Max Danz

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tagung des Nationalen Olympischen Komitees Mitte der 60er Jahre in Kassel: mit der Nummer drei Karl Hemfler, damals Staatssekretär im hessischen Innenministerium, mit der Nummer zwei, Dr. Max Danz, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, und mit der Nummer eins Dr. Karl Branner, Kassels Oberbürgermeister.
Historisches Sportfoto: Leichtathletik-Veranstaltung im Auestadion, ganz links Karl Beuermann, dritter von links Dr. Max Danz

Dr. Max Danz (1908 - 2000) aus Kassel hält einen olympischen Rekord ganz besonderer Art: Insgesamt sieben Mal führte der nordhessische Arzt die deutsche Olympia-Mannschaft an. Dem Wiederbeginn nach dem Krieg 1952 in Helsinki, als Danz die Nachfolge Carl Ritter von Halts angetreten hatte, folgten die Spiele in Melbourne, Rom, Tokio, Mexiko City und München. Zum letztenmal zog Dr. Danz mit einer Olympia-Equipe am Eröffnungstag 1976 ins Stadion von Montreal ein.

Leben und Schaffen

Max Danz, am 20. Juni 2000 im Alter von 91 Jahren gestorben, war in den 1920er Jahren war Mitglied der Turnerbewegung, später dann erfolgreicher Leichtathlet. Er zählte er zu den besten Läufern über 400 und 800 m.

1930 nahm er an den Universitätsfestspielen Teil und wurde über 800 m Dritter. 1932 nahm er an den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles teil, er beendete seine Karriere 1934 nach einem Achilessehnenriss.

Nach 1945 war der promovierte Internist einer der Gründer des neuen hessischen Leichtathletikverbandes, Vier Jahre später begründete er den Deutschen Leichtathletikverband mit und wurde dessen erster Vorsitzender.

Der Aufbau der deutschen Leichtathletik nach dem Kriege ist fest mit dem Namen Max Danz verknüpft. 24 Jahre lang war der Kasseler Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, dessen Ehrenpräsident er bis zu seinem Tode war. Danz setzte sich dafür ein, das Deutschland nach dem Krieg wieder in den internationalen Verband IAAF aufgenommen wurde. Zwischen 1952 und 1956 war er der Delegationsleiter der deutschen Olympiamannschaft. 1952 wurde er Mitglied im Europakomitee der IAAF und 1981 Ehren-Vizepräsident des europäischen Verbandes.

Aber auch international hatte die Stimme von Dr. Max Danz über Jahrzehnte großes Gewicht. Knapp 30 Jahre war er Mitglied im Rat des Europäischen Leichtathletik-Verbandes (EEA), 25 Jahre bestimmte er die Geschicke im Council des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) entscheidend mit. Die IAAF honorierte die Verdienste des Kasseler "Sportdoktors" 1976 mit der Wahl zum Vizepräsidenten und 1981 mit der Ernennung zum Ehren-Vizepräsidenten auf Lebenszeit.

Nach seinem Rücktritt ernannte man ihn zum Ehrenvorsitzenden mit Sitz und Stimme auf Lebenszeit. Der „Kasseler Sportdoktor“ erhielt zahlreiche weitere Ehrungen, darunter unter anderem den Olympischen Orden und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband (1989). Des Weiteren wurde er 1989 zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Kassel ernannt.

Historische Sportfotos

Historische Sportfotos zu Max Danz unter: Historische Sportfotos - Dr. Max Danz.

Weblinks




Ehrenbürger Stadt Kassel

Maximilian Freiherr von Ditfurth | Carl Schomburg | Carl Wilhelm Wippermann | Louis Spohr | Bernhard Eberhard | Moritz von Baumbach | Johann Peter Heräus | Johann Daniel Wilhelm Ludwig Schwarzenberg | Karl Bernhardi | Friedrich Oetker | Eduard von Moeller | Franz von Werder | Heinrich Henkel | Graf Julius von Bose | August Albrecht | Otto von Bismarck | George André Lenoir | Gustav Adolf Hupfeld | Eduard von Magdeburg | Friedrich Endemann | Karl Pfeiffer | Josias von Heeringen | Paul von Hindenburg | Georg Seidler | Theodor Schröder | Wilhelm Kniest | Sara Nußbaum | Georg-August Zinn | August Bode | Georg Häring | Rudolf Freidhof | Fritz Catta | Willi Seidel | Karl Branner | Rolf Lucas | Elisabeth Selbert | Christine Brückner | Holger Börner | Max Danz | Richard Wurbs | Jochen Lengemann | Hans Krollmann