Marstall

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Der Marstall zählt zu den wenigen Gebäuden in Kassel, die nach dem Krieg wieder aufgebaut wurden.

Der Marstall mit seinen verspielten Giebeln, Seitenflügeln und Dachfiguren zählt zu den wenigen Zeugnissen des alten Kassel. Trotz der städtebaulichen Brüche kann der Blick auf das historische Gebäude als einer der schönsten in der Innenstadt gelten. Vor allem dann, wenn es im Ensemble mit der Brüderkirche und dem Renthof gegenüber gesehen wird.

Markthalle Kassel

Andere historische Bauten wie das seinerzeit von imposanten Skulpturen flankierte Regierungsgebäude, das anstelle des 1811 abgebrannten Landgrafenschlosses errichtet wurde, sind indes verschwunden. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 50er-Jahren durch einen nüchtern wirkenden, neunstöckigen Neubau ersetzt. Für die Pläne zeichnete der Marburger Architekt Walter Freiwald verantwortlich.

Am Marställer Platz treffen Tradition und Moderne hart aufeinander. Die vielspurige Brüderstraße, in die der Steinweg dort übergeht, schneidet ihn von seiner Umgebung ab. Zu diesem Eindruck trägt auch das seitlich vor den Marstall gesetzte Parkdeck bei. Es isoliert das Gebäude optisch noch mehr. Der früher einladend offene Platz, der heute als Parkplatz dient, ist zudem von einer Mauer eingegrenzt.

Einst beherbergte der von 1591 bis 1593 errichtete Marstall im Erdgeschoss die landgräflichen Stallungen und im Obergeschoss die Raritätensammlung Landgraf Wilhelms IV. des Weisen. Zu seiner Zeit entstand die um einen Innenhof gruppierte Renaissanceanlage.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1943 ausgebombt und brannte aus.

Markthalle

Ohne Parkdeck: Der Marställer Platz vor dem Krieg. Hier befindet sich heute die Markthalle.

Seit dem Wiederaufbau in den 60er-Jahren dient das Gebäude als Markthalle. Hier können sich die Kasseler nicht nur mit frischem Obst und Gemüse, Käse und Fleischwaren eindecken, die Markthalle ist auch zu einem beliebten samstäglichen Treffpunkt avanciert.

Stadtarchiv

Weiterer Anziehungspunkt ist das im Dachgeschoss untergebrachte Stadtarchiv - unentbehrliche Anlaufstelle für alle, die an der Kasseler Geschichte interessiert sind.

Stadtquartier

Entenanger.gif

In den Blick gerückt ist das Quartier rund um den Marställer Platz und den sich anschließenden Entenanger mit der Wiedergründung der Unterneustadt auf dem gegenüberliegenden Fuldaufer. Der Weg von dort über die neue, elegant geschwungene Karl-Branner-Brücke zum Königsplatz soll als Achse wieder stärker in Erscheinung treten.

Trittsteine sind der Renthof mit dem ehemaligen Fundus-Gebäude nebenan, das zu Wohn- und Gewerbezwecken umgebaut werden soll, Marstall und Entenanger.

siehe auch

Weblinks