Marienkirche in Hemeln

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Die Kirche in Hemeln

Die heutige Marienkirche in Hemeln stammt aus dem Jahr 1681, der romanische Kirchturm wurde aber bereits um das Jahr 1200 errichtet und diente auch als Wehrturm.

Geschichte

Das Alter der Hemelner Marienkirche wird auf wenigstens 800 Jahre geschätzt.

Der heutige Kirchbau wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg 1681 errichtet, nachdem Hemeln und seine vorherige kleinere Kirche unter den Kriegswirren stark gelitten hatten. Der Holzaltar kam im Jahre 1686 hinzu, im 18. Jahrhundert die Empore.

Innenraum der Kirche

Die Jünger Jesu: Lebensfroh wirken die Figuren. Die Abendmahlszene ziert den Altar der Marienkirche in Hemeln.

Lebensfrohes Abendmahl

Der 1681 aus Holz gefertigte Altar der Marienkirche in Hemeln zeigt die Abendmahlszene: Christus, der Wissende und Liebende, sitzt inmitten seiner treuherzigen Jüngerschar – Eine bekannte und klassische Szenerie. Doch in der Kirche in Hemeln wirkt sie fast modern: „Die Szene ist nicht so streng“, sagt Pastorin Elisabeth Michalek-Vogel.

„Sie ist lebensfroh, die Figuren sehen herzallerliebst aus.“ Die Pastorin empfindet die verträumt guckenden Personen und das gesellige Beisammensein am Tisch als rührend.

„Auffallend sind die großen Hände. Wahrscheinlich soll damit das Entsetzen der Jünger stärker zum Ausdruck gebracht werden“, erklärt Michalek-Vogel. Denn Jesus hat gerade bekanntgegeben, dass ihn einer der Jünger verraten werde.

Besonders der Lieblingsjünger Jesus‘, der rechts neben ihm sitzt, wirke fast so, als würde er um Liebe betteln.

„Es ist einfach schön anzusehen, wie die Menschen ganz leger auf den Holzstühlen sitzen. Besonders Kinder spricht das Bild an“, wie die Pastorin beobachten konnte. Wie kleine Puppen sehen sie aus, haben etwas Verspieltes. „Das Bild ist kein künstlerisches Meisterwerk, aber es ist auffallend liebevoll gestaltet“, findet die Pastorin. „Es rührt mich immer wieder.“ (gtr)

Galerie

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