Muzkkka

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Das Muzkkka in Rotenburg

Das ehemalige Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka) steht in Rotenburg an der Fulda. Es befindet sich im dortigen ehemaligen Katasteramt, welches das Land Hessen der Stadt für die Museumszwecke geliehen hat und wurde vom Förderverein "Freunde des Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur" getragen.

Leiter war bis September 2011 Walther Keim. Das Museum sollte insbesondere durch Ausstellungen von nationalem und internationalem Rang und ein modernes Marketing dazu beitragen, dem Standort Rotenburg eine neue Attraktivität zu geben. Das Konzept sah dabei Präsentationen bekannter Künstler in einem Zwei-Jahres-Rhythmus vor. Im Jahr 2011 wurde das Ende des Muzkkka bekannt gegeben. Walther Keim hatte seinen Rücktritt erklärt, nachdem seinem Antrag auf einen Anbau an das Museum in Form einer Katze nicht stattgegeben wurde.

Ausstellungen

Die erste Ausstellung des Muzkkka mit dem Titel "Dalí - das goldene Zeitalter" präsentierte über 300 Original-Exponate des spanischen Künstlers Salvadore Dalí. Die Ausstellung lief vom 29. August bis zum 30. Oktober 2009 und konnte 9000 Besucher aus ganz Deutschland nach Rotenburg locken. Im Anschluss liefen die Ausstellungen "Horst Haitzinger - Karikatur und Malerei über ein halbes Jahrhundert" sowie "Frank Grüttner - Gezeichnetes Evangelium". Im Mai des Jahres 2010 präsentierte das Muzkkka 180 grafische Werke von Chagall ("Marc Chagall - Bibel und Schöpfung"), es folgten die Ausstellungen "Mecki - 60 Jahre Comic-Abenteuer" und "Drauß vom Walde komm ich her. Weihnachten im Spiegel der Karikatur". Januar 2011 startete die Ausstellung „Hundertwasser & Hasegawa - Orient und Okzident“, im Juni 2011 begann die Präsentation "Poesie der Farbe" mit Originalwerken der Künstler Joan Miró i Ferrá & Gennady Karabinsky.

Walther Keim

Professor Dr. Walther Keim war der Direktor des Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur in Rotenburg. Er war früherer Leiter der Pressedokumentation des Bundestages.

Keim studierte Geschichte, Germanistik und Politik in Marburg und entdeckt bereits während seiner Studienzeit seine Leidenschaft für die Pressearbeit. Er promovierte und absolvierte noch vor seinem Staatsexamen ein Volontariat bei der Oberhessischen Presse.

Bei einem Seminar lernte er einen Referenten der damaligen Bundeszentrale für Heimatdienste kennen, welcher Keim als Hilfsreferenten nach Bonn beorderte, wo er sechs Jahre lang tätig war, bevor er ziviler Pressesprecher des Bundesverteidigungsministeriums wird.

Keim sammelt seit vielen Jahren Karikaturen, der Bestand umfasst mittlerweile mehr als 250.000 Exemplare. Im August 2009 übernahm Keim im Alter von 74 Jahren die Leitung des Muzkkka. [1]

Nach zwei Jahren legte er im September 2011 sein Amt nieder.

Ende des Muzkkka

Für die alte Villa am Obertor war ein Anbau mit behindertengerechtem Zugang und Multifunktionsraum geplant. Außerdem sollte der Anbau unterkellert werden. Aufgrund seiner Form und in Anlehnung an das Muzkkka-Symbol wurde der geplante Anbau „Katze“ genannt. Bereits Anfang 2010 wurden erste Stimmen laut, nach denen der geplante Bau zu viele Kosten verursache. Bald wurde bekannt, dass auf die Unterkellerung aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse verzichtet werden würde.

Im Juni hatte die Stadtverordnetenversammmlung nach einem Verhandlungsmarathon einstimmig beschlossen, an das Museum einen kleinen Zweckbau mit behindertengerechtem Zugang, Foyer, Kasse und Garderobe sowie Aufzug anzubauen und das historische Gebäude zu renovieren. Eine Bedingung war, dass Museumsdirektor und Gründer Professor Dr. Walther Keim sein Amt über September 2011 hinaus ausüben wird. Außerdem sollte der Muzkkka-Förderverein ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorlegen.

Dr. Keim hatte abgelehnt, weil er in dem Zweckbau keine Möglichkeit sah, sein inhaltliches Konzept zu realisieren. Das war auf einen bereits früher geplanten und schon genehmigten größeren Anbau in stilisierter Form einer Katze ausgerichtet. Nach der Kommunalwahl, unter veränderten Mehrheitsverhältnissen in der Stadt, wurde der Katzen-Anbau gekippt. Dr. Keim kündigte seinen Rücktritt für September an. [2]

Im Muzkkka ist die letzte Ausstellung am 13. Oktober 2011 eröffnet worden. Sie zeigt 190 Werke des großen nordhessischen Malers Horst Knobel.[3]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Hersfelder Zeitung vom 29. August 2009: Einer, der gern gibt
  2. hersfelder-zeitung.de vom 19.08.2011: Das Muzkkka-Ende ist nun besiegelt
  3. Aus HNA.de vom 16. Oktober 2011: Rotenburg: Letzte Ausstellung im Muzkkka eröffnet