Museum Schulscheune Louisendorf

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Die restaurierte Schulscheune in Louisendorf

Die Schulscheune Louisendorf wurde von der in 2003 gegründeten Interessengemeinschaft Schulscheune restauriert und beherbergt heute das heimatkundliche Museum.

Schulscheune

Nach französischem Vorbild entstand in Louisendorf (heute ein Stadtteil von Frankenau im Landkreis Waldeck-Frankenberg) die aus Feldsteinen gemauerte Schulscheune im Dorfkern.

Ein Nutz- und Ziergarten umgibt die Schulscheune mit Weinreben aus Die sowie Lichtkirschen mit Kräuterbeeten.

Geschichte

Louisendorf (nach Prinzessin Louise von Hessen) wurde im Rahmen der "Freyheits-Concession" des Landgrafen Carl zu Hessen-Kassel für hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich im Jahre 1687 auf dem Territorium der mittelalterlichen Wüstung Hammonshausen gegründet.

Bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein wurden die sonntägliche Predigt aber auch der Schulunterricht in französischer Sprache gehalten.

siehe auch

Gedenkstein an die ersten hugenottischen Siedler und die Begründung der Partnerschaft mit Die (Frankreich)

Wussten Sie schon ...

  • ... dass die Hugenotten im Landkreis Spuren hinterließen? So kamen evangelische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich auch nach Louisendorf. 1678 wurden dort 16 Familien mit 118 Personen angesiedelt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Schule und Gottesdienst Französisch gesprochen, als Umgangssprache hielt es sich bis weit ins 20. Jahrhundert. Heute zeugt noch die Kirche von den Wurzeln dieses "Klein-Frankreichs" mitten in Nordhessen.
    Johannes Grötecke, Bad Wildungen

Weblinks