Moringen

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Moringen
Wappen Karte
Wappen von Moringen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 137 - 457 m ü. NN
Einwohner: 7.184 (31. Dezember 2011)
Postleitzahlen: 37186
Telefonvorwahl: 05554
Kfz-Kennzeichen: NOM
Adresse der
Stadtverwaltung:
Amtsfreiheit 8
Offizielle Website: www.moringen.de

Moringen ist eine Stadt im Landkreis Northeim in Südniedersachsen mit etwa 7.500 Einwohnern.

Die Stadtteile

Geschichte

Ein außergewöhnlicher Fund wurde bei den Bauarbeiten in der Kirchstraße in Moringen am 9. Juli 2014 gemacht: Dort wurde ein Teil des historischen Straßenpflasters freigelegt. Das stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1730. Die Zeit des Ursprungs um 1730 lässt sich deshalb so genau festlegen, weil es 1734 den großen Stadtbrand in Moringen gegeben hat. Die Brandreste von damals wurden nicht wie heute fachmännisch entsorgt, sondern vor Ort auf der Straße verteilt. Darüber wurde dann einfach eine neue Deckschicht gezogen. Die Brandreste kamen bei den Bauarbeiten ebenfalls ans Tageslicht.[1]

Wussten Sie schon ... ?

... dass es in Moringen ein Heimatmuseum gibt? Die Ausstellungsfläche von 9000 Quadratmeter ist über vier Etagen verteilt und zeigt 6000 Exponate aus Handwerk, Landwirtschaft und Geschichte aus Moringen und Umgebung.

Anke Brix, Heimatmuseum Moringen

siehe dazu:

Wussten Sie schon ... ?

...dass am 23. Mai 1734 um 8 Uhr beim Färber Hartmann in Moringen, jetzt Lange Straße 4, ein Feuer ausbrach? Die Flammen breiteten sich in den engen Moringer Straßen, in den holz- und strohbedeckten, dicht beieinander liegenden Häusern in Windeseile aus. Innerhalb von nur sechs Stunden wurden 110 Wohnhäuser und 169 Scheunen im Hinterbereich eingeäschert. 547 Personen wurden durch das Großfeuer obdachlos.

Heinz Brandhorst, Moringen

... dass die Farben der Welfenstadt Moringen bis 1743 blau-gelb waren? Durch die Hintertür bürgerte sich Blau-Weiß ein: Bei Errichtung des Waisenhauses 1738 bis 1742 blieben erhebliche Mengen weißer Farbe übrig. In der Annahme, dass das Weiß bald vergilben würde, hat man die Priechen und Kirchenstühle von blau-gelb in blau-weiß umgestrichen. Um Farbreste aufzubrauchen, tat man Gleiches mit den Grenzpfählen der Gemarkung. Zwei Generationen später wurden dieselben ebenso gestrichen. So sind die Stadtfarben aus Gewohnheit entstanden. Dabei blieb es. Nach den Befreiungskriegen führte man in Moringen erstmals eine seidene blau-weiße Bürgerfahne.

Uwe Utermark, Moringen

...dass die letzte Hinrichtung in Moringen auf dem Galgenberg am 21. September 1831 erfolgte? Dort wurden zwei Männer aus Nienhagen, die den Feldhüter Götemann aus Oldenrode am 7. Februar 1828 erschlagen haben, durch den Schafrichter vom Leben zum Tode gebracht.

Heinz Brandhorst, Moringen

... dass der Schriftsteller Adolf Lindemann gebürtiger Moringer war? Er schrieb einen Roman über die Gründung der Flotte des Deutschen Bundes im Jahr 1848 und ihren Admiral Brommel. Der Titel: „Deutschlands erster .Admiral“.

Anke Brix, Heimatmuseum Moringen

...dass Moringen früher aus zwei Ortsteilen bestand? Die Grenze war die Neue Marktstraße. Beide Gemeinden hatten ihre eigenen Schulen, Verwaltungen und auch eigene Bürgermeister. Im Jahr 1890 wurden beide Ortsteile zusammengeführt zur Stadt Moringen.

Heinz Brandhorst, Moringen

... dass im Jahre 1898 in Moringen eine Wasserleitung gelegt und im September zum Bau von Hausanschlüssen aufgefordert wurde? Das Wasser wurde der Moorquelle oder auch der Fischerquelle entnommen. Es wurde unterhalb der Moorquelle ein Hochbehälter angelegt, mit einer Pumpstation.

Heinz Brandhorst, Moringen

... dass der Schriftsteller und spätere Professor Heinrich Sohnrey in Nienhagen lebte? Von 1879 bis 1885 hatte er dort seine erste Stelle als Grundschullehrer. Vorher gab es dort kleine Schule.

Anke Brix, Heimatmuseum Moringen

... dass die Herren Waldmann und Ilse am Moringer Bahnhof einen Ringofen zum Brennen der Kalksteine bauten, da in der Weper ein Muschelkalk-Vorkommen vorhanden war? Dieselben Kalksteine wurden mit Pferden und später Loren dorthin geschafft. Die Lok wurde 1934 angelegt. Das Werk kam 1942 in den Besitz von Josef Hagenburger. In den 50er-60er-Jahren wurde es dann stillgelegt. Der große Schornstein wurde gesprengt.

Heinz Brandhorst, Moringen

Gedenkstätte Moringen

Die Gedenkstätte Moringen erinnert an die Konzentrationslager, die in den Jahren 1933 – 1945 in Moringen bestanden.

siehe dazu:

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

Ducksteinquelle

Eine Kindergruppe besichtigt die Ducksteinquelle.

Die Ducksteinquelle entspringt dem Moringer Ducksteinberg (360 m hoch), Teil des Höhenzugs Ahlsburg, in der Nähe von Lutterbeck. Aus der Quelle sprudeln ständig acht Liter Wasser pro Sekunde. Gefährdete und schützenswerte Moosarten sind im Quellbereich beheimatet.

Nach kurzem Verlauf durch angelegte Kaskaden fließt das Wasser schließlich in die Bölle unterhalb des Weges am Waldrand.

Klosterkirche Fredelsloh

siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aus HNA.de vom 9. Juli 2014: Kirchstraße: Uralt-Fundamente von 1730 freigelegt


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