Menagerie

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Einige der Landgrafen von Hessen-Kassel hatten ein ausgeprägtes Interesse an exotischen Tieren. Schon Landgraf Wilhelm IV., der Weise, hielt in Schlossnähe Löwen und Bären, in der Aue unterhielt er einen Fasanen- und Tiergarten, den seine Nachfolger ausbauen und erweitern ließen.

Auch Landgraf Karl (16771730) liebte wilde Tiere. Das Prachtstück seiner Sammlung war ein Elefant. Zu besonderer Blüte kam die landesherrliche Menagerie unter Landgraf Friedrich II. (17601785), Karls Enkel, der sie nicht nur gründlich instand setzte, sondern auch erheblich vergrößerte. Von ihm ist überliefert, dass er außer Papageien und Fasanen Löwen, Leoparden, Affen, Kamele, Seehunde und einen jungen Elefanten sein Eigen nannte. Letzterer wurde später als Goethe-Elefant bekannt und ist heute noch im Naturkundemuseum zu betrachten.

Quelle

  • Uwe Feldner: Stadt-LEXIKON - (Fast) alles über KASSEL, erschienen im Herkules Verlag