Martin Homburg

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Martin Homburg war Landwirt und Bürgermeister von Harleshausen von 1880 bis 1904.

In seiner Amtszeit wurde zwischen 1882 und 1902 die Verkoppelung (Flurbereinigung) durchgeführt. Die Ablösung der Huterechte erfolgte 1885 auf Anordnung der Preußischen Regierung im Vorfeld der Verkoppelung. Die Bauern wurden bei der Ablösung der Huterechte benachteiligt, da ihnen das seit Bestehen des Dorfes 1074 zugestandene Recht ihr Vieh im Habichtswald (Kühe,Schweine) auf ca.100 ha aufzutreiben nach über 800 Jahren genommen wurde.

Ersatzweise wurden nur kleine Flächen am Rande des Habichtswaldes gerodet und als Ackerland bereitgestellt. Die Kleinbauern, denen die Huteberechtigung zuvor existenzerhaltend war, durften nach der Ablösung nur noch Feldwege abhüten und waren damit besonders benachteiligt. Die Gemeinde Harleshausen ließ sich die Ablösungssumme vom Preußischen Staat in Geld auszahlen und baute mit dem Geld eine neue Schule mit Glockenturm. Das Gebäude Karlshafener Straße 2 wurde später Bürgermeisteramt und ist bis heute Sitz der Bezirksstelle Nordwest.