Marktplatzbrunnen in Spangenberg

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Am Marktplatzbrunnen in Spangenberg steht das gußeiserne Denkmal von Kuno und Else. Mit weiteren noch erhaltenen Brunnen gehört er zum Stadtbild von Spangenberg und erinnert an eine Zeit, als oft Wasserknappheit herrschte.

Nach der Sage lebten der Handwerksgeselle Kuno und die Bürgermeister- und Patriziertochter Else in Spangenberg und hatten sich ineinander verliebt. Elses Vater stimmte der Verbindung letztlich nur unter der Bedingung zu, dass es Kuno gelänge, Wasser aus dem Wald in die Stadt zu leiten, wobei Else ihrem Geliebten tatkräftig bei der schweren Arbeit half. Als es die Beiden letztlich geschafft hatten, das frische Wasser in einen Brunnenkump zu leiten, brachen sie erschöpft zusammen und starben.

Bis heute erinnert an die Liebenden das Brunnendenkmal auf dem Marktplatz am Ende der Liebenbachstraße. Spangenberg trägt inzwischen auch offiziell den Namen "Liebenbachstadt".

Die Sage war immer wieder einmal Stoff für literarische Werke. Während die Brüder Grimm die Geschichte von Kuno und Else in einem Märchen verarbeiteten schuf Friedrich Langbein (1757-1833) die 15-strophigen Ballade vom „Lied vom Liebenbach“ (mit den Liebenden Heinrich und Leonore), der Spangenberger Lehrer Dickhaut verarbeitete die Geschichte in der Novelle „Der Liebenbach" und Hugo Frederking im Jahre 1885 in seinem Epos „Born der Liebe“.

Als im Jahre 1902 das Liebenbachdenkmals eingeweiht wurde, führt man dazu das Singspiel „Die Liebesquelle zu Spangenberg“ auf mit dem Text von Alberta von Freydorff und der Musik des Komponisten Karl Goepfart. Schließlich veröffentlichte im Jahre 1907 der Lehrer Heinrich Bertelmann seine Erzählung mit dem Titel „Der Liebenbach“.