Neue Hessische Zeitung

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Die Neue Hessische Zeitung erschien nach Beginn der Revolution von 1848/1849 und der Beseitigung der Pressezensur im März 1848. Sie wurde von dem Publizisten und Politiker Friedrich Oetker in Kassel gegründet und wurde nach der Eingliederung des „Neuen Verfassungsfreunds“ aus Marburg bald zu einem führenden Organ der kurhessischen Liberalen.

Auf Druck der Verfassungsbefürworter der Revolution von 1848/49 hatte der Kurfürst seinerzeit die vollständige Pressefreiheit versprochen und schon am 15. März 1848 erschien eine Probenummer der „Neuen Hessischen Zeitung“. In kurzer Zeit wurde die liberale Zeitung zum meistgelesenen Blatt Kassels.

Nach dem Scheitern der Revolution startete der Bundestag eine Strafexpedition gegen die hessischen Rebellen, zu denen auch Oetker zählte. Der Anwalt musste aus der Stadt fliehen, kehrt aber 1859 nach Kassel zurück. Sieben Jahre später endete sein Kampf mit dem Kurfürsten. Die Preußen hatten diesen abgesetzt, nachdem sie Kurhessen zur preußischen Provinz erklärt hatten. Oetker wurde Vertreter der Provinz Hessen im preußischen Landtag und später Abgeordneter des Reichstags.

siehe auch

Weblinks und Quellen