Mathias Bauer

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Mathias Bauer (* 10. Juli 1917 in Periam im Banat,heutiges Rumänien; † 7. Januar 2009) war Sohn des Tischlermeisters Adam Bauer und seiner Frau, Susanna Bauer.
Mitbegründer der Lebenshilfe: Mathias Bauer

Nach Besuch der Grund- und Realschule in Periam absolvierte er die katholisch-deutsche Lehrerbildungsanstalt in Timisoara von 1932 bis 1937, wo er am 18. Juni 1937 seine erste Lehrerprüfung ablegte. Er wurde an drei verschiedenen Volksschulen in der Umgebung eingesetzt, bevor er mit Beginn des Russlandfeldzuges 1941 zum rumänischen Heer eingezogen wurde.

Bauer heiratete noch vor dem Zweiten Weltkrieg seine erste Frau Maria und sie bekamen zwei Söhne. Am Ende des Krieges kamen Frau, Söhne und Schwiegereltern durch einen Bombenangriff ums Leben. Mathias Bauer geriet im Dezember 1944 in russische Kriegsgefangenschaft nach Sibirien, wo er zunächst in einem Sägewerk, dann in einer Kupferhütte unter schwersten Bedingungen arbeiten musste.

Im August 1947 kam er nach der Entlassung aus der Gefangenschaft nach Bergheim ins Edertal. Er heiratet hier am 7. August 1948 seine zweite Frau Martha und wurde ab dem 16. April 1948 in Hemfurth-Edersee als Lehrer eingesetzt, wurde dann aber am 1. Januar 1950 als Schulleiter an die Volksschule Roßbach bei Witzenhausen versetzt.

Ab dem 16. November 1953 war er in Bad Wildungen tätig, zunächst als so genannter Hilfsschullehrer, dann nach vier Semestern Sonderschulpädagogik an der Philipps-Universität in Marburg als Hilfsschulleiter in Bad Wildungen.

Die Umbenennung zum Sonderschullehrer erfolgte am 11. Februar 1966.

Seit dem 21. März 1969 war er erster Rektor der Sonderschule für Lernhilfe in Bad Wildungen. Diese Aufgabe versah er mit großem Engagement bis er am 31. Juli 1979 pensioniert wurde.

Neben der Tätigkeit als Schulleiter war Mathias Bauer Mitbegründer der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, Jugendschöffe und langjähriger Vorsitzender der Kreissynode der evangelischen Kirche. Nach der Pensionierung hat sich Mathias Bauer seinen Kindern und seinen fünf Enkeln gewidmet.

Seit Februar 2010 ist die Schule für Lernhilfe in Bad Wildungen, die frühere Veit-Weinberg-Schule, nach ihm benannt.

siehe auch