Niederelsungen

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Niederelsungen
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Niederelsungen - Ortsansicht

Niederelsungen ist ein Stadtteil von Wolfhagen mit über 1.000 Einwohnern.

Der Ort

Erstmals urkundlich im Jahre 775 erwähnt, blickt Niederelsungen auf eine mehr als 1225-jährige Geschichte zurück.

Heute leben ca. 1.000 Einwohner in Niederelsungen, dessen Wahrzeichen die frühgotische Kirche mit romanischem Turm und barockem Dachreiter ist.

Die lokal gewachsenen Strukturen beinhalten Institutionen jeglicher Art, die sich von Ortsbeirat über die evangelische Kirchengemeinde und funktionierenden Gewerbe bis hin zum Vereinsleben erstrecken.

Geschichte

Niederelsungen von der 'Ersterwähnung' bis zur Reformation in Hessen (775-1528)
Für die ersten Erwähnungen im Jahre 778 gilt, dass eine eindeutige Lokalisierung des genannten Elsungen nicht möglich ist. Alle Indizien weisen darauf hin, dass wir es mit einem sächsischen Niederelsungen und einem fränkischen Oberelsungen zu tun haben, so dass wir keinesfalls von einem einheitlichen Elsungen sprechen können. Niederelsungen kam durch Tausch vom Kloster Fulda an Herzog Eberhard von Franken, der bei einem Aufstand gegen Kaiser Otto unterlag und getötet wurde. Kaiser Otto schenkte Niederelsungen der Kirche in Magdeburg. Neben den Landgrafen von Hessen wurden die Herren von Calenberg Gerichtsherren in Niederelsungen und besaßen damit die Macht. Die Besitzungen des Klosters Volkhardinghausen und der anderen Klöster Ahnaberg, Weißenstein, Burghasungen und Eppenberg sowie des Adels wie derer von Twiste, von Ehringen, von der Malsburg blieben ohne Bedeutung, soweit es die Herrschaft selbst anbelangt. Auch der Ortsadel gelangte zu keiner größeren Bedeutung. 1457 verkaufte Rabe von Calenberg Niederelsungen an die Herren von Gudenberg. In deren Hand blieb der Ort bis zum Aussterben des Geschlechtes in 1534.

Die Zeit von der Reformation bis zum Dreißigjährigen Krieg (1528-1618)

Die Kirche in Niederelsungen

Die Einführung der Reformation in Hessen und die damit verbundene Auflösung der Klöster brachte auch für Niederelsungen mancherlei Veränderungen mit sich. Vor allem konnten die Malsburger ihren Einfluss beträchtlich erweitern. Sie kauften weitere Wiesen und sonstige Ländereien hinzu. Unter den Nutzen, die mit dem Hof verbunden waren, war der Hof nutzen, die Schaf tritt und die Hute. Im Lehnbuch (aufgestellt nach dem Tode Hermanns) heißt es bei denen von der Malsburg: "Ein burglehen zum Wolffhagen in der freiheit, eine freie behausunge zu Cassel, ein haus zu Immenhausen in der vorburg, das dorf Brungerßenn. Item gericht und gebiete zu Obern und Niedern Eisingen halb, zu Breuna gantz Geholtze: aus dem Gaster-felderhoitz 8 fuder. Item den zenden zu Sultza halb, den zu Nidern Elsingen gantz, den zu Meisser halb ... " Die Reformation in Hessen hat natürlich nicht nur Veränderungen im Besitzstand mit sich gebracht, sie war in erster Linie eine kirchliche Angelegenheit, die dem Zeitalter entsprechend Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hatte. Sichtbarer Ausdruck der Veränderungen innerhalb der Kirche auf Gemeindeebene war die Einsetzung von evangelischen Pfarrern. Über die genaue Einwohnerzahl des Ortes im 16. Jahrhundert ist nichts bekannt. Das Dorfbuch des Niederfürstentums Hessen zählte um 1575 80 Hausgesessene für Niederelsungen (Hausgesessene sind grob gesagt ganze Familien). Oberelsungen wies die gleiche Zahl auf und um einen Vergleich zu gewinnen: Zierenberg zählte in der gleichen Aufstellung 221 Hausgesessene. Die glatten Zahlen für Nieder- und Oberelsungen lassen zwar vermuten, dass die Angaben geschätzt bzw. auf- oder abgerundet sind (man konnte bei dieser Zahl auch besonders gut das Gerichtsverhältnis von 5/8 zu 3/8 errechnen), aber annäherungsweise dürfte dies stimmen.

Niederelsungen im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648)
Bereits zu Beginn des furchtbaren Dreißigjährigen Krieges wurde Niederelsungen schwer getroffen. 1621, Hessen konnte sich nicht länger den kämpf enden Truppen verschließen, zogen Soldaten durch das Land. Schon bei diesen Durchzügen wurden hohe Abgaben durch die entsprechenden Vorgesetzten von der Bevölkerung gefordert, so dass z. B. im benachbarten Oberelsungen die Schuldner des Almosentestaments um Stundung der Zinsen nachsuchten. Solche Abgaben gingen an die landgräflichen Truppen ebenso, wie an feindliche Truppen. Vom Herbst 1623 bis zum Sommer 1625 lagen Tillysche Truppen im Wolfhager Land. Sie preßten die Einwohner derart aus, dass es in einem Schreiben von Februar 1625 heißt, die Stadt Zierenberg sowie Nieder- und Oberelsungen seien "durch die viel faltige durchzuge undt aus Plünderung gantz verarmet". Die Herren von der Malsburg unterstützten die Gemeinden nicht, trotz des Befehls des Landgrafen Moritz. Hermann und Christian von der Malsburg erklärten, dass sie dazu nicht in der Lage seien. Gegen Ende des Kreiges stellte sich die Situation fogendermaßen dar: Soweit die Bevölkerung nicht umgekommen war, machte sie wohl ernst mit den Auswanderungsplänen. Gegen Ende des Krieges sollen nur noch sieben Hausväter im Ort gewesen sein. "Erst 1645 scheint sich die Gemeinde wieder gesammelt zu haben aus den Dörfern Herxen und Hidessen". Herksen "war ein Dorf, welches an der alten von Warburg über Breuna, Niederelsungen, Altenhasungen usw. nach Fritzlar führenden Straße, eine ½ Stunde von Ober- und Niederelsungen und Nothfelden entfernt lag". Hiddesen lag im Gericht Schartenberg in der Gemarkung Breuna, östlich vom Dorfe. Am 24. 10. 1648 kam es endlich zum langersehnten Frieden.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg
Nach solch furchtbaren Verwüstungen und Unterdrückungen, nach solch großen Verlusten an Menschen kann nicht erwartet werden, dass mit Friedensschluss auch zugleich alles wieder zum Besten wurde. Viele Ländereien waren wüst und mit der erneuten Urbarmachung ging es nur sehr schleppend voran. Der Zierenberger Rentmeister hatte viel Mühe, die landesherrlichen Ländereien zu verpachten. Nach vielen Streitigkeiten musste also eine erneute, bessere Regelung gefunden werden. Ein "Vertrag von 1787 machte der hessisch-malsburgischen Mengejurisdiktion schließlich ein Ende. Die Malsburger verzichteten darin auf ihren Anteil an der Hohen und Niederen Gerichtsbarkeit zu Westuffeln, Niedermeiser und Bründersen; dagegen erhielten sie die alleinige Hoch- und Niedergerichtsbarkeit, wie sie sie in Breuna, Oberlistingen und wohl in Ersen und Herlinghausen besaßen, nun auch in beiden Elsungen und Niederlistingen. Mit den Gerichten wurden alle Jurisdiktionsnutzungen zwischen Hessen und Malsburg geteilt. In diesem Umfang blieb das malsburgische Gericht bis ins 19. Jahrhundert bestehen; die peinliche und bürgerliche Gerichtsbarkeit verwaltete der malsburgische Samtamtmann zu Breuna". Erst im 19. Jahrhundert erloschen die Gerichtsrechte des Adels. 1821 kam es zu einer großen Verwaltungsreform in Hessen, bei der Gerichtsbarkeit und Verwaltung endgültig getrennt wurden. Jetzt gab es Kreise, die zur Pflege der Gerichtsbarkeit in Justizämter unterteilt wurden. Es wurde ein Justizamt Volkmarsen gegründet, zu dem die "Orte Escheberg, Hohenborn, Laar, Malsburg, Nieder- und Oberelsungen, Nieder-und Oberlistingen, Rangen, Sieberhausen, Wettesingen, Breuna und Rhoeda aus dem bisherigen Amt Zierenberg traten".

Das 19. Jahrhundert
Es war eine gewisse Zeit der Ruhe in Hessen eingetreten, die auch unbedingt gebraucht wurde. Die Franzosen dehnten unter Napoleon ihren Machtbereich riesig aus, sie hatten auch das Hessenland in ihren Händen. Als sie noch Russland erobern wollten, kamen sie zwar bis nach Moskau und konnten es in Brand stecken. Sie mussten dann aber einen furchtbaren Rückzug antreten. Auch hessische Soldaten nahmen an diesem Russlandfeldzug teil, so Karl Otto von der Malsburg, der als Adjutant des Generals von Hammerstein in der Schlacht bei Borodino am 7. 9. 1812 schwer verwundet wurde, noch das brennende Moskau sah, dann aber den ganzen Rückzug mitmachte und sich schließlich auf das Schloss Escheberg zurückzog. Die Situation der Gemeinde um 1828 wird deutlich aus einem Bericht von Pfarrer Kraushaar: "Der Ort hat 120 Baustätten und 700 Einwohner, deren Mehrzahl Tagelöhner sind. Zu dem Dorfe gehört ein v. Malsburgischer Meierhof" und zwei Mühlen, die Malsburger und die Untermühle. Die Gemeinde ist verarmt. In den Häusern herrschte teilweise große Unordnung durch das seit einiger Zeit eingerissene übermäßige Branntweintrinken. 1847 brach in Niederelsungen eine große Hungersnot aus. "Das Viertel Korn kostete 17 Taler, Kartoffeln 6-7 Taler. Die armen Leute aber hatten keine Kartoffeln zum Auspflanzen" (Zum Vergleich: 1867 kostete das Viertel Korn = 240 Pfund in Ehlen 61 1/2 Taler).

1848 sprang der Funke der Revolution von Frankreich sehr schnell auf Hessen über. Es ist verständlich, dass dieser Funke wegen der Armut der Kleinbauern und Tagelöhner auch in Niederelsungen fruchtbaren Boden fand. So kam es im März zu einer großen Aufregung unter den Bauern, die den Herren v. d. Malsburg gegenüber zehntpflichtig waren, also von ihrer Ernte einen bestimmten Teil abzuliefern hatten. Zwischen 1820 und 1855 war das Nahe Niederelsungen gelegene Gut Escheberg Treffpunkt der Künstler. Viele Persönlichkeiten der Zeit weilten auf dem Schloss, Gelehrte und Künstler, Wohl einer der bekanntesten ist der Dichter Emanuel Geibel, der 1841/42 Gast Karls von der Malsburg war und in der sogenannten "Poetenstube" wohnte. Hier erfuhr er wesentliche Anregungen für sein Schaffen und hier dichtete er u. a. das Volkslied "Der Mai ist gekommen". Geibel hatte Verbindung auch nach Niederelsungen. Pfarrer Rohde, von 1841-1851 Pfarrer in diesem Ort, war sein Bekannter, wie z. B. aus einem Brief vom 18. 10. 1843 ersichtlich wird, in dem Geibel ausdrücklich Grüße an ihn bestellt.

1866 ging die Zeit des Kurfürstentums Hessen zu Ende, als die Preußen am 16. Juni dieses Jahres in Kassel einmarschierten. Hessen wurde an Preußen angegliedert. An deren Seite zogen sie 1870/71 in den Kampf gegen Frankreich, darunter 38 Männer aus Niederelsungen, wie die Gedenktafel ausweist. An dieser Stelle seien noch einige Epidemien angefügt, die in der Chronik genannt sind: 1841 herrschte ein bösartiges Nervenfieber, an welchem viele Männer in den besten Jahren und viele junge Mädchen von blühender Gesundheit starben. 1889 starben 15 Kinder an Diphtherie. Als diese Krankheit 1902/03 wieder in der Gemeinde auftrat, konnte man mit Hilfe des Behringschen Serums soweit helfen, dass nur der Tod zweier Kinder zu beklagen war. 1890 traf die Gemeinde die bis dahin unbekannte Influenza, die sich damals über ganz Europa ausbreitete. 1892 starben bei einer Masernepidemie 22 Kinder. Das neue, das 20. Jahrhundert, begann, wie das alte aufhörte. Denn Niederelsungen war eine arme Gemeinde geblieben.

Der Erste Weltkrieg (1914-1918)
Bereits in den letzten Julitagen 1914 kam es zu einer merklichen Unruhe in der Bevölkerung. Niemand wusste, ob es nun Krieg geben würde, oder nicht. Am 1. August traf der Mobilmachungsbefehl ein, der 2. 8. war erster Mobilmachungstag und bald darauf mussten die Ersten bereits fortziehen. Die Daheimgebliebenen standen vor der Aufgabe, die schwere Arbeit, vor allem die Erntearbeit allein, ohne die im Feld stehenden Männer zu verrichten. Noch mitten im Krieg wurde im Ort die elektrische Lichtanlage gelegt und fertiggestellt. "Es war ein schönes Dorfbild, als zum ersten Mal aus den Häusern das helle Licht auf die Dorfstraße fiel". 42 junge Männer aus Niederelsungen fielen in diesem furchtbaren Krieg. Pfarrer Wiegand klagt: "Es waren schwere, ganz unverhältnismäßig schwere Opfer".

Die Nachkriegsjahre (1918-1933)
1918 kam das Ende und der völlige Zusammenbruch. Die Notjahre waren noch lange nicht vorüber. Aber zunächst war es der Gemeinde noch in 1918 möglich gewesen, die Wasserleitung fertigzustellen. Das letzte Haus (das Pfarrhaus) konnte allerdings erst einige Zeit später an das Netz angeschlossen werden. Zu Weihnachten 1918 lagen auch in Niederelsungen heimkehrende Truppen. Zum Gedächtnis der Opfer des Ersten Weltkrieges wurde ein Kriegerdenkmal errichtet. Es war entworfen von Professor Max Hummel, Architekt, der bei der Einweihung 1921 im Juli u. a. sagte: "Besonderer Art war die Aufgabe, da Steine verwandt werden mussten, die schon in früheren Jahren der Gemeinde in nützlicher Weise gedient hatten. Kunstgesetzte Arbeit gab ihnen neue Form und neues Leben und so erfüllen sie nun einen edleren Zweck . .." Die Inflation ließ sich nicht mehr aufhalten. Die Geldentwertung wurde immer schneller. "Der Bauer, der ein Stück Vieh verkaufte, bekam wenige Wochen später für den gesamten Erlös nur noch ein Glas Bier". 1923 war eine Goldmark eine Billion Papiermark wert. Endlich machte gegen Ende 1923 die Rentenmark dem Spuk ein Ende. Um 1926 zählte Niederelsungen 731 evangelisch-reformierte Einwohner, 12 jüdische Bürger lebten hier, 1 Katholik und ein Bibelforscher." Niederelsungen war die erste Gemeinde, die 1927 (Röhl war damals Bürgermeister) ein Schwimmbad im Kreis baute.

Niederelsungen - Ortsansicht

Die Zeit von 1933-1945
Die Bürgermeisterwahl im März 1933 fiel nicht zugunsten der NSDAP aus. Sie konnte nur 50 % der Stimmen auf sich vereinen. Die SPD hatte ebenso viele Stimmen bekommen. Niederelsungen nahm nach 1933 auch am wirtschaftlichen Aufschwung teil. Es gab wieder Arbeit.1937 wurde - auf Betreiben von Lehrer Oberlist - ein Kindergarten eingerichtet. Oberlist ist es auch zu verdanken, dass dieser Kindergarten nach 1945 erhalten blieb. Er ging nach dem Zusammenbruch in die Hände der evangelischen Kirchengemeinde über. Niederelsungen war keine 'Wachstumsgemeinde. Der Bevölkerungsstand von 1925 - damals zählte man 701 Einwohner - war exakt konstant geblieben: 1939 lebten immer noch 701 Einwohner im Ort. Der Einmarsch der Amerikaner zu Ostern 1945 verlief ohne größere Komplikationen. Blieb auch die Gemeinde selbst verschont, so hatten die Einwohner um so schwerer zu tragen an den Opfern, die dieser Krieg von den jungen Soldaten forderte. 68 Personen fielen.

Die Geschichte Niederelsungens seit 1945
Mit dem Einmarsch der Besatzungstruppen Ostern 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Durch den totalen Zusammenbruch trat auch eine Änderung im kommunalen Leben der Gemeinde Niederelsungen ein. Zunächst wurde eine handlungsfähige Gemeindeverwaltung eingesetzt, wobei Herrn Heinrich Winning die Geschäfte des Bürgermeisters übertragen wurden. Eine der ersten Hauptaufgaben war es, für die vielen Heimatvertriebenen und Ausgebombten die notwendigen Unterkünfte bereitzustellen. Hierzu wurde eine Wohnungskommission gebildet. An dem sprunghaften Anstieg der Einwohnerzahlen zeigt sich am deutlichsten, welche Mühen und vor allen Dingen aber auch Verständnis der Alt und Neubürger erforderlich waren, diese Aufgaben zu bewältigen. Niederelsungen besaß zu der Zeit 120 Wohnhäuser und hatte vor dem Krieg 700 Einwohner; nach Aufnahme der Heimatvertriebenen stieg die Zahl auf über 1200 an. Eine segensreiche Einrichtung in unserem Dorf war der 1937 errichtete Kindergarten, welcher in den unteren Räumen im westlichen Teil des Pfarrhauses untergebracht war (jetzt: Haus der "Waldbühne") und später in die Volksschule in die ehemalige untere Lehrerdienstwohnung (jetzt: Gemeindehaus der ev. Kirche) verlegt wurde. Ein weiteres Problem war die Wasserversorgung, die während dieser Zeit zu großen Schwierigkeiten führte. Gemeinsam mit der Gemeinde Breuna wurde eine zusätzliche Versorgungsleitung von den Quellen "Am Bärenberg" bis nach Niederelsungen in Hand und Spanndienst durchgeführt. Für je eine DM Wassergeld musste ein Tag Handdienst geleistet werden. Am 28. 4. 1946 trat die Gemeinde dem Hessischen Gemeindetag als Mitglied bei. Der gesamte Haushaltsplan betrug 50.000 RM. Bereits zu dieser Zeit wurde der Beschluss gefasst, auf dem Knechtenberg einen Sportplatz anzulegen, welcher in der Folgezeit überwiegend von der 1950 gegründeten Freilichtbühne als Parkplatz und für die Gemeinde auch als Festplatz diente. Erst nachdem die Freilichtbühne einen neuen Parkplatz anlegte, wurde der endgültige Ausbau als Kleinsportanlage fertiggestellt. Im Jahr 1954 stellte die Gemeinde den Antrag, die bisherige Badeanstalt, die noch aus dem Jahre 1927 stammt, durch ein neues Schwimmbad zu ersetzen. In diese Zeit fallen auch die ersten Anfänge auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs. Schon damals erkannte die Gemeinde, dass der Fremdenverkehr einen Wirtschaftszweig darstellt, zumal die Lage von Niederelsungen hierfür sehr geeignet ist. Die Anstrengungen wurden auch insofern vom Erfolg gekrönt, als Niederelsungen 1968 das Prädikat "Staatl. anerkannter Erholungsort" erhielt. Im Frühjahr 1968 wurde mit den Bauarbeiten der Autobahn Kassel-Dortmund in unserer Gemarkung begonnen, wobei ein großer Vorteil die Anschlussstelle in der Gemarkung Niederelsungen ist. Als letzte Maßnahmen der ehemals selbständigen Gemeinde wurden die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses durch den Bau einer Mehrzweckhalle und die Beheizung des Freibades eingeleitet und die Halle als "Haus des Gastes" fertiggestellt (Einweihung 1977). Sehr positiv hat sich die gute Zusammenarbeit mit dem Naturpark Habichtswald, in dessen Landschaftsschutzgebiet die Gemeinde Niederelsungen liegt, ausgewirkt. So wurden u. a. gemeinsam Wanderwege mit Schutzhütten, ein Waldkinderspielplatz, ein Trimm-Dich-Pfad und eine Wassertretstelle am Knechtenberg geschaffen. Durch die Gebietsreform war es der Gemeinde Niederelsungen nicht vergönnt, als selbständige Gemeinde weiterhin fortzubestehen, so dass die Eingliederung in die Stadt Wolfhagen erfolgte.

Quelle: Chronik zur 1200-Jahrfeier Niederelsungen 775 - 1975

Kirche

Die Kirche in Niederelsungen wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist das weithin sichtbare Wahrzeichen des heutigen Wolfhager Ortsteils.

Literatur

Parteien

Persönlichkeiten

siehe auch

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Niederelsungen | Link
  • Spielgemeinschaft Waldbühne Erich Oberlist Niederelsungen e. V.
  • TSV 1906 Niederelsungen e. V.

Waldbühne

Mit mehr als 1300 Sitzplätzen gehört die Waldbühne Niederelsungen zu den grossen Freilichtbühnen, wo allerdings auch Konzerte veranstaltet werden.

Wandern

Weblinks



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