Martina Daske

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Martina Daske

Martina Daske (* 3. Oktober 1961 in Aachen, NRW) war seit Februar 2007 Bürgermeisterin von Uslar.

Leben

Daske wurde 1961 in Aachen im Rheinland geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach dem Abitur studierte sie Volks- und Betriebswirtschaftlehre an den Universitäten in Regensburg, Freiburg und Göttingen. Nach dem Examen als Diplom-Kauffrau blieb Daske in Südniedersachsen. [1] Daske ist verheiratet und hat mit ihrem Mann ein Einzelhandelsfachgeschäft geführt. Sie war Existenzgründerberaterin in Göttingen und ab 1999 Leiterin der Stabstelle Wirtschaftsförderung beim Landkreis Northeim.

Wahl zur Bürgermeisterin

Die SPD hat die parteilose Daske für die Direktwahl des Bürgermeisters im September 2006 nominiert. Sie trat gegen den ehrenamtlichen Amtsinhaber Stephan Kaiser (CDU) an. Am 1. Februar 2007 trat Daske das Amt als erste hauptamtliche Bürgermeisterin von Uslar an. Ihre Amtszeit dauerte eigentlich bis zum 31. Januar 2015.

Kritik an Amtsführung und Abwahlverfahren

Etwa zur Hälfte der Amtszeit Daskes nahm Kritik an ihr zu. Zwischen ihr und der SPD, die sie ursprünglich als Bürgermeisterkandidatin nominiert hatte, kam es zum Bruch. Daraufhin strengte die SPD-Mehrheitsfraktion die Abwahl der Bürgermeisterin an. Am 10. August 2011 stimmten 29 Mitglieder des Uslarer Stadtrats dafür, die Bürgermeisterin von den Uslarer Bürgern abwählen zu lassen. Damit kam die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit für den gemeinsamen Antrag von SPD und CDU zustande. [2] Erst nachdem der Stadtrat die Abwahl Daskes auf den Weg gebracht hatte, nannte die SPD Gründe für ihren Antrag: Der Fraktionsvorsitzende Wilhelm Pape-Lange kritisierte die Bürgermeisterin als fachlich und sozial inkompetent und warf ihr mangelhafte Führungsqualität, Alleingänge, Lügen, mangelnde Einsatzbereitschaft, fehlende Vorbildfunktion sowie die Vernachlässigung repräsentativer Aufgaben vor. [3]

Bei der Niedersächsischen Kommunalwahl am 11. September 2011 stimmten die Uslarer Wähler auch über die Abwahl von Bürgermeisterin Daske ab. 4158 Wahlberechtigte (56,09 Prozent) stimmten dagegen, 3255 (43,91 Prozent) waren dafür. Die Beteiligung lag bei 60,93 Prozent. Damit blieb Daske weiterin im Amt und forderte ihrerseits den Rücktritt der Ratsmitglieder, die mit ihrer "Verleumdungskampagne" und dem Abwahlantrag gegen sie erfolglos waren. [4] Mit der gescheiterten Abwahl Daskes ging auch eine Niederlage der SPD bei der Kommunalwahl einher. Sie verlor ihre Mehrheit in der bisherigen Hochburg Uslar und kam nur noch auf 37,15 Prozent. Die CDU zog mit 43,58 Prozent an der SPD vorbei. [5]

Abwahl

Mit 26 Ja-Stimmen hat der Uslarer Stadtrat am 16. Februar 2012 Martina Daske (parteilos) in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Mit der Abwahl endet Daskes Amtszeit drei Jahre eher.[6]

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Internetauftritt Daskes als Bürgermeisterin von Uslar
  2. HNA-Artikel, 10.8.2011: Uslarer Stadtrat für Abwahl von Bürgermeisterin Martina Daske
  3. HNA-Artikel, 11.8.2011: Uslar: SPD rechnet mit Bürgermeisterin Daske ab
  4. HNA-Artikel, 12.9.2011: Abwahl gescheitert: Deutlicher Sieg für Bürgermeisterin Daske
  5. HNA-Artikel, 12.9.2011: SPD-Hochburg zerbröselt im Uslarer Land
  6. Aus HNA.de vom 16. Februar 2012: Uslarer Rat schickt Martina Daske in den Ruhestand