Mittelalterliche Kirchen in Eschwege

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Marktkirche St. Dionys

Zu den mittelalterlichen Kirchen in Eschwege gehört die Neustädter Kirche" (St. Katharina), eine dreischiffige, spätgotische Hallenkirche aus dem 14. und 15. Jahrhundert, ebenso die "Altstädter Kirche", die Marktkirche aus dem 14. Jahrhundert mit der Fürstengruft, deren Halle und Chor im 15. Jahrhundert erbaut und dem heiligen Dionysius geweiht wurde.

Die Altstädter Kirche (St. Dionys) entstand als spätgotische dreischiffige Hallenkirche an der Stelle einer Vorgängerkirche aus dem 10. Jahrhundert. Ausgrabungen bei der Kirchenrenovierung in den Jahren 1992 - 1997 brachten Mauerreste zu Tage, die sogar auf vier romanische Vorgängerbauten schließen lassen.

Ältester Teil der Kirche "St. Dionys" ist der Westturm aus dem 13. Jahrhundert.

Die Kirche beherbergt eine sehenswerte Schaefferorgel aus dem Jahre 1678 mit vier Bildnissen musizierender Frauen. Sie entstand in der Werkstatt des Thüringer Orgelbauers Jost Friedrich Schaeffer.

Die Altarfenster im Chorraum wurden in den Jahren 1894 bis 1901 in Marburg gefertigt, darunter auch das Reformatorenfenster, das Martin Luther, Landgraf Philipp I. sowie Philipp Melanchthon zeigt.

Hinter dem Altar befindet sich ein Triptychon des Eschweger Künstlers Günther Schaumberg.


Neustädter Kirche "St. Katharina"

Auch die Neustädter Kirche (St. Katharina) entstand als dreischiffige spätgotische Hallenkirche an Stelle einer älteren Vorgängerkapelle.

Im Jahre 1340 wurden sowohl die damalige St. Katharinenkirche - als Kapelle des Stadtteils Neustadt - als auch die Kapelle St. Godehard (die spätere Nikolaikirche, von der heute noch als Rest der Nikolaiturm besteht) zu eigenständigen Pfarreien erklärt.

Die dreischiffige Hallenkirche in der Eschweger Neustadt entstand als ein später Nachbau der Marburger Elisabethkirche, im Innern getragen von acht schlanken Rundstützen mit Laubkapitellen im oberen Bereich.

Von 1474 bis 1480 wurde der Chorraum errichtet, danach in den Jahren 1484 bis 1492 das Langhaus, wobei die Einwölbung erst 1520 abgeschlossen war, wie die Jahreszahl am Schlussstein belegt.

Der neogotische Turm wurde erst sehr viel später im Jahre 1862 fertiggestellt.

Von der Nikolaikirche (St. Godehard) auf dem gleichnamigen Platz ist noch der Nikolaiturm erhalten. Nach der Reformation in Hessen wurden die Steine der Kirche angeblich zum Bau einer Werrabrücke verwendet.

Erreicht man nach 151 Stufen den Laubengang des Turms, bietet sich ein großartiger Blick über die Stadt. Vom Nikolaiplatz führt die Nikolaigasse in die Altstadt und die Fussgängerzone.

An das ehemalige Augustinerkloster in Eschwege (1278 gegründet) erinnert heute noch die Hospitalkapelle, ein verbliebener baulicher Rest der ehemaligen Klosterkirche.

Erst lange Jahre nach dem deutlich älteren Cyriakuskloster (nach 994) entstand zum Ende des 13. Jahrunderts das Eschweger Augustinerkloster. Auf dem Höhepunkt des Ordenswesens siedelten sich im Jahre 1278 Mönche des noch jungen Ordens der Augustinereremiten in Eschwege an.

siehe auch

Nikolaiturm

Weblinks