Munitionsdepot

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Unter Bauschutt und Erde verschwinden im Januar 2006 die Bunkeranlagen im Habichtswald. Hessen-Forst lässt die Lastwagen rollen und sorgt dafür, dass demnächst Gras wächst über das großflächige ehemalige Munitionsdepot am Essigberg.

Nicht weit vom heutigen Sendeturm hatte die Bundeswehr im Jahr 1966 die Fläche vom Land Hessen gepachtet und dort die Standort-Munitionsniederlage Habichtswald-Ehlen aufgebaut. Das insgesamt über 30 Hektar große Gelände liegt kurz hinter der Stadtgrenze in der Gemarkung der Gemeinde Habichtswald.

1975 wurden rund 12,5 Hektar des Munitionsdepots den belgischen Streitkräften zur Verfügung gestellt. Genutzt wurde das Gelände bis 1993 und dann an die Bundeswehr zurückgegeben. Mit dem weitgehenden Abbau der Bundeswehr in der einstigen Garnisonstadt Kassel und den politischen Entwicklungen in Europa nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung wurde das Munitionsdepot nicht mehr benötigt. 1999 gab die Bundeswehr die Nutzung auf. Im September 2000 wurde das Gelände wieder an Hessen-Forst und das Land Hessen zurückgegeben. 2003 sorgte die Bundeswehr mit einem Kostenaufwand von rund 70 000 Euro für den Abriss der Wachgebäude, Hundezwinger und des Munitions-Prüfhauses. Kabelschächte wurden verfüllt, ein Teil der Zaunanlage und Leitplanken an den Zufahrten demontiert.

Die insgesamt 64 oberirdischen Bunker auf dem Gelände werden nicht abgerissen. Auch die Straßen und Wege sollen nicht zurückgebaut, sondern sich selbst überlassen werden. Dafür hat die Bundeswehr 45 000 Euro als Entschädigung an Hessen-Forst gezahlt.

Bis 2007, maximal bis 2008 wird es wohl dauern, bis alle Bunker unter Erdaushub verschwunden sind.