der Preußischen Staatsbahn, hat eine evang. Kirche, ein adliges Fräuleinstift im ehemaligen Benediktiner-Nonnenkloster, ein Amtsgericht, eine Oberförsterei, Spielwarenfabrikation, Schneide- und Mahlmühlen, Braunkohlengruben und (1885) 2110 Einw.“
(Meyers Konversationslexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Band 12 von Nathusius bis Phlegmone).

Politik

Parteien im Gemeindeparlament

Sehenswürdigkeiten

Ortsansicht Oberkaufungen
St. Heinrich in Oberkaufungen

siehe auch

Vereine

Wandertipps

Weblinks